Denkstudio J. Becker: Ausschöpfung immaterieller Standortressourcen

Mit immer stärker werdender Wettbewerbsintensität bis hin zur Verdrängung im Standort- und Kostenwettbewerb sind Wissensvorsprünge oft noch der einzig mögliche, ggf. alles entscheidende, Wettbewerbsvorteil. Wissen, das als erfolgskritisches Kapital aber erst einmal identifiziert werden muss, um es nutzen- und gewinnbringend einsetzen zu können. Die Standortökonomie liefert Instrumente für wissensintensive Standorte, die ihre zukünftige Entwicklung des vorhandenen Kapitals erfolgreich steuern wollen. D.h. für die Realisierung von Entwicklungschancen müssen zuvor auch alle immateriellen Vermögenswerte gehoben werden. Mit Hilfe einer eigens hierfür entwickelten Standortbilanz gelangt die Wirtschaftsförderung zu Erkenntnissen über das Zusammenwirken von Standortprozessen und relevanten Ressourcen. Denn wer Kompetenzen aufbauen will, braucht zu allererst eine angemessene Transparenz über seine kritischen Erfolgsfaktoren. Erst Transparenz identifiziert Ansatzpunkte zur Verbesserung. Der Identifizierungsprozess weist in die Richtung von Wissensfeldern/-quellen, in denen gesucht werden muss, um Kompetenzen zu stärken oder neu aufzubauen. Auch eine Identifikation des eigenen Nicht-Wissens, der eigenen Wissenslücken und Fähigkeitsdefizite kann einen heilsamen Auslöser darstellen. Die Identifikation von Fähigkeitsdefiziten und Wissenslücken bietet einen Ausgangspunkt für die Entwicklung von Standortstrategien

 

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1000 mal bestätigt: keine Standortentscheidung ohne Standortanalyse, keine Standortanalyse ohne Standortwissen

Es ist recht selten so, als ob über dem Standort ein Schleier von alles verhüllenden Standortfaktoren und undurchsichtigen Erfolgsgeheimnissen läge. Vielmehr ist es allzu oft ein eher lückenhaftes Netz aus unvollständigen oder in ihren dynamischen Wirkungsbeziehungen noch eher unbekannten Prozessen. D.h. oft ist das eigentliche Standortgeschehen kaum für Schlüsselpersonen vor Ort und noch weniger für Außenstehende wie beispielsweise dringend benötigte Investoren durchschaubar. Das Geschäftsumfeld wird dem Standort mit seinen Akteuren immer mehr eine positive Grundhaltung auch zu aufwendigen Analysen abverlangen. Aber: nicht alles was gemessen wird, muss deshalb auch von Bedeutung sein; nicht alles was wichtig ist, muss deshalb auch zu messen sein.

 

 

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Abi63-Schaukasten - Kommunikation in der Filterblase

Hanau - Nachhaltigkeit - Klimaschutz - Ökologie - Umweltschutz - Hola

Nachkriegsschüler Storytelling - Bildungsweg im Zeitenwandel

Die einen, u.a. jener Jahrgang Abi 63, haben ihren Schulstress lange hinter sich. Sie können daher ganz entspannt ihr Jubiläum feiern. Die anderen aber, d.h. jene mittendrin im Schulalltag, sehen sich mit vielleicht zunehmenden, sicher aber neuen Stresssituationen konfrontiert. In der Verherrlichungsfalle? Bei einer Zeitreise mit Rückblicken sollte man tunlichst zu vermeiden suchen, durch eine rosarote Brille zu schauen und dabei aus altersbedingter Gefühlsduselei Vergangenes zu verherrlichen. Da unser Gehirn nun einmal so angelegt ist, Negatives im Laufe der Zeit eher auszublenden. Eine Schule mit nur positiven Gegebenheiten wäre denn wohl auch unnatürlich, der Realität wenig entsprechend und damit auch nicht glaubwürdig.

Gunter Schwind, Abi63 und Lions, aktiver Einsatz für Klima- und Umweltschutz

G- Schwind Hanau
G- Schwind Hanau

Ökobilanzen sind ein Baustein im Rahmen des umweltorientierten Managements. Die systematische Analyse der Umweltwirkungen von Verfahren und Prozessen ist eine wichtige Voraussetzung, um Verbesserungen gezielt und wirksam vorzunehmen. Das Öko-Controlling befasst sich mit Planung und Einsatz von Instrumenten, z.B. Öko-Bilanz,  Umwelt-Audit, die den Fortschritt der ergriffenen Umweltmaßnahmen messbar machen und Schwachstellen offenlegen. Basis für die Öko-Bilanz ist u.a. die systematische Mengenerhebung der Input-/Outputströme an Anlage- und Umlaufgütern, Wasser, Energie, Abfall, Emissionen

 

Das Gedächtnis ist unser ganzes Leben, ein Leben ohne Gedächtnis wäre kein Leben (wie eine Intelligenz ohne Ausdrucksmöglichkeit keine Intelligenz wäre).Das Gedächtnis ist unser eigentliches Selbst. unsere Identität: „wir sehen die Welt nicht, wie sie ist, wir nehmen sie auch nicht wahr, wie sie scheint, wir erleben sie so, wie unsere Verschaltungen in unserem Gehirn dies vorgeben“. Dabei gehören Erinnerungen zu unseren zentralen kognitiven Werkzeugen: sie sind elementar und veränderlich zugleich, sie sind ebenso unzuverlässig wie unerlässlich, sie werden ständig abgerufen und überschrieben, sie liefern zugleich die Entlastung, die mit unseren Gewohnheiten einhergeht und sie sind der Grundstock unserer Kreativität. Unser Gehirn filtert und verarbeitet mit einer ungeheuren Effizienz bis zu vierhunderttausend Sinnesreize, die es in jeder Sekunde erreichen. Hierfür verfügt unser Gehirn über eine unerschöpflich scheinende Speicherkapazität (das theoretische Datenvolumen im Hirn wird auf hundert Millionen CDs geschätzt). 

Achtung Zeitfaktor!: Wenn bei der Nutzung von Wissen zu viel an Zeit verloren geht, kann es vielleicht schon zu spät sein (brachliegende Wissensressourcen werden nicht in entsprechende Vorteile umgesetzt). In der Praxis ist Schnelligkeit meist gleichbedeutend mit Erfolg, d.h. man muss sein Geschäftsmodell schneller als andere durch die Wertekette hindurch bewegen. Wer die Hebelkraft des Intellektuellen Kapitals nicht kennt, verpasst leicht Gelegenheiten: Menschen und Informationen/Wissen sind das wertvollste Kapital. Rohmaterialien, Produktions-, Geschäfts- und Vermarktungsprozesse sind für Konkurrenten notfalls schnell verfügbar. Was im Gegensatz hierzu nicht schnell verfügbar gemacht werden kann, sind Wissen, Fähigkeiten, Qualifikationen, Erfahrungen, Motivation u.a. von Personen. Oder man will die gefühlte Ohnmacht mit immer mehr Wissen bekämpfen, die Dunkelheit mit Licht. Wobei Dunkelheit durchaus kein Synonym für Unwissen sein muss. „Wenn das Wissen, die totale Transparenz, die Durchschaubarkeit der Welt ist“, kann die Dunkelheit vielleicht auch ein Ort der Freiheit sein. Denn nur wenn wir akzeptieren, nichts mehr erkennen zu können, können wir uns neu orientieren. 

Heinz Wohak, seine BMW Enduro und die Alpen mit ihren Schotterpisten

Heinz Wohak
Heinz Wohak

Schön, wenn man über ein gutsortiertes inneres und materielles Archiv mit Reiseerinnerungen verfügt, jederzeit abrufbereit. Ja, und auch der Einsicht muss man sich öffnen, es wird ein Wein sein, und wir werden nimmer sein…Und es wird Wege geben, die wir nie wieder fahren und gehen… Umso wertvoller sind die Erinnerungen. Also entferne ich nun die Staubschichten von den  Bildern vor dem inneren Auge, von einer Motorradtour in die Westalpen, in das französisch-italienische Grenzgebiet zwischen Briançon und Cesana Torinese. Kenner wissen, dort locken Schotterpisten vom Feinsten. Gerne fuhr ich mit Motorradfreunden in die Alpen, um Passstraßen zu genießen. Ihre schweren Reisemotorräder waren zwar auf der Langstrecke komfortabler, in den Schotter konnten sie mir mit meiner BMW Enduro freilich nicht folgen. Also Solofahrt, hat auch was, man kann ganz seinem inneren Kompass folgen. Briançon mit seiner sehenswerten, von Vauban als Festung angelegten Altstadt war ein passendes Standquartier, Geheimtipps bleiben nur dann geheim, wenn sie nicht raus posaunt werden. 

Angebot zur Kommunikation in der Filterblase:

Jürgen Reuling Nidderau
Jürgen Reuling Nidderau

Zum Beispiel zum Thema:

Kultur - Kreativwirtschaft

Mi

13

Okt

2021

J. Becker Denkstudio - Green Controlling

Ertragswirksame Umweltchancen erkennen:. Umweltkennzahlen verdichten Umweltdaten auf überschaubare Schlüsselinformationen: sie unterstützen Entscheider beim Auffinden der Schwachstellen des betrieblichen Umweltschutzes ebenso wie beim Erkennen ertragswirksamer Umweltchancen. Bestandsaufnahme im Zeitreihen- und Betriebsvergleich: Umweltkennzahlen haben eine wichtige Funktion in der internen Ermittlung von Schwachstellen und Optimierungspotentialen. Beispielsweise kann man im Rahmen einer Bestandsaufnahme solche Kennzahlen im Zeitreihen- und/oder Betriebsvergleich einander gegenüberstellen. Umweltkennzahlen können sich auf unterschiedliche Bereiche beziehen und Angaben sowohl zu für das ganze Unternehmen als auch zu einzelnen Prozessen oder Abteilungen liefern. Im Normalfall werden Umweltkennzahlen mengenbezogen gebildet, d.h. in Einheiten wie Kilogramm, Tonnen, Stück etc. Ergänzend hierzu sollten auch kostenbezogenen Kennzahlen entwickelt werden, um auch die Kostenaspekte im Umweltschutz abbilden zu können. Mit Umweltkostenkennzahlen können umweltrelevante Gesichtspunkte in Kosten und Erträge -die Sprache des Managements- übersetzt werden. So ist es anschaulicher, anstatt 400 Kubikmeter Sondermüll ertragsrelevant zu analysieren, dieselbe Menge mit Entsorgungskosten von beispielsweise 280.000 € darzustellen.

 

 

Mo

11

Okt

2021

Grundlagen der Standortbeobachtung

Standortbeobachtung – einige Grundsatzfragen lauten beispielsweise: ist für Voraussetzungen gesorgt um über derzeit in der Diskussion befindliche Vermögensbilanzen (Sachanlagen der Kommune) hinausgehend möglichst alle erfolgsrelevanten, d.h. auch „weiche“ Standortfaktoren zu identifizieren, in eine Ordnung (z.B. nach Standort-Prozessen, Standort- Erfolgsfaktoren, Standort-Humanfaktoren, Standort-Strukturfaktoren, Standort- Beziehungsfaktoren) und eine verstehbare Relation unter- und zueinander zu bringen und dann einem einheitlichen Bewertungsprozess nach Quantität, Qualität, Systematik/ Nachhaltigkeit sowie einer Messung mit spezifischen Kern-Indikatoren zuführen zu können ? Oder um die Potenziale der Standortfaktoren auf einer einheitlichen, allgemein verständlichen Informationsgrundlage gezielt und erfolgsbezogen diskutieren zu können? Können für den Standort alle erfolgsrelevanten Faktoren und Prozesse jederzeit anhand von durchgängig aufeinander abgestimmter Diagrammen (z.B. Potenzial-Portfolios, Profil-Diagrammen, Ampel-Diagrammen, graphischen Standortfaktor- Wirkungsnetzen)in einer einfach verständlichen Form dargestellt, analysiert und kommuniziert werden? 

Di

28

Sep

2021

Berichtswesen qualitativer Standorteigenschaften

Sowohl für das eigentliche angebotsorientierte Standortmarketing als auch für nachfrageorientierte Standortanalysen und -vergleiche hat die traditionelle Art von Vermögensbilanzen für sich alleine eine eher geringe, möglicherweise sogar irreführende Aussagekraft. Grundsätzlich ist nämlich zu bedenken, dass in den derzeit von den Kommunen in Angriff genommenen Vermögensbilanzen ausschließlich harte, d.h. im Sinne der kaufmännischen Buchführung buchbare Faktoren ihren Niederschlag finden. Ein Standort ist mehr als nur die Addition aus buchbaren Einzelwerten, die der Kommune gehörenden Sachanlagen in Form von Gegenständen, Grundstücken, Immobilien, Straßen, Leitungen u.a. beigemessen werden. Einen weitaus höheren Wert stellt das ebenso am Standort befindliche private Eigentum dar. Unabhängig davon muss man bereits im Bereich dieser sogenannten harten Faktoren auch mit Annahmen (z.B. Bodenrichtwerte, durchschnittlicher Lagewert eines Grundstückes) arbeiten). Viele Annahmen müssen dabei unter einem weit dehnbaren Interpretationsrahmen getroffen werden, da große Teile der in der Vermögensbilanz angeführten Sachanlagen unverkäuflich sind und für sie daher manchmal nicht einmal annäherungsweise, d.h. überhaupt kein Marktpreis feststellbar ist.  

Fr

24

Sep

2021

J. Becker Denkstudio - Standortanalyse mit Wirkungsverknüpfungen

In einem Schritt der „vertikalen Zielintegration“ können die Ziele und strategischen Aktionen eines Standortes aus übergeordneten Einheiten in einer Standortbilanz herunter gebrochen werden. Nachdem die hieraus abgeleiteten Maßnahmen auf Einflussfaktoren zugeordnet wurden, können dann auch Indikatoren auf diese Maßnahmen und ebenfalls auf Einflussfaktoren zugeordnet werden. Im  Zusammenhang mit der fast unübersehbaren Zahl von Wirkungsverknüpfungen zwischen Standortfaktoren kann man sich die Arbeit wesentlich durch die Zuhilfenahme von hierfür zu erstellenden Computerprogrammen erleichtern. Entsprechende Werkzeuge sind verfügbar und müssen daher lediglich in intelligente Anwendungen umgesetzt werden. Zwischen Standortfaktoren gibt es eine Vielzahl von sich teilweise überlagernden dynamischen Wirkungsbeziehungen. Auf dieser Ebene kann man eines erreichen: nämlich Anregungen für notwendige Denk- und Entscheidungsprozesse. Solche übersichtlichen Wirkungsnetze erleichtern den Einstieg in Diskussionen und Abstimmungen und können somit als allgemein verstehbare Kommunikationsplattform für  Beteiligte mit oft unterschiedlichen Interessenlagen und Informationsständen eingesetzt werden.

Di

21

Sep

2021

Strategie-Check mit Standortanalyse

Die Frage des richtigen, d.h. am besten geeigneten Standortes ist für Unternehmen zu wichtig, als dass man sie an Dritte delegieren oder auf eine von Zeit zu Zeit notwendige Überprüfung verzichten könnte. Jeder Strategie-Check sollte deshalb immer auch die Standortfrage mit einschließen. Denn einmal getroffene Standortentscheidungen lassen sich, auch wenn sie nur „suboptimal“ sind, nur schwer korrigieren. Nur wer über alle Standortfaktoren genau im Bild ist und über sie Buch führt, vermag damit zusammenhängende Risiken und Chancen in einem ausgewogenen Verhältnis zu steuern. Den unkalkulierbaren Gefahren von „Standort-Blindflügen“ kann am besten durch präzise und vollständige Vermessungen begegnet werden. Standortbilanzen können aus unterschiedlichen Sichtweisen (z.B. Innen- oder Außenbetrachtung), von unterschiedlichen Personen oder Stellen, für unterschiedliche Standorte oder auch nur Bereiche hiervon, für unterschiedliche Zeiträume und Zeitpunkte aufgenommen und zusammengestellt werden. Aufbau und Struktur bleiben hiervon unabhängig immer gleich.

Mi

15

Sep

2021

J. Becker Denkstudio Storytelling

Seit Menschengedenken ist es eine uralte Form für den Transport von Wissen und Informationen: mit Hilfe von (möglichst fesselnden) Stories, einem sogenannten Storytelling, Schlüsselergebnisse einer Analyse nachhaltig zu vermitteln und dazu beizutragen, dass sich Informationen besser einprägen und verankern. Bei der Formulierung klarer Marketingbotschaften steht SUCCESS für Say, Unify, Condense, Check, Enable, Simplify, Structure. Im Wege der Interaktion sollen im Rahmen eines (spannenden) Handlungsbogens hinter nackten Zahlen stehende Schlüsselinformationen einprägsam vermittelt werden. Es geht um das enge Zusammenspiel von Experiment, Modell und Prognose. Bei einem Realitätscheck müssen für das Marketing von Standorten verantwortliche Akteure tief in die Komplexität realer Problemlagen eintauchen und versuchen, zahllose Puzzleteile zu immer detailreicheren Bildern des betreffenden Standortes zusammenzufügen. Potentialorientierte Standortbilanzen können als breite Kommunikationsplattform für Prozesse der Abstimmung und Entscheidungsunterstützung entwickelt werden. 

Mo

13

Sep

2021

Kultur erbringt viele Standortleistungen

 Es wäre verfehlt, die Kultur- und Kreativwirtschaft mit den Augen eines Standortes lediglich als Imagefaktor zu sehen. Vielmehr ist die Kultur- und Kreativwirtschaft als ein äußerst vielschichtiger Branchenkomplex mit einer fast unübersehbaren Anzahl unterschiedlicher Facetten zu sehen. Der Wettbewerb der Standorte wird härter, die Leistungen der Kulturwirtschaft zählen mittlerweile  zu den anerkannten Standortfaktoren mit wirtschaftlichem Gewicht. Öffentliche Kulturförderungen werden als Zukunftsinvestitionen anerkannt. Im Netz der Standortfaktoren dürfte dieser Bereich von seinem Image- und Unterhaltungswert her ohne Konkurrenz sein. Für den Standort geht es zum einen darum, welchen Stellenwert die Kreativwirtschaft insgesamt in Relation zu allen übrigen Standortfaktoren einnimmt, zum anderen darum, welchen Stellenwert ein bestimmter Wirtschaftszweig (Architektur, Software, Theater usw.) innerhalb der Kreativwirtschaft des Standortes einnimmt. Über die Ausgestaltung ihrer Planungshoheit entscheidet die Kommune mit über eine mögliche Standortwahl von Kulturschaffenden.

 

Mi

08

Sep

2021

Einen Standort vermessen und bewerten

Die Eignung eines Standortes zeigt sich weder dem nach ihm Suchenden noch dem bereits vor Ort Ansässigen immer schon auf den ersten Blick. Suchende und Ansässige benötigen zu ihrer Sicherheit eine möglichst genaue und transparente Vermessung des Standortes. Die politisch und fachlich Verantwortlichen eines Standortes sollten bestmögliche Hilfen und Informationen bieten, um Interessenten wie Ansässigen oft existenzbestimmende Standortentscheidungen soweit als nur möglich zu erleichtern. Beide Gruppen sollten ihrerseits die möglichen Instrumente und Arbeitshilfen nutzen, um sich selbst ein genaues Bild von der Gesamtbilanz des Standortes zu machen. Bereits aus frei verfügbaren Daten lässt sich eine vorläufige Standortvermessung vornehmen. Sinn und Zweck der Standort-Vermessung: Interessengruppen für umfassende Vermessungen des Standortes, Zukunftssicherung der Kommune mit Marketing der Standortqualitäten, den Standort zur Existenzsicherung auf den Prüfstand stellen, Standortentscheidungen binden längerfristig wertvolles Kapital, der richtige Standort ist lebenswichtig für Existenzgründungen, Kommunen und Unternehmen brauchen gleichermaßen geeignete Standort-Vermessungsverfahren, die Eignung eines Standortes zeigt sich weder dem nach ihm Suchenden noch dem bereits vor Ort Ansässigen immer schon auf den ersten Blick, Suchende und Ansässige benötigen zu ihrer Sicherheit eine möglichst genaue und transparente Vermessung des Standortes. Die politisch und fachlich Verantwortlichen eines Standortes sollten bestmögliche Hilfen und Informationen bieten, um Interessenten wie Ansässigen oft existenzbestimmende Standortentscheidungen soweit als nur möglich zu erleichtern. Beide Gruppen sollten ihrerseits die möglichen Instrumente und Arbeitshilfen nutzen, um sich selbst ein genaues Bild von der Gesamtbilanz des Standortes zu machen. Bereits aus frei verfügbaren Daten lässt sich eine vorläufige Standortvermessung vornehmen.

Mo

06

Sep

2021

Standortbilanz für Investorengespräche

Eine Standortbilanz bildet zunehmend mehr eine wichtige Grundlage für erfolgreiche Investorenkontakte sowie ein positives Auswahl-Rating. Die Standortbilanz ermöglicht der Wirtschaftsförderung, sich optimal auf das Investorengespräch vorzubereiten: schwarz auf weiß erhält dieser einen umfassenden Überblick über den Status des Standortes. Die Standortbilanz macht nicht nur auf mögliche Schwächen aufmerksam, sondern gibt auch wertvolle Hinweise auf die einzuschlagende Richtung einschließlich hierbei realisierbarer Potentiale. Ergebnis: Das Procedere wird abgekürzt/erleichtert, d.h. für Investorengespräche bleibt somit mehr Zeit für das Wesentliche. 

Mi

01

Sep

2021

Einflussfaktoren eines Standortes mit vielen Wirkungsbeziehungen

Alle Faktoren des Standortes müssen daher so vollständig und umfassend wie möglich/nötig identifiziert, erfasst, bewertet, quantitativ gemessen und bilanziert werden (Anmerkung: bei Analyse von 25 Standortfaktoren, von denen jeder mit jedem zusammenhängt, gäbe es rein rechnerisch betrachtet n !, d.h. 25 Fakultät = 1*2*3.........*25 Kombinationsmöglichkeiten, Analysesituationen). Es dürfte daher schon allein aus diesem einfachen Grund schnell an Grenzen stoßen, derart komplex zusammenhängende Wirkungsbeziehungen allein durch Kopfrechnen bewältigen zu wollen. Als alles entscheidende Frage steht daher im Raum: wie, wem und mit welchen Instrumenten gelingt es, das kreative Potenzial, immaterielle Vermögen/Kapital des Standortes (quantitativ nachprüfbar, mit allen Wirkungsbeziehungen) offen darzulegen? 

Mo

30

Aug

2021

Standort über administrative Grenzen hinweg

Standortanalyse und Wirtschaftsförderung: Um seine Handlungsfähigkeit zu erhalten, muss der Standort über seine administrativen Grenzen hinweg Schwerpunkte setzen, Fördermittel bündeln, d.h. seine „Stärken stärken“. Zudem stellt jedes Unternehmen auch noch andere Anforderungen, abhängig u.a. von seinem Zielsystem, Leistungsprofil, Beschaffungs- und Absatzmärkten oder dem jeweiligen Investitionsmotiv, an einen geeigneten Standort. Um sich als geeigneter Standort zu empfehlen (angebotsorientierte Sichtweise) sollte sich der Standort bereits vorab nicht nur auf typische Verfahren der Standortsuche, sondern so weit als möglich auch auf typischerweise zu erwartende spezifische Anforderungen einstellen. So werden tendenziell an einen Standort u.a. Anforderungen zu folgenden Faktoren gestellt: Arbeitskostenbelastung, nominale Lohnstückkosten, Zukunftschancen, Wachstumschancen, Geburtenrate, Arbeitskräfte, Potenzial qualifizierter Arbeitskräfte, Anlernkräftepotenzial, Pendlerquote/ Einzugsgebiet, Nähe zur Forschung und Entwicklung, Nähe zu Universitäten, Beschäftigte im technisch-wissenschaftlichen Bereich, Schulen, Berufsschulen, verfügbare Industrie- und Büroflächen, verfügbarer Wohnraum, Mietniveau, Steuern, Unternehmenssteuern, Tarife, Abgaben, Verkehr, Autobahn, Flughafen, Fernstraßenanbindung, öffentlicher Nahverkehr, städtische Verkehrsführung, regionale Attraktivität, Kriminalität, Aufwand und Dauer von Bewilligungsverfahren, Förderprogramme, Wirtschaftsförderung, Beratungs- und Informationseinrichtungen. 

Do

26

Aug

2021

Standortcontrolling Analytics

Unter den Standorten gibt es, heute mehr denn je, Gewinner und Verlierer: an einem Standort Bilder von überfüllten Kindergärten, Schulen, Wohnungen und Büros und leeren an einem anderen Standort. In vielen Fällen entscheidet das Humankapital über Erfolg oder Misserfolg eines Standortes, über die Werthaltigkeit von Gebäuden und Grundstücken. Aufgrund einer Disparität von Standortentwicklungen stehen schrumpfende Standorte einerseits auf der anderen Seite wachsenden Regionen gegenüber. Mit der Gleichzeitigkeit ungleicher Entwicklungen als Folge des wirtschaftlich-strukturellen Wandels steigt auch an vielen Orten die Notwendigkeit von Anpassungen durch einen Standortumbau. Die Standortqualität mit ihrer Wettbewerbsstärke hängt stark von den erschlossenen Wachstumspotenzialen ab: wachsende Standorte können mit den ebenfalls wachsenden Ressourcen mögliche Defizite wesentlich besser beseitigen, bei schrumpfenden Standorten dagegen schmelzen finanzielle Mittel und Handlungsspielräume ab. Standorte werden handlungsunfähig, obwohl gerade sie einen hohen Entwicklungsbedarf haben. 

Di

24

Aug

2021

Standortakteure müssen strategische Einflussfaktoren identifizieren

Standortanalyse: Es kommt darauf an, die wesentlichen Treiber der Veränderungen auszumachen und auch (vielleicht nur flüchtige Zusammenhänge) aufzuspüren. Als wesentliche Ursachen und Einflussfaktoren für die Zunahme der Umfeldturbulenz gelten Komplexität und Dynamik. Überraschungen und unvorhergesehene Entwicklung sind an der Tagesordnung: Probleme und Ereignisse, die sich quasi über Nacht in das Bewusstsein drängen und mehr als alle vorherigen plötzlich nach (ungeteilter) Aufmerksamkeit verlangen. Ein Problem besteht für Standortakteure darin, die für sie strategisch wichtigen Umfeldentwicklungen auszufiltern. Denn schon allein aus Kapazitätsgründen können sie sich meist nur mit einer begrenzten Zahl der neu auf sie einstürmenden Tatbestände gleichzeitig auseinandersetzen. In den trivialen Niederungen von Standortthemen sollten die Erwartung an hierbei spektakuläre Erkenntnisse nicht zu hoch angesetzt werden. In einer zahlenorientierten Finanzwelt reichen hierzu rein verbale Darstellungen nicht aus. Eine der Hauptursachen, warum komplizierte, da an vielen Stellen miteinander vernetzte Sachverhalte des Standortes bislang so wenig sicht- und greifbar gemacht wurden, liegt in der komplizierten Bewertung und Messung immaterieller sogenannter weicher Faktoren begründet. 

Do

19

Aug

2021

Wirtschaftsförderung - kommunal und regional

Clusterkonzepte - Baustein der kommunalen und regionalen Wirtschaftsförderung. Potenziale der Wirtschaftsförderung liegen u.a. in kompetenzfeldorientierten (Konzepte, Pläne, Management) Clusterkonzepten. Die Herstellung einer notwendigen Cluster-/ Netzwerkdichte kann durch Aufbau/ Förderung einer entsprechenden Dienstleistungsinfrastruktur, Etablierung eines Cluster-/ Netzwerkdialogs, Entwicklung einer spezifischen Cluster-Marke (Brand) unterstützt werden. Bei Vernetzungsaktivitäten muss ein ausgewogener Weg zwischen Koordination und Konkurrenz der beteiligten Akteure gefunden werden. Cluster werden nicht nur über Technologien (z.B. Verkehrstechnik, Biotechnologie, Medizintechnik, Umwelttechnologie u.a.) definiert. Beispiele hierfür sind Clusterinitiativen auch in den Bereiche wie beispielsweise Bildung, Gesundheitswirtschaft, Ernährungswirtschaft u.a. Auch können zwischen bisher separaten Kompetenz- und Technologiefeldern Schnittmengen identifiziert und für neue Clusterentwicklungen genutzt werden.

Mi

18

Aug

2021

Wirtschaftsförderung mit Konzept der Standortbilanz

Die Wirtschaftsförderung sollte eine gestaltende Rolle wahrnehmen und ist deshalb für die Entwicklung eines Standortes von zentraler Bedeutung. Um mittel- und langfristig für den Standort mehr qualifizierte Unternehmensansiedlungen/ -gründungen anzuziehen, müssen Behörden und Organisationen mit den kommunalpolitisch Verantwortlichen eng zusammenarbeiten. Hierfür trägt die Wirtschaftsförderung innerhalb ihrer Möglichkeiten eine besondere Verantwortung. Grundsätzlich lassen sich die hierbei angesprochenen Strategien dadurch kennzeichnen, dass sie unterschiedliche Perspektiven nicht nur berücksichtigen, sondern sich mit diesen auch  konkret auseinandersetzen. Es soll ein Gleichgewicht zwischen finanziellen und nichtfinanziellen Ziel- und Steuerungsgrößen erreicht werden. Dahinter steht die sinnvolle Einsicht, dass die Erreichung übergeordneter Standortziele letztlich immer nur bei ganzheitlicher Sichtweise möglich ist. Die unterschiedlichen Perspektiven stehen nicht voneinander losgelöst mehr oder weniger lose nebeneinander, sondern sollten eine in sich geschlossene Geschäftslogik abbilden. Die gemeinsame Klammer, mit der aller Einzelbausteine verbunden und auf einen gemeinsamen Nenner transportiert werden können, ist das Konzept der Standortbilanz.

So

15

Aug

2021

Standort im dynamischen Gleichgewicht

Die Standortökonomie weicher Faktoren macht Zusammenhänge zwischen Zielen, Geschäftsprozessen, Standortressourcen und Geschäftserfolg transparenter: die Verwendung der Standortressourcen wird dokumentiert und Zielerreichungen hieraus werden bilanziert. Durch das Hinterfragen komplexer Prozesse wird die Basis für zukünftig weitere Verbesserungsmöglichkeiten gelegt. Die mechanistische Sicht eines Standortes funktioniert aber nur so lange, so lang dieser in einem dynamischen Gleichgewicht (welches auf Zyklen und kontinuierlichen Schwankungen beruht) gehalten wird. Genauso wenig wie aus einer guten Sache nicht automatisch eine bessere wird, wenn man ihr noch mehr Gutes hinzufügt, genauso wenig wird unbegrenztes wirtschaftliches und technologisches Wachstum über alle Zeiten hinweg als rein lineares Geschehen möglich sein.

Sa

14

Aug

2021

Komplexe DNA eines Standortes

Ein Standort ist ein sich ständig veränderndes und entwickelndes System, abhängig von den sich wandelnden ökonomischen und gesellschaftlichen Systemen, in die er eingebettet ist. Will man die zahllosen Wirkungsbeziehungen verstehen, braucht man ein selbst wandlungsfähiges Gedankengebäude, das sich zeitnah neuen Situationen anpassen kann. Unabhängig von solchen Überlegungen sollten Standortanalysen immer auf systematischer Beobachtung beruhen und sollten durch folgerichtige (begrenzte und annähernde) Modelle abgebildet werden können. Für die Erarbeitung von Modellen sind empirische Grundlagen erforderlich, d.h. man braucht (darf) sich auf dem Weg zu einer Erkenntnis nicht auf Messungen und quantitative Analysen beschränken. Im komplexen Gewebe eines Standortes aus wechselseitigen Abhängigkeiten existieren in kontinuierlichen (fluktuierenden) Zyklen zahllose selbstregulierende Mechanismen. Dabei sind lineare Zusammenhänge von Ursache und Wirkungen nicht immer klar und eindeutig zu identifizieren. 

Di

10

Aug

2021

Berufliche Erfolgsfaktoren

Erfolg ist aufgrund der Bestimmungsfaktoren Glück und Zufall kein Grund zur Überheblichkeit. Bereits zwei Drittel aller Beschäftigten haben in Deutschland einen digitalisierten Arbeitsplatz: neue Arbeitsformen und Abläufe brechen mit alten Strukturen. Der Umbruch ist für viele mit Unsicherheiten verbunden, weitet auf der anderen Seite durch Digitalisierung aber auch die Gestaltungsspielräume. Grundsätzlich werden im Arbeitsmarkt mehr und umfassendere digitale Kompetenzen benötigt. Damit die Teilhabe aller gesichert werden kann, gilt es, digitales Analphabetentum zu verhindern. Zwischen Personalfaktoren wirken zahlreiche Austauschbeziehungen mit mehr oder weniger starken Impulsweiterleitungen: diese Wirkungsbeziehungen zwischen den Faktoren sind nicht fest verdrahtet, wie etwa die verlöteten Verbindungen in elektrischen Schaltkreisen: zu sehr befinden sich Personen in ständiger Bewegung und Veränderung. Deshalb sollte jeder Personalfaktor jeweils mit allen anderen Faktoren nach aktivem Wirkungseinfluss, passivem Wirkungseinfluss sowie der Dauer, bis eine Änderung wirksam wird. 

Mi

21

Jul

2021

Standort positionieren

Einmal getroffene Standortentscheidungen lassen sich, auch wenn sie nur „suboptimal“ sind, nur schwer korrigieren. Den unkalkulierbaren Gefahren von „Standort-Blindflügen“ kann am besten durch präzise und vollständige Vermessungen begegnet werden. Es bedarf eines durchgängigen Konzeptes, das beschreibt/ vorgibt, wie sich der Standort anhand der ihn aus-/kennzeichnenden (immateriellen) Faktoren im Wettbewerb/Markt, gegenüber Investoren/ Standortinteressenten sowie gegenüber anderen Standorten (in der Nähe, aber im Rahmen einer sich globalisierenden Wirtschaft auch in der Ferne) positionieren will. Dabei geht es um die Feststellung der für den Standort relevanten Geschäftsprozesse und Erfolgsfaktoren. 

Do

15

Jul

2021

Urbane Gewässerlandschaften

Räume am Wasser sind u.a. die beliebtesten Standorte zum Leben, touristische Anziehungspunkte, Standorte zum Erholen und Arbeiten, Flüsse sind sowohl für Bürger als auch für Planer nachhaltig von großer Bedeutung. Städte und Menschen wollen möglichst nahe ans Wasser: dieses aber ist kein statisches Element, sondern geprägt von wechselnden Wasserständen, wechselnden Fließgeschwindigkeiten. Flüsse prägen und begründen die Strukturen einer Stadt und bilden häufig sogar den Ursprung ihrer Entwicklung (die Furt am Main). Eine Flusslage ist für viele Bürger einer Stadt nicht zuletzt auch identitätsstiftend (Kölle am Rin). Stadtentwicklungen müssen Flussräume als eine grundlegende regionale und urbane Komponente neu überdenken. Es geht um neue Formen multifunktionaler Wasserlandschaften, Flüsse und ihre Uferbereiche haben wichtige Funktionen als urbane Freiräume. Flüsse sind räumlich stark begrenzte, wasserwirtschaftliche Infrastrukturen mit eigendynamischen Prozessen. Urbane Gewässerlandschaften stehen im komplexen Zusammenspiel von Naturprozessen, Nutzungsanforderungen und Stadt- und Freiraumgestaltung. Was manchmal zu fehlen scheint, ist die Fähigkeit, Transparenz in diese komplizierte Standortumwelt zu bringen, d.h. alle Standortfaktoren vollständig zu identifizieren. 

Do

08

Jul

2021

Erwerb von Wissen

Die zunehmende Fülle von Inhalten führt zu einem „Information Overload“ (progressive Anzahl abrufbarer Informationen). Der Wahrheitsgehalt aus dem Internet abgerufener Informationen ist nicht immer exakt bestimmbar: jeder Onliner muss daher in Eigenverantwortung fremde Informationen bewerten. Zunächst war und ist die Schule der wichtigste (erste, einzige) Ort zum Lernen. In der Zukunft kommen die Netzwerke als weitere Orte hinzu. „Lernen ist der Erwerb von geistigen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten und Kenntnissen, vor allem aber lernen wir durch die Reflexion von Erfahrungen“. Lernen ist unabdingbar, um sich in der Welt zurechtfinden zu können. Hierbei ist das Aushalten eine wichtige Komponente, denn neue Informationen (Situationen) schaffen erst einmal Unruhe (oft auch Unbehagen). Dabei tritt reines Faktenwissen mehr und mehr hinter Strategien- und Kompetenzerwerb zurück. Beim Bildungserfolg geht es, wie man mit Blick auf derzeitige Diskussionen glauben könnte, nicht immer nur um Migrationshintergrund und soziale Herkunft als Bestimmungsfaktoren. Die zweite, ebenso bedeutsame Seite der Medaille ist die Schule an sich. Und hier insbesondere der sie tragende Lehrkörper. Wissensbilanzen mit Identifizierung des Intellektuellen Kapitals könnten vielleicht Aufschluss geben. Klassentreffen wirken nach Jahren danach quasi wie ein Langzeitlabor weit über lediglich eine Funktion der Routine und Kontaktpflege hinaus: wurden von der Schule angelegte Potenziale später ausgeschöpft? 

Di

29

Jun

2021

Regionale Agglomerationskräfte

Neue Wirtschaftsräume mit regionalökonomischen Verflechtungen denken: obwohl es zunächst immer nur um den Standort (z.B. Frankfurt) geht, hat man inzwischen ein Manko (z.B. gegenüber Städten wie Paris, Brüssel) zur Kenntnis nehmen müssen: diese sind u.a. auch deshalb erfolgreich, weil sie ihr Umland in das Standortmarketing einbeziehen: wenn sich z.B. ein Unternehmen in Paris niederlassen solle, sei es eine Selbstverständlichkeit (!), dass auch das weitere Einzugsgebiet (bis zu 1 1/2 Stunden vom Stadtkern oder Flughafen entfernt) einbezogen werde. Genauso muss es auch rund um Frankfurt möglich sein. Bei Erfolgsfaktoren dichter Wirtschaftsräume spricht man u.a. von knowledge spillovers (Austausch von Ideen und Wissen) oder urbanization economics (Agglomeration von Firmen aus verschiedenen Industrien). Die Agglomerationskräfte innerhalb einer Metropolregion verstärken sich gegenseitig (self reinforcing effects). Dabei entstehende Kostenvorteile werden an die im Wirtschaftsraum vernetzten Firmen weitergegeben. 

Di

22

Jun

2021

Kreative Milieus sind der Nährboden für eine gute Standortentwicklung

Big Data wird zum wiederholten Erschrecken darüber, was bereits heute technisch möglich ist. Eine kleine Lücke in der menschlichen Ausmessung durch Daten versucht man noch zu schließen: nämlich die der genauen Daten über unser Gefühlsleben. Für manche dieser Datenjäger und -sammler scheint es ein unerträglicher Gedanke zu sein, dass man bei der Erfassung von Emotionen und Gefühlswelten immer noch Unsicherheiten einkalkulieren muss. Es sind meist Unkonventionelle, die Brüche lieben. Nicht, um einem gerade angesagten Trend zu folgen, sondern weil es ihre Vielseitigkeit abbildet. Auf perfekte Weise würde dies einer ziemlich gleichförmig erscheinenden Managerelite entsprechen. Gradlinigkeit oder heiße Eisen anpacken stehen auf der Rangskala der begehrtesten Managerqualifikation nicht an oberster Stelle. Dort zählen wie in der Politik ganz andere Maßstäbe: Geschmeidigkeit, äußerlich wie innerlich. Kreative Milieus können nicht geplant werden: sie entstehen von selbst und sollten dann aber über die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen entsprechend „gepflegt“ werden: es ist keinesfalls mit einer bloßen Duldung getan, sondern erst mit einer aktiven Unterstützung durch Berücksichtigung der speziellen kreativwirtschaftlichen Flächen- und Raumanforderungen können die Vorteile für die Standortentwicklung ausgeschöpft werden. 

Sa

19

Jun

2021

Wenn Güter wandern müssen nicht zwangsläufig auch Menschen wandern

Hochschulen sollen den Studierenden zunächst einmal breites Grundwissen vermitteln und können daher nicht für (einzelne) Arbeitsplätze passgenau die Absolventen liefern. Und es hilft alles nichts: der Wirtschaftsstandort Deutschland ist rohstoffarm und auf wissenschaftlichen Nachwuchs (Fortschritt) angewiesen. Zum Kern des EU-Binnenmarktes gehört die Freizügigkeit des Personenverkehrs (einschließlich unbegrenzter Niederlassungsfreiheit). Die anderen Grundfreiheiten betreffen die Freiheit des Waren- und Dienstleistungshandels sowie den freien Kapitalverkehr. Mit dem Brexit stellt sich (zumindest manchem Volkswirtschaftler) die Frage, ob diese Faktoren für alle Zukunft unlösbar (wie von der Politik behauptet) miteinander verknüpft sind. Denn nach der ökonomischen Freihandelstheorie, bedingt der Handel mit Gütern nicht unbedingt auch die (unbegrenzte) Wanderung von Produktionsfaktoren. Im Gegenteil: der Handel könnte solche Wanderungsbewegungen sogar ersetzen (mehr Handelsliberalisierung statt Migration von Arbeitskräften). Der Anteil der Höherqualifizierten an den Auswanderern hat sich in den letzten Jahren (stark) erhöht. Von den im Ausland lebenden Deutschen im Erwerbsalter haben etwa vierzig Prozent ein hohes Bildungsniveau (Studium). Das wichtigste Standortziel für deutsche Auswanderer sind die Vereinigten Staaten, mit weitem Abstand gefolgt von Großbritannien, Schweiz, Frankreich, Italien und Spanien. Den hochqualifizierten Auswanderern stehen auf der anderen Seite aber auch hochqualifizierte Rückkehrer (allerdings wohl in geringerer Zahl) gegenüber: wenn Wissenschaftler und Ingenieure nach einigen Jahren mit zusätzlicher Qualifikation und Auslandserfahrung zurückkehren, wirkt sich dieses für den Standort Deutschland wiederum positiv aus. 

Fr

16

Apr

2021

Unabhängigkeit ist das größte Kapital eines Standortbeobachters

Ein Beobachterstatus setzt voraus, dass man sich regelmäßig direkt vor Ort aufhält und somit in der Lage ist, sich mittels eigener Beobachtungen direkt vor Ort ein Bild vom Geschehen zu machen. Das wichtigste Kapital, das ein Standortbeobachter in dem hier verstandenen Sinn einbringen kann, ist seine absolute Unabhängigkeit. Er vertritt von niemand Interessen gleich welcher Art. Er führt, in welchem Auftrag auch immer, keine eigenen Standortanalysen durch. Er vergleicht auch keine Standorte und erstellt keine Rankings. Interessenunabhängig heißt deswegen aber nicht meinungslos. Immer geht es jedoch nur darum, die eigene Erfahrungen und Qualifikation zu nutzen, um Standortbegebenheiten in eine nachvollziehbare Relation zueinander einzuordnen und für sie eine Position im Gesamtzusammenhang zu finden.

Fr

05

Mär

2021

Standortbilanz Lesebogen 28: Denkstudio J. Becker, Friedrichsdorf

In den Städten klettern während der Mittagszeit im Sommer die Temperaturen öfter weit über die 30-, teil bis über die 40-Grad-Marke und geben eine Ahnung von dem, was auf die Bewohner in den Städten durch den Klimawandel zukommt. Forscher sagen: in Zukunft werden es wohl bis zu 30 solcher extrem heißen Tage sein. Schon lange setzen sich Lokalpolitiker, Planer und Wissenschaftler damit auseinander während des Sommers weit stärker aufheizen als das Umland und die Städte zu Hitzeinseln werden. Das Problem wird umso dringender, da Städte gerade eine Wachstumsphase durchleben: das Häusermeer breitet sich aus, Straßen werden gebaut, Flächen werden versiegelt. Die Speichermasse für Hitze nimmt zu, während vielerorts weiter Grün verschwindet. Während vor den Toren der Stadt auch an einem heißen Sommertag gegen Mitternacht die Temperatur auf 17-18 Grad sinkt, bleibt sie in den dicht bebauten Innenstädte um die zehn (wenn nicht mehr) Grad höher. So bekannt wie die Probleme sind auch die Lösungen, um dem Aufheizen der Metropolen entgegenzuwirken: mehr Grün, mehr Wasserflächen, keine Frischluftschneisen verbauen. Um die kühle Luft aus dem Umland wenigstens bis in die Außenbezirke der Stadt zu leiten. Nachverdichtung um jeden Preis geht nicht. Obwohl die Städte angesichts des Zustroms immer stärker unter Druck stehen: auf nächtlichen Frischluftschneisen wie alten Gleisfeldern wachsen stattdessen Wohnklötze, in den Hinterhöfen der Altbauviertel entstehen Mehrfamilienhäuser. Die Frage stellt sich: wie viel Dichte verträgt das Klima?

 

 

Di

02

Mär

2021

Wirkungsnetze - Standortbilanz Lesebogen 27, J. Becker Denkstudio

Ein in der Sache weiterführender, innovativer methodischer Ansatz zur umfassenden Standortbilanzierung kann darin bestehen, alle in Frage kommenden Standortfaktoren zu identifizieren, in eine Ordnung (z.B. nach Standort-Humankapitalfaktoren, Standort-Strukturkapitalfaktoren, Standort- Beziehungskapitalfaktoren) und Relation unter- und zueinander zu bringen und dann einem einheitlichen Bewertungsprozess nach Quantität, Qualität, Systematik/Nachhaltigkeit sowie einem Messprozess mit jeweils auf sie zugeschnittenen Indikatoren und Kennzahlen zuzuführen. Nur wer über seine Standortfaktoren, -prozesse sowie für den Erfolg verantwortlichen Stell-Hebel umfassend und genauestes Bescheid weiß, sie nachvollziehbar bewerten, messen und in ihrer Relation einordnen kann, weiß wo er am besten eingreifen und verbessern kann und dabei Prioritäten besser steuern sowie Chancen und Risiken in ein günstiges, nachhaltig abgesichertes Verhältnis zueinander bringen kann. Viele Kommunen, Regionen und Standorte, die ihr Profil weiter schärfen und kommunizieren möchten und hierbei gerne den Weg über eine individuelle Standortbilanz der immateriellen Vermögenswerte (mit Ausstrahlkraft nach innen und außen) gehen würden, haben zu wenig Informationen und genaue Hinweise darüber, wie diese im Detail zu gestalten wäre und welche konkrete Nutzenrelation dem zu erwartenden Aufwand gegenüberstehen könnte. 

Fr

19

Feb

2021

Startup und Kundenwert, J. Becker, Books on Demand

Erfolgreiche Gründer haben dazu beigetragen, dass manche Jugendliche heute nicht mehr zwingend Feuerwehrmann, Pilot, Arzt oder „irgendwas im Staatsdienst“ werden wollen. Als Traumberuf hat der „Entrepreneur“ an Glanz gewonnen. Stand früher der Beruf des Unternehmensberaters ganz oben auf der Wunschliste des hochqualifizierten Nachwuchses, zieht es heute immer mehr dieser „High-Potential“ in die (schillernde) Startup-Welt. Beispielsweise: von den Absolventen der Privaten Business-Hochschule in Koblenz gründet heute bereits jeder dritte seine eigene Firma (vor fünfzehn Jahren niemand). Antriebe für den Sprung in die Selbständigkeit, sind u.a.: zum Aufbau eines größeren Unternehmens, zur dauerhaften Lebenssicherung, zur kurzfristigen Projektumsetzung, zum vorübergehenden Hinzuverdienst. Jeder Neugründer schuf im Durchschnitt 0,4 vollzeitäquivalente Arbeitsplätze. Zwei von drei Existenzgründern starten allein (ohne Partner oder Mitarbeiter). Vor allem Neugründer gehören überdurchschnittlich oft zu diesen Einzelgängern. Trotzdem gehen von diesen Gründern wichtige Beschäftigungseffekte für den Arbeitsmarkt aus. Etwas auf die Beine stellen, Chef im eigenen Haus zu sein, das ist attraktiver denn je. Viele ziehen aus ihrem bisherigen Berufsleben die Lehre, es selbst zu probieren: auf eigene Rechnung. Sie gründen ein Start-up, verkaufen es, gründen ein neues und noch eins. Sind sie erfolgreich, tauchen sie bald selbst als Investoren auf und stecken ihrerseits nun Geld in neue Startups. Nach diesem Kreislauf dreht sich ein Standort (wie derzeit Berlin) in immer schnelleren Innovationszyklen.

Di

16

Feb

2021

Sichtweisen einer Standortanalyse, J. Becker, Friedrichsdorf, Denkstudio

Viele Jahre wurde ein düsteres Bild von stadtgleichen Konsumwelten gezeichnet, in denen Menschen nur noch durch Themenparks von Malls und Gated Communities geistern, aber es kommt wohl anders: das Einkaufszentrum im Urbano-Dekor wurde als Inbegriff des Spätkapitalismus selbst zu dessen Opfer. Der Online-Handel kommt mit seinen Paketen bis vor die Haustür und lässt Shoppingkathedralen innerhalb weniger Jahre wie Geisterstädte aussehen. „Die Betreiber wollen die toten nachgebauten Konsumstädte schnell loswerden, der Unterhalt produziert enorme Kosten: Toiletten müssen gespült, Klimaanlagen in Betrieb gehalten werden, Dächer brechen zusammen, die Natur wuchert in die Passagen hinein. Vielleicht sind solche Dead Malls auch nur die Vorläufer einen architektonischen Artensterbens. Der Grund: Digitalisierung und Robotisierung verändern nicht nur Kaufverhalten und Wohnrituale, sondern dazu ebenso die gesamte Stadtplanung. „Städte waren immer um die Idee von Arbeit herum gebaut. Die moderne Metropole mit ihrem Massenwohnungsbau entstand mit der Industrialisierung, als Zigtausende aus den Dörfern in die großen neuen Fabriken (Bürotürme im Zentrum der Nachkriegsstadt) strömten. Die langfristig ausgerichtete Stadtplanung muss sich dafür interessieren, welche Form von Arbeit es in der nächsten Zukunft überhaupt noch geben wird, für welche Formen von Beschäftigung welche Räumlichkeiten verlangt werden. Was wird der öffentliche Raum sein, wenn es in ihm nicht mehr primär um den Transport von Menschen zur Arbeit geht?“ Was würde dies für eine Einteilung der Stadt in die öffentlichen Welten von Büro und Straße und die private Welt des Zuhauses? Fachleute sehen für leere Büroviertel und Malls aber durchaus Zukunftsperspektiven: sie bilden mit Gassen, Brunnen, Passagen und Plätzen ja schon die Städte nach, die sie zerstören. Auch mit einer Mall, von der ein Rohling einer echten, überdachten Stadt mit Strom und Wasser bleibt. ließe sich danach noch Geld verdienen.

Do

04

Feb

2021

Wasser Kreislauf Standortbilanz Lesebogen Nr. 20, Jörg Becker Friedrichsdorf

Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel, d.h. ohne Wasser gibt es kein Leben, denn alle Lebensvorgänge sind abhängig vom Wasserkreislauf. Jedoch galt in der Menschheitsgeschichte Wasser immer als eine unerschöpfliche, frei verfügbare Ressource. Richtig ist aber vielmehr, dass aufgrund der Bevölkerungsentwicklung und steigenden Verschmutzung erwartet werden muss, dass die Anzahl der Länder mit Wasserversorgungsproblemen weiter steigen wird. Diese Wasserprobleme müssen auch regional gelöst werden, da Wasser nur mit unverhältnismäßig hohen Kosten über große Entfernungen transportiert werden kann. Mit steigendem Lebensstandard wird gleichzeitig der Anspruch an die Qualität und Verfügbarkeit des Wassers weiter zunehmen. Praktisch alle menschlichen Aktivitäten beeinträchtigen mittelbar oder unmittelbar die natürliche Beschaffenheit des Wassers und damit die direkt verfügbare Wassermenge. Zu direkten Belastungen der Gewässer mit Schadstoffen kommt noch die indirekte Verschmutzung über aus der Luft abgegebene Schadstoffe, die über den Niederschlag in das Wasser gelangen. Die weit verbreitete Anwendung von Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln trägt immer mehr dazu bei, dass die Qualität des von Bewässerungsflächen abfließenden oder in den Untergrund versickernden Wassers zunehmend erheblich beeinträchtigt wird. Die optimale Nutzung des natürlichen Wasserdargebots wird u.a. erschwert durch mangelnde Kenntnis der einzelnen Elemente des Wasserkreislaufs wie Niederschlag, Verdunstung, Oberflächenabfluss, Bodenwasser oder Speicherung im Grundwasser. Ebenfalls hinderlich ist die unzureichende Nutzung von Technologien, um Wasser am Ort der Nutzung verfügbar zu machen. Wasser muss daher wie alle anderen knappen Wirtschaftsgüter monetär bewertet und gehandelt werden. Obwohl auf den ersten Blick Süßwasser weltweit in ausreichender Menge vorhanden zu sein scheint, gibt es in einzelnen Regionen wegen der räumlichen und zeitlichen Variation der Niederschläge erhebliche Unterschiede. 

Mo

07

Dez

2020

Denkstudio J. Becker, Friedrichsdorf: Wie lernt man Kompetenz? Umgang mit undurchsichtigen Zusammenhängen

Es ist wie bei vielen Sportarten: wenn man stürzt, darf man sich nicht lange mit seinen Schmerzen aufhalten, sondern muss den Dreck abklopfen und weiter probieren. Noch schwieriger ist die Bewältigung innerer Zweifel: wie hält man es aus, wenn kaum jemand an einen glaubt und wie schafft man es, trotz mancher Rückschläge an seiner Entscheidung festzuhalten? Experten sind sich einig: wer viel Widerstand aushalten muss, braucht Willensstärke und vielleicht auch eine gewisse Portion an Selbstüberschätzung. Statt eines 1000-Gründe-dagegen-Findens sollte man sich besser die wichtigsten 5 Gründe vor Augen führen, warum es funktionieren sollte. Da gibt es auf der einen Seite die Push-Gründer, die vorher in einer abhängigen Beschäftigung gut verdient haben und erst dann, beispielsweise aufgrund von Arbeitslosigkeit, verringerten Chancen u.a., einen Anstoß erhalten haben, sich in einer Art Notgründung selbständig zu machen. Anders die Pull-Gründer, die diesen Weg proaktiv gehen wollen, weil sie Neuland betreten und mit ihrer Idee einen Markt erobern wollen. Aus Sicht einer dynamischen Standortentwicklung sind vor allem Wissensgründungen gefragt, „die von kreativen Köpfen durchdacht werden, unkonventionell sind und damit das Zeug haben, einen Markt neu aufzurollen. Es geht um Sinnstiftung, um Authentizität. Gewinne müssen sein, aber die Maximierung des Gewinns als oberstes Ziel ist problematisch, weil es alles andere zweitrangig macht.“ Gründer sind mutig, tun sich mit abhängiger Arbeit schwere, weil sie nicht nine to five in vorgegebenen Strukturen und Abläufen arbeiten, sondern etwas bewegen wollen. Jeder kann Entrepreneur werden, wenn er auf seine eigenen Stärken vertraut.

 

 

So

08

Nov

2020

Ein Standortbeobachter und seine Tool-Box - Entscheidungsunterstützer der Wirtschaftsförderung (Kindle Shop)

Entscheidungsprozesse ruhen auf einem komplizierten und manchmal schwer durchschaubaren Gerüst von Standortfaktoren. Neben messbaren Standortfaktoren gibt es viele andere, sogenannte „weiche“ Faktoren, die für den Erfolg einer Entscheidung ausschlaggebend sein können. Ein Standortfaktor ist nicht schon allein deshalb wichtig, nur weil er gemessen werden kann. Umgekehrt ist ein Standortfaktor nicht schon deshalb weniger bedeutsam, weil über ihn keine exakten Bestimmungen vorliegen. In einem zunehmend dynamischer und wettbewerbsintensiver agierenden Umfeld nimmt die relative Bedeutung der „weichen“ Faktoren gegenüber den üblicherweise gemessenen harten Faktoren weiter zu. Es geht um: Bedarfsanalyse Standortbewertung, am Anfang von allem – unabhängige Standortbeobachtung, Prinzip GAP, Prinzip Szenario, Leitbild Check, Management und Messung Standortindikatoren, Wertebereich und Interpretationsrahmen, Grenzlinien zwischen „hart“ und „weich“, Reduktion auf das Wesentliche, auf einen Blick – Ampelwerte, Dreifach-Bewertung hält besser. Prinzip Bedarfsanalyse Standortbewertung: es gibt keine guten und keine schlechten Standorte. Es gibt immer nur geeignete oder ungeeignete Standorte. Jeder Standort hat sein ganz individuelles Profil und erfordert ein darauf genau zugeschnittenes Konzept für seine Entwicklung und Vermarktung. In diesem Zusammenhang stellen sich immer wieder Fragen wie beispielsweise: Wie dringend oder geeignet wäre eine systematische Standortanalyse und -bewertung? Haben die politisch und fachlich Verantwortlichen des Standortes alle erfolgsrelevanten Qualitäts-/ Erfolgsfaktoren und Prozesse des Standortes vollständig/lückenlos und transparent nachvollziehbar (z. B. mit einer auch für Finanzleute vertrauten Darstellungsweise) identifiziert und dokumentiert? Gibt es intern aus der Eigensicht des Standortes heraus eine fundierte Meinung darüber, welches/e Gewicht/Priorität jedem Standortfaktor im Einzelfall beizumessen ist (Standort-Eigenbildanalyse)? Haben die politisch und fachlich Verantwortlichen des Standortes fundierte Kenntnis davon, welche Gewichtung extern aus der Sicht Dritter (z.B. ortsansässige Firmen, ansiedlungsinteressierte Investoren u.a.) bestimmten Standortfaktoren zugeordnet wird (Standort-Fremdbildanalyse)? 

Mi

04

Nov

2020

Standortbeobachter Friedrichsdorf: Werkzeuge und Konzepte (Kindle Shop)

Das wichtigste Kapital, das ein Standortbeobachter einbringen kann, ist seine absolute Unabhängigkeit. Er vergleicht auch keine Standorte und erstellt keine Rankings. Er gibt keine Bewertungen oder Handlungsempfehlungen ab. Interessenunabhängig heißt nicht meinungslos. Zunächst werden die zu einem Standort gemachten Beobachtungen in einem Informations- und Daten-Pool gesammelt. Ist hierbei eine bestimmte Grundmenge erreicht, sollte das Ganze mit einer durchgängig bruchfreien Systematik unterfüttert und geordnet werden. Was ein Standortbeobachter jetzt zusätzlich einbringen kann, sind eigene Qualifikationen und Berufserfahrungen. Beispielsweise indem das notwendige Denken in Szenarien durch entsprechende Instrumente unterstützt werden kann. Wie Benchmarking, SWOT-Analyse, Risiko- und Wahrscheinlichkeitsrechnung oder ähnliches. Ein Standortbeobachter sollte ein Generalist sein, der vor allem das Denken in Zusammenhängen gewohnt ist. Da ein Standortbeobachter als Unabhängiger idealerweise keine eigenen Interessen verfolgt, gibt es auch keine Beschränkung der von ihm beobachteten Themen. Damit kristallisieren sich mit der Zeit aber gewisse Beobachtungsschwerpunkte und -themen heraus.

Do

22

Okt

2020

Entscheidungsunterstützung Kundenkennzahlen (Denkstudio J. Becker)

Immer häufiger werden wir uns der Unfähigkeit bewusst, die Konsequenzen der Informationen, die wir schon besitzen, zu erkennen. Wir verlassen das Zeitalter der Statistiken und aggregierten Daten und treten ein in das Zeitalter der Echtzeit und disaggregierten Daten. Das Zauberwort für den Siegeszug von Computersimulationen heißt „Prädiktion“, die umso besser wird, je mehr Daten vorliegen. Das lebendige Individuum mutiert mehr und mehr zu einer Kommunikationsmaschine, deren Denken elektronische Medien schon grundlegend verändert haben. Komplexe, dynamische Systeme wollen immer noch mehr an Datenreihen verarbeiten und machen deren Erhebung zu einer unausgesprochenen Frage des Wissens. Der Wille zu solchem Wissen darf kein Gebiet des täglichen Lebens aussparen und keinen Haltepunkt des Interesses kennen. Das Wissen, nicht genau zu wissen, was wir wissen, das „Denken des Undenkbaren“ zwischen Realität und Fiktion, wird von digitalen Wissenskulturen gewissermaßen selbst produziert. Im Umbau des kulturellen und  sozio-technischen Gefüges der Digitalisierung aller Lebensbereiche werden sogenannte Sachzwänge zu einem Sachverhalt, von dem keiner mehr so recht sagen kann, was eigentlich Sache ist. Ein Wissensbilanz-Management-System erlaubt es Unternehmen, strategische Ziele zu erkennen und umzusetzen. Ein solches Planungssystem ermöglicht außerdem die langfristige Erfolgskontrolle der angewandten Strategie. 

Mi

07

Okt

2020

Becker Lesebogen: Cluster Wirtschaftsförderung (Kindle Shop)

Obwohl Standorte auf der Ebene von kreisfreien Städten und Gemeinden die vielfältigsten Ansiedlungsmöglichkeiten und Standortbedingungen aufweisen und die Ausprägungen einzelner Standortfaktoren dabei um mehrere Hundertprozentpunkte differieren können, prüfen standortsuchende Unternehmen gemäß einer Untersuchung der Forschungsstelle für empirische Sozialökonomik (Köln) durchschnittlich lediglich 2, im Höchstfall nur bis zu 6 Standortalternativen. Der Grund hierfür liegt darin, dass sich eine flächendeckende Prüfung aller Standortalternativen auf Gemeindeebene bereits bei einer kleinen Zahl von Standortfaktoren schwierig gestalten kann, d.h. eine nachfragebezogene Untersuchung der nahezu 14.000 Städte und Gemeinden in Deutschland ist mit herkömmlichen Methoden nicht möglich. Umso mehr kommt es darauf an, dass mit einer angebotsbezogenen Standortbilanz eine Möglichkeit geschaffen wird, die genutzt werden kann, um möglichst frühzeitig und sicher in die Festlegung des Standortsuchraumes und der jeweils von Investment Professionals untersuchten Standortalternativen zu gelangen. Von der Angebotsseite her muss Klarheit darüber geschaffen werden, aus welchen Positionen sich das immaterielle Kapital eines Standortes überhaupt zusammensetzt.

 

 

Mi

30

Sep

2020

Standortbilanz Lesebogen: Entscheidungsunterstützung Wirtschaftsförderung

Die Wirtschaftsförderung befasst sich, möglichst in gestaltender Weise, mit Standortfaktoren. Wirtschaftsförderung zählt aber selbst zu einem der erfolgsrelevanten Standortfaktoren. Wirtschaftsförderung ist somit eng mit dem Blutkreislauf des Standortes verbunden. Man hat es mit einem Geflecht aus dynamischen, sich gegenseitig beeinflussenden Wirkungsbeziehungen zu tun. Jedoch wäre diese komplexe Struktur kein Entlastungsgrund für plan- und zielloses Handeln. Der Standort wäre also gut beraten, sich ein umfassendes Rahmengerüst zu schaffen, innerhalb dessen zukünftige Entwicklungen auf einer einheitlichen Kommunikationsplattform mit einer durchgängig bruchfreien Systematik diskutiert, abstimmfähig gemacht und dann auch entschieden werden könnten. Eine Möglichkeit hierzu bietet die ebenso umfassende wie transparente Vorgehensweise mit Hilfe einer Standortbilanz. Existenzgründungen sind praktisch die Keimzelle und das Saatgut für das lebendige Fortbestehen des Standortes. Sie ergänzen und erneuern reife Marktsegmente, sie erschließen Ideenpotentiale und eröffnen neue Chancen nicht nur für sich selbst, sondern nicht zuletzt auch für den Standort als Ganzes. Wenn also Wirtschaftsförderung in seinem eigentlichen Sinn seiner beiden Worthälften verstanden werden soll, so könnte dieses bestens als flexibel agierendes Tandem mit den Existenzgründungen gelingen.

Fr

25

Sep

2020

Entscheidungsunterstützung Standortökonomie (J. Becker, Friedrichsdorf)

Standortvermögen vermessen geht nicht – gibt´s nicht: bei der Bewertung muss man tief, teilweise bis unter die Oberfläche in das Standortgeschehen hinein tauchen. Dabei gibt es keinen Fixpunkt, an dem man alles festzurren könnte. An und von vielen Stellen wird die Meinung vertreten, dass man das Vermögen eines Standortes nicht bewerten können, da es für viele seiner Bestandteile überhaupt keinen Marktpreis gäbe, den man hierfür zugrunde legen könne. Dass diese Auffassung so pauschal kaum zu halten ist haben Ökonomen belegt, die beispielsweise vor der australischen Küste den finanziellen Wert des größten Organismus der Erde, nämlich das Great Barrier Reef mit 37,85 Milliarden (mehr als der Börsenwert mancher großen Aktiengesellschaft oder etwa das Zwölffache der Oper in Sydney) Dollar berechnet haben. Obwohl der biologische Wert des Riffs schon bereits an sich über jeden Zweifel erhaben ist (dort leben mehr als 1.500 Fischarten oder weit über 60.000 Arbeitsplätze hängen daran, der Tourismus dort erwirtschaftet  Jahr für Jahr über fünf Milliarden australische Dollar) und dass dieses Riff eigentlich unbezahlbar ist. Der Versuch der finanziellen Bewertung einer „Intangible“ wurde deshalb gemacht, um herauszufinden, wie viel die Australier bereit sein würden, für den Erhalt des Riffs zu zahlen (das Ergebnis: im Durchschnitt 1,3 Dollar je Einwohner pro Woche). Allein den Wert der Marke „Barrier Riff“ schätzten Ökonomen auf 24 Milliarden australische Dollar. Bei der Bewertung der Standortfaktoren muss man tief, teilweise bis unter die Oberfläche in das Standortgeschehen hinein tauchen. Dabei gibt es keinen Fixpunkt, an dem man alles festzurren könnte. Vielmehr können sich Bewertungsergebnisse sowohl mit dem Standort und Blickwinkel des Betrachters als auch mit dem Betrachter selbst verändern. Je nachdem, wer auf einen Standortfaktor schaut und von wo aus jemand auf einen Standortfaktor schaut, kann dieser in einem anderen Licht erscheinen.

Fr

04

Sep

2020

Denkstudio Becker für Wissensmanagement: Entscheidungsunterstützung Standortbewertung

Erfolgreiche Cluster legen Gewicht auf Stärkung der Vertrauensbildung zwischen beteiligten Akteuren und setzen auf eine gesunde Mischung aus ehrgeizigen (Langfrist-)Zielen und schnellen Teilerfolgen. Das Clustermanagement benötigt zusätzlich zu harten auch weiche Informationen. Die räumliche Nähe in einem Cluster (Traube, Bündel, Schwarm, Haufen) aus Unternehmen einer bestimmten Branche, Dienstleistern (z.B. Ingenieurbüros), Forschungseinrichtungen und unterstützenden Institutionen (z.B. Verbände, Kammern) erleichtert einen unternehmensübergreifenden Wissensaustausch, regionale Innovationsprozesse und ein gemeinsames „Milieu“ geteilter Werte, Regeln (Vertrauen). Die Wirtschaftsförderung muss den Spagat zwischen Unternehmensnutzen und Standortnutzen schaffen. „Dazu zählen Fragen der Standortbewertung und -revitalisierung, Boden- und Flächeninformationen, Instrumente des Flächenmanagements, Szenarien und Modelle der Flächeninanspruchnahme, Ansätze der ökonomischen Steuerung und der Folgekostenabschätzung, Aspekte der Steuerung und des Managements auf Seiten der Flächenakteure sowie verschiedene Facetten der Kommunikation rund um die Flächeninanspruchnahme.“ Cluster- und Netzwerkinitiativen können mit Wissensbilanzen für eine Kommunikationsplattform geeignete Instrumente einsetzen, die auch einen Blick auf erfolgskritische immaterielle Aspekte erlauben.

Mi

05

Aug

2020

Im Analyseraum möglicher Standortalternativen (Kindle Shop, Becker)

Wie in der Wirtschaft gängig muss auch ein Standort Strategien für seine Zukunft entwickeln. Wenn es gut läuft, lassen sich diese auch im Detail konkretisieren und stehen in einer schlüssig nachvollziehbaren Direktverbindung mit dem Leitbild des Standortes. Da ein Standort eine Vielzahl von Themenbereichen abzuarbeiten hat, wird er hierfür auch kaum mit einer einzigen, allumfassenden Strategie auskommen, sondern dementsprechend angepasste verschiedene Strategien benötigen. Dies vor dem Hintergrund folgender, stark vereinfachenden Gedankenkette: wir befinden uns im Übergang zu einer wissensbasierten Ökonomie, alle Produkte und Lebensbereiche sind immer stärker von Wissen durchdrungen, Wissen ist der Rohstoff der Zukunft, der Dienstleistungssektor wird auch für die Zukunft eine hohe und stabile Entwicklungsdynamik aufweisen. Schlussfolgerung: wissensintensive Dienstleistungen sind für die Zukunft eines Standortes eine erfolgversprechende strategische Option.

Do

23

Jul

2020

Entscheidungsunterstützung Kundenkennzahlen: Becker Lesebogen (Kindle Shop)

Mit Kundenkennzahlen halten viele lieber hinterm Berg. Der Grund ist vor allem die Sorge, vielleicht nicht nur potentielle Kreditgeber, sondern auch Konkurrenten mit wertvollen Informationen zu versorgen. Kreditgeber und Investoren würden zwar bei größerer Bewertungssicherheit einen niedrigeren Risikoaufschlag verlangen. Trotzdem dürfen solche sensiblen Daten nicht in die falschen Hänge gelangen. Bei Kundenkennzahlen geht es um Daten, die man bestimmten Wirkungsphasen einer Kundenbeziehung zuordnen kann. Zunächst muss ein Startup in Kunden investieren, was mit Marketingausgaben (werden üblicherweise berichtet) verbunden ist. Eine erste Folge aus diesen Investitionen ist, dass sich die Einstellung der Kunden, gemessen an der Kundenzufriedenheit, verändert. Nicht immer verfügt der Startup über detaillierte Daten und Analysen die Zufriedenheit seiner Kunden betreffend.

Mi

15

Jul

2020

Ein Beobachter - Kurzgeschichte: Jörg Becker, Friedrichsdorf

Relationen zwischen einzelnen Standortfaktoren können oft mehr aussagen als ihre absoluten Werte, es kommt auf das Denken in dynamisch vernetzten Zusammenhängen an. Zahlen ja, im Vordergrund stehen aber „weiche“ Faktoren: Die Beobachtung von Standorten wird nicht ohne Zahlen auskommen. Also ohne alles das, was man messen und quantifizieren kann. Umso mehr man sich auf die Stufe der Standortanalyse und des Standortvergleichs hin bewegt, desto mehr sollten auch nachvollziehbare Fakten, d.h. transparent und aktuell aufbereitetes Zahlenmaterial darin einfließen. 

Do

09

Jul

2020

Denkstudio Becker für strategisches Wissensmanagement: Standortanalyse oder wie man die Qualität und Performance des Standortkapitals bewerten kann

Ein an der sichtbaren Oberfläche ruhiges System lässt keineswegs immer den Schluss zu, dass sich im Innern ebenfalls nicht verändert. Aussichtsreich ist es, möglichst breitgefächert an die Analyse heranzugehen und ein nach den jeweiligen Schwerpunktkriterien ausgewähltes Bündel von Einflussfaktoren gleichzeitig zu manipulieren, um dabei Antworten auf dieses mehrdimensionale Eingriffsmuster zu beziehen. Monokausale Beziehungen sind in dynamischen Wirkungsnetzen ohnehin eher die Ausnahme. Auch können auf diesem Weg wesentliche Verbindungen zwischen ganzen Variablengruppen herausgearbeitet werden, über die eine Steuerung des Gesamtsystems möglich ist. 

Fr

03

Jul

2020

Kindle Shop, J. Becker, Friedrichsdorf: Sichtweisen - Standortbilanz Lesebogen 22

Die verantwortlichen Standortakteure haben erkannt, dass es problematisch ist, die Zukunft ausschließlich als Fortschreibung der Vergangenheit zu sehen. Vielmehr besteht in Anbetracht der auf einen Standort einwirkenden internen und externen Einflussfaktoren die Notwendigkeit, schon heute die Voraussetzungen für zukünftige Standorterfolge zu erkennen und zu schaffen. Ein mit entsprechenden Instrumenten ausgestattetes Standortcontrolling wird somit gewissermaßen als Radarsystem mit Blick in die Zukunft eingesetzt: man richtet den Blick auf zukünftige Möglichkeiten und wählt hieraus bestimmte Szenarien zwecks gewollter Umwandlung in bestimmte Ziele aus. Unsicherheiten und Risiken sind gewissermaßen Bestandteil des Planungsprozesses.

Do

02

Jul

2020

Wasser Kreislauf Standortbilanz Lesebogen 20: Jörg Becker, Denkstudio für strategisches Wissensmanagement

In Industrieländern ohne Dürrekatastrophen ist auch heute noch die Meinung weit verbreitet, wir hätten fließendes Wasser doch im Überfluss. Mit diesem Denkfehler wird Wasser weltweit trotz sinkender Vorräte immer noch vergeudet, d.h. wir lassen hochwertiges Trinkwasser in die Badewanne laufen, spülen damit die Toilette oder waschen damit das Auto. Eine der fatalen Folgen ist, dass der Grundwasserspiegel in der industrialisierten Welt seit Jahren weiter absinkt, dass Grundwasser in Zukunft immer aufwendiger gefiltert und gechlort werden muss, weil es mit chemischen Stoffen belastet ist.

Do

02

Jul

2020

Rhein - Main Standortbilanz Lesebogen 18: Jörg Becker, Friedrichsdorf (Kindle Shop)

Beim Standortmarketing bewegt sich die Kommune in einem nahezu unüberschaubar weiten Wettbewerbsumfeld bis hin zum harten Ausscheidungskampf hinsichtlich erhoffter und herbeigesehnter Ansiedlungen. Kommunen mit Defiziten (nur "Dabei sein" alleine reicht nicht mehr) werden nicht nur Chancen verschenken, sondern riskieren auch ins Hintertreffen zu geraten.

Fr

26

Jun

2020

XinXii Publishing, Becker: Entscheidungsunterstützung Standortbewertung, Standortbilanz Lesebogen 09

 

Im internetgesteuerten Denken wird nicht prämiert, was man weiß, sondern was man herausfinden kann. Das Netz erfordert einen neue Form von Lesefähigkeit: die Fähigkeit, aus dem Übermaß der Informationen schnell und gezielt das Hilfreiche von dem Sinnlosen zu unterscheiden. „Morsches Holz abschlagen zu können ist vielleicht die wichtigste Fähigkeit des Onlinegehirns“.

 

Mo

22

Jun

2020

Wirtschaftsförderung IKT-Cluster - Entscheidungsunterstützung 18: Kindle Shop, Jörg Becker, Friedrichsdorf

Innovation ist eine unabdingbare Kraft: will man eher Jäger oder ehr Beute sein? Aus der Vergangenheit lassen sich viele Beispiele dafür anführen, wie man zur Beute wird, wenn man Technologietrends nicht ernst nimmt oder verschläft (Kodak, Nokia u.a.). Wer stehen bleibt, wird vom Jäger zur Beute.

Mo

15

Jun

2020

Mister Knie auf Reha-Suche (Kindle Shop), Storytelling Qualitätszertifikat versus Realität

Nach seinen Erfahrungen mit einer Reha nach einer Knie-TEP ist sich Mister Knie sicher:  Grundsätzlich muss eine Reha-Klinik nach folgenden Punkten bewertet werden: Qualifiziertes Patientenmanagement mit partizipativem Therapieplan, Überwachung der Einhaltung bzw. Abweichung vom Therapieplan, leitlinienorientierte Diagnostik und Behandlung, Assessment zum Behandlungserfolg, evidenzbasiertes Behandlungskonzept

Do

11

Jun

2020

Im Kindle Shop von J. Becker, Friedrichsdorf: Der Wandel ist das einzig Beständige in der Bildungs-, Arbeits- und Standortwelt

Über die Welt wurde ein fein gewobenes Netz geworfen, aus dem fast alles herausgefischt werden kann, was auf der Welt passiert. Kaum einer fragt sich, wie oft oder wie dicht er an und in diesen Netzen hängt, die nun die Welt und alles Drumherum bedeuten.

Mo

08

Jun

2020

Gemaltes Leben - Bilder und Gedanken eines ehemaligen Fliegers: herausgegeben von Jörg Becker XinXii Publishing

 

So  dunkelblau  ist  dieser  Himmel  nicht, als  dass  er  dir  nicht  leise  in  die  Seele  schnitt, denn  in  dem  klaren  Sonnenlichtschwingt  schon  die  Ahnung  eines   fernen  Frostes  mit. Von  oben, wo  die  farbenlose  Helle sich  viele  tausend  Male  in  sich  selbst  verliert, stürzt  jeder  Tag  wie  eine  weiße  Welle, die  jedesmal ein  Stück  vom  Sommer  dir  entführt.

 

Do

04

Jun

2020

Personalauswahl in einer Lebenswelt mit mächtigen Algorithmen - Entscheidungsunterstützer Kompetenzanalyse: Jörg Becker (Kindle Edition)

 

Ein IQ Intelligenzquotient gilt als Voraussage-Indikator für Erfolg in der Schule, Beruf und Leben und hat hierbei seine Eignung auch schon oft unter Beweis gestellt. Die Frage stellt sich, ob der IQ trotz aller Vorlieben und Präferenzen für ihn der einzige und zuverlässigste Indikator ist: Studien kommen zu dem Ergebnis, dass Intelligenz auch nicht alles sei.

 

Di

26

Mai

2020

J. Becker-Friedrichsdorf: Wirtschaftliche Lebenswelten im Transformationsmodus (Kindle Edition)

 

Zufall und Wahrscheinlichkeit: die nicht vorhandene, unsichtbare Wahrnehmung wird gefühlt durch die Maschine Zufall ersetzt. Am Anfang steht das Unbekannte, Unzugängliche. Um von der Unsicherheit zum Zufall zu gelangen, muss der Blick innehalten, muss einen in Erstaunen versetzen. Außerhalb der gelebten Wirklichkeit gibt es keinen Zufall. Mit dem Bild des Zufalls wird versucht, die Wirklichkeit begrifflich zu erfassen, sie irgendwie begreiflich zu machen.

 

Di

26

Mai

2020

Kompetenzanalysen als Quelle für Wertschöpfung im Umgang mit undurchsichtigen Zusammenhängen (Kindle Edition)

 

Der Handel mit Gütern bedingt keineswegs die freie Mobilität des Faktors Arbeit, sondern kann diese vielmehr ersetzen. Zumal im Falle des Faktors Arbeit (im Gegensatz zu den Faktoren Waren und Kapital) gesellschaftspolitische Einflüsse eine Rolle spielen. „Denn im Fall der Personen-freizügigkeit kommen nicht einfach Produktionsfaktoren ins Land, sondern Menschen. Die Personenfreizügigkeit ist demnach kein ökonomisches Grundrecht. Vor allem nicht vor dem Hintergrund von Massenzuwanderung in die EU aus völlig anderen Kulturkreisen, für die dieses „Grundrecht“ niemals gedacht war.

 

Mo

25

Mai

2020

Becker Friedrichsdorf: Im Spannungsfeld - Immobilien mit dynamischen Standortbeziehungen (Kindle Edition)

Immobilien kennzeichnen lange Kapitalbindung, hoher Kapitaleinsatz sowie meistens hoher Fremdmitteleinsatz. Marktentwicklungen lassen sich nicht punktgenau vorhersagen. Zentrifugalen Standortprozessen auf der einen Seite steht auf der anderen Seite die neue Attraktivität und Renaissance der Innenstadtlagen gegenüber. Standortentwicklungen lassen sich nicht punktgenau vorhersagen. Immobilien sind gewissermaßen die Hülle des Standortes und bilden das Fundament und die Räume auf denen und in denen alles Geschehen eines Standortes stattfindet: ein Möglichkeitsraum.

Sa

04

Jan

2020

Nach einer Knie-TEP ist die Qualitätssicherung der Rehaklinik ein zentrales Thema

 

„Ein ambitioniertes Planungsverständnis sollte dafür sorgen, dass das detaillierte Bild der immateriellen Standortfaktoren nicht länger unschärfer ist als beispielsweise das Wissen über Topografie, Landschaft und Umwelt“, sagte Consultant-Manager Robert Brent. 

„In einer Bilanz mit solchen immateriellen Standortwerten interessieren dann doch wohl alle jene Kriterien, nach denen besonders auch Unternehmen ihre Entscheidungen für oder gegen Investitionen an einem bestimmten Standort treffen?“, fragte ihn hierzu die Journalistin Carola Meinhold. 

„Du sagst es. Nicht zuletzt gehört deshalb auch die am Standort angesiedelte Gesundheitswirtschaft mit in diese Analyse.“ 

„Das heißt, mit meinen Recherchen zu Reha-Kliniken liege ich dann ja genau richtig.“ 

„Ja, vor allem, wenn es dir dabei um das Thema der Qualitätssicherung gehen sollte.“ 

„Tut es. Im Mittelpunkt stehen für mich hierbei Normen und Vorgaben, die von der Rentenversicherung sehr detailliert ausgearbeitet wurden.“ 

„Beruft man sich dabei vielleicht auf besondere Stärken?“ 

„Ja, einmal auf die umfassende Messung mehrerer relevanter Qualitätsdimensionen und dann auch auf die Einbeziehung der Patientenperspektive.“ 

„Und dies vor welchem Hintergrund?“ 

„Die Reha-Qualitätssicherung der Rentenversicherung ist von Anfang an darauf ausgerichtet, mit methodisch unterschiedlichen Verfahren möglichst viele verschiedene Aspekte der Qualität der Rehabilitation zu erheben und zu bewerten.“ 

„Stimmt, haben wir bei uns auch schon für eventuelle Projekte in diesem Bereich diskutiert.“ 

„Und, ist was dabei herausgekommen?“ 

„Ja, was glaubst denn du. Wesentliche Qualitätssicherungsinstrumente sind Peer-Review-Verfahren, Reha-Therapiestandards, die Erfassung der Rehaleistungen mittels einer Klassifikation therapeutischer Leistungen, eine Rehabilitandenbefragung, eine Strukturerhebung sowie Visitationen in den Kliniken.“ 

Sa

09

Nov

2019

Reha-Geschichten nach einer Knie-TEP: Eine/r, die/der auszog, ihr/sein Knie ersetzen zu lassen

 Die Geschichten der Reha werden hier und jetzt unter den Aspekten “Ziele und Teilhabe für die Reha meiner Knie-TEP“, Patienten als Subjekt, nicht als Objekt im Reha-Prozess meiner Knie-TEP“ oder „Sprechende Medizin im Reha-Prozess meiner Knie-TEP“ erzählt. 

Damit sind die Geschichten aber noch nicht am Ende angelangt. 

An anderer Stelle werden die Geschichten der Reha noch unter den Aspekten „Leitlinien und Mindeststandards für die Reha meiner Knie-TEP“, „Zwingende Vorgaben für die Reha-Qualität meiner Knie-TEP“ oder „Was eine „beste“ Reha-Klinik für meine Knie-TEP mindestens tun müsste“ 

und 

unter den Aspekten „Wer sagt meiner Knie-TEP wer die beste Reha-Klinik ist“, „Wer prüft die Prüfer der Reha-Klinik für meine Knie-TEP?“ oder „Wie gut sind die Auswahlverfahren der besten Reha-Klinik für meine Knie-TEP“ 

und 

unter den Aspekten „Ergebniskontrolle und Qualitätssicherung des Reha-Prozesses meiner Knie-TEP“, „Zertifikate und Realität des Reha-Prozesses meiner Knie-TEP“ oder „Vermessung des Reha-Erfolges meiner Knie-TEP“ 

fortgeführt und zu Ende erzählt. 

Di

17

Sep

2019

Himmel und Hölle als Ursuppe des Lebens

vor rund zehntausend Jahren mit dem Sesshaftwerden einherging, emanzipiert sich der Mensch von der Natur. Plötzlich gibt es mehr Nahrung, als er auf der Stelle verzehren kann“. Es konnten Berufe wie der des Töpfers oder der des Schmieds entstehen. Aber Tatsache ist auch: “die alkoholische Gärung haben nicht Menschen, sondern Zuckerhefen erfunden. Das Echolot wurde längst von Fledermäusen und Delphinen benutzt…..Quallen und Tintenfische haben den Raketenantrieb hervorgebracht. Libellen beherrschen den Helikopterflug. Aber für diese Erfindungen hat die Natur Jahrmillionen gebraucht. Der Mensch ist erst relativ kurz dabei, stellte aber mit der Erfindung u.a. der Dampfmaschine (industrielles Zeitalter) bald alle anderen in den Schatten.  Viele stellen sich die Frage, ob es vielleicht ein so seltener Zufall (der sich im gesamten Universum nur einmal abgespielt hat) gewesen sei, der zur Entstehung des Lebens geführt habe (dann wären wir allein). Oder „war es in einer ähnlich zusammengesetzten Ursuppe auf einem ähnlich beschaffenen Himmelskörper tatsächlich unvermeidlich, dass sich aus Materie Leben formt?“. 

So

08

Sep

2019

Was von einer (FOCUS: "TOP") Klinik zur Reha von Mister Knie hätte dokumentiert werden müssen

 

Voraussetzung für die Qualitätssicherung ist die schriftliche Dokumentation des Reha-Verlaufs einschließlich der Behandlungserfolge. Hierbei müssen die Reha-Ziele gem. Therapiestandards DRV mit den jeweils gem. Klassifikation (KTL) erbrachten therapeutischen Leistungen kombiniert werden. Diese Dokumentation ist eine wichtige Basis für die Beurteilung der Professionalität, Einhaltung bestimmter Regeln und Schnittstellen innerhalb des Reha-Teams. Relevant ist diese Dokumentation auch für institutionelle Übergänge zu Beginn und am Ende des Reha-Aufenthaltes von Mister Knie. Eine Überprüfung der Zielerreichung hätte immer im Gespräch mit Mister Knie erfolgen und die gemeinsame Einschätzung und Abgleichen der Zielerreichung für das Besprechen des weiteren Vorgehens ermöglichen müssen. Insbesondere hätte dieses Reha-Modul der Überprüfung und gegebenenfalls Modifikation der für Mister Knie vorgesehenen  Behandlungsmaßnahmen dienen sollen. Zur Überprüfung der Zieleinrichtung hätten in der Reha-Klinik von Mister Knie unbedingt folgende Fragen geklärt werden müssen: Werden zu Reha-Beginn Kriterien zur Zielerreichung definiert? 

Werden Zwischenstände erfasst (z.B. während der Visite/Behandlungen, d.h. mehr als nur die übliche Frage: wie geht es uns denn heute)? 

Wer ist für die Überprüfung der Zielerreichung zuständig? 

Wird die Bewertung des Behandlers gemeinsam mit Mister Knie durchgeführt und unterschiedliche Sichtweisen abgeglichen? 

In welchem Rahmen werden die Ergebnisse der Zielerreichung mit Mister Knie besprochen und werden daraus Konsequenzen für das weitere Vorgehen sichtbar? Und zwar immer unter Berücksichtigung des Wissensstandes von Mister Knie als Nichtmediziner. Für eine von FOCUS als „TOP“ geadelte Reha-Klinik hätte man alles dies voraussetzen können. Aber wie heißt es so schön: „Hätte, hätte …Fahrradkette“. 

Sa

07

Sep

2019

Die von Mister Knie gewählte Reha-Klinik als Teil einer Standortbilanz

 

Ein Beleg für die Stellung eines Standortes erfüllt nur dann seinen Zweck, wenn in ihm möglichst alle Tatbestände eines Standortes ganzheitlich abgebildet und detaillierte Bewertungen dieser Tatbestände auch transparent nachvollziehbar gemacht werden können. Ein wirklich treffendes Bild lässt sich von einem Standort erst zeichnen, wenn die Realität verengende Tunnelblicke vermieden werden. D.h. in die vielseitige Palette von Eigenschaften müssen möglichst alle auf den Standort einwirkenden Faktoren eingebunden werden. 

 

Di

03

Sep

2019

Wie Mister Knie und seine Reha zu einem Objekt für die Standortbeobachtung wurden

 Beobachtung heißt hinschauen, Informationen sammeln und aufschreiben; heißt dagegen nicht urteilen, empfehlen oder beraten. Das wichtigste Kapital, das ein Standortbeobachter hierbei einbringen kann, ist seine absolute Unabhängigkeit. Er vertritt von niemand Interessen, gleich welcher Art. Er führt, in welchem Auftrag auch immer, keine eigenen Standortanalysen durch. Folgt ein Standortbeobachter dem Credo seiner Unabhängigkeit  vergleicht er selbst auch keine Standorte und erstellt keine Rankings. Er gibt keine Handlungsempfehlungen ab. Interessenunabhängig heißt deswegen aber nicht meinungslos. Dies wäre schon deshalb nicht möglich, weil auch einen unabhängigen Standortbeobachter zahlreiche Eigenerlebnisse und eigene Erfahrungen mit den für eine Beobachtung ausgewählten Standorten verbinden. Es kommt darauf an, die eigenen Erfahrungen und Qualifikationen zu nutzen, um Standortbegebenheiten in eine Relation zueinander einzuordnen und für sie eine nachvollziehbare Position im Gesamtzusammenhang zu finden.

Mo

02

Sep

2019

Die Reha von Mister Knie ist Teil einer breiten Gesundheitswirtschaft

 Die Gesundheitswirtschaft setzt sich aus vielen Akteuren  zusammen. Der Kernbereich des ersten Gesundheitsmarktes umfasst den Bereich der klassischen Gesundheitsversorgung, die weitgehend durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und private Krankenversicherung (PKV) finanziert wird. Im Verlauf des Reha-Prozesses von Mister Knie wird sich dann zeigen, an welchen Therapien er nach Anzahl und Dauer teilhaben durfte, ob er bei seiner Aufnahme in die Rehaklinik einen Überblick sowohl über den gesamten Therapieverlauf als auch in Absprache mit seinem Arzt wöchentliche Therapiepläne (tägliches Therapieprogramm, ärztliche Untersuchungen) erhalten hat und ob gegen Ende der Rehabilitation überprüft wurde, welche Fortschritte er gemacht hat und ob die gemeinsam mit ihm festgelegten Therapieziele erreicht wurden.

 

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So

18

Jun

2017

5 Cluster, mit denen Standortfaktoren strukturiert analysiert werden können

 

In einer Standortbilanz interessieren alle jene Kriterien, nach denen Unternehmen ihre Entscheidungen für und gegen Neu- bzw. Erweiterungsinvestitionen treffen. Es soll daher ein Konzept entwickelt werden, das beschreibt/ vorgibt, wie sich der Standort anhand der ihn aus-/ kennzeichnenden (immateriellen) Faktoren positionieren. Da sich die Standorte nach Größe, wirtschaftlichem und sozialem Umfeld und nicht zuletzt auch hinsichtlich politischer Zielsetzungen unterscheiden, muss jede Kommune eine eigene Lösung entwickeln, die ihrem individuellem Profil am besten entspricht und zur Differenzierung von anderen Standorten die Stärken überzeugend herausstellt, gleichzeitig aber mögliche Schwachpunkte nicht verschweigt. Dabei ist die Potenzialperspektive ein strategisches Kernelement. Die Schwierigkeit des Erkennens von Potenzialen liegt vor allem darin, dass sie häufig mehr in Form von Visionen als in Form von exakt mess- und kontrollierbaren Zahlenwerten fassbar gemacht werden können. Ein ambitioniertes Planungsverständnis sollte dafür sorgen, dass das detaillierte Bild der immateriellen Standortfaktoren nicht länger unschärfer ist als beispielsweise das Wissen über Topografie, Flächennutzung, Landschaft und Umwelt.

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So

04

Jun

2017

9 Meilensteine auf dem Weg zu einem nachhaltigen Standortbericht

 Welcher Bereich des Standortes soll berichtet werden? 

Als Grundlage für die Festlegung des Berichtsbereiches sollte zunächst die Ausgangssituation des Standortes definiert und beschrieben werden. Damit wird ein Fixpunkt für die fundierte Entwicklung von Zielen, Aktionen und Maßnahmen geschaffen. Es wird der Grundstock für eine möglichst breite Daten- und Informationsbasis gelegt. 

 

Soll der Standort als Ganzes oder nur in einzelnen Bereichen oder Prozessen betrachtet werden? 

Ein Standort-Geschäftsmodell kann mit Hilfe von Geschäftsumfeld, Vision, Strategie, Geschäftsprozessen (GP) und Geschäftserfolgen (GE) beschrieben werden. 

 

Können Standortentscheidungen unterstützt werden? 

Voraussetzung für Standortentscheidungen, die für alle Beteiligten, d.h. sowohl für den nachfragenden Investor als auch für den sich anbietenden Standort, zu einem guten und nachhaltig wirtschaftlichen Ergebnis führen ist, dass ein Standortprofil möglichst genau auch das individuelle Anforderungsprofil des Unternehmens abdecken kann. 

 

Wie viele Standortfaktoren sollten berichtet werden? 

Alle Faktoren des Standortes müssen daher so vollständig und umfassend wie möglich/nötig identifiziert, erfasst, bewertet, quantitativ gemessen und bilanziert werden (Anmerkung: bei Analyse von 25 Standortfaktoren, von denen jeder mit jedem zusammenhängt, gäbe es rein rechnerisch betrachtet n !, d.h. 25 Fakultät = 1*2*3.........*25 Kombinationsmöglichkeiten, Analysesituationen). Es dürfte daher schon allein aus diesem einfachen Grund schnell an Grenzen stoßen, derart komplex zusammenhängende Wirkungsbeziehungen allein verbal oder mit Fotos bewältigen zu wollen. 

 

Wie, wem und mit welchen Instrumenten gelingt es, das kreative Potenzial, immaterielle Vermögen/Kapital des Standortes (quantitativ nachprüfbar, mit allen Wirkungsbeziehungen) offen darzulegen? 

Nicht zuletzt wird auch der Umfang eines Standortberichtes davon abhängen, ob sich der Berichtsbereich auf eine Kommune, einen Kreis oder eine ganze Region erstreckt. Denkbar wäre auch, gemarkungsübergreifende kommunale Kooperationen in einer eigens dafür zusammen gefassten Standortbilanz darzustellen. 

 

Können auch spezielle Branchen (Cluster) erfasst werden? 

Ein weiterer Ansatz für die Festlegung des Berichtsbereiches könnte sein, eine Standortbilanz auf einen besonders wichtigen Cluster als Multiplikatorenzentrale auszurichten, wie beispielsweise nur für die Kreativwirtschaft, den Informationstechnologie-Sektor oder die High-Tech-Wirtschaft. 

 

Werden auch Wirkungsbeziehungen der Einflussfaktoren analysiert? 

Mit Hilfe eines Wirkungsnetzes können die Wirkungszusammenhänge der Einflussfaktoren dargestellt werden: wechselseitige Abhängigkeiten können identifiziert werden. 

 

Können computergestützt dynamische Wirkungsnetze erstellt werden? 

Sich gegenseitig verstärkende Einflussfaktoren können computergestützt über Generatoren dargestellt werden. Ein Generator beschreibt einen Regelkreis im Wirkungsnetz. Er besteht aus 2 oder mehr Einflussfaktoren, die sich durch Rückkoppelung gegenseitig verstärken. Maßnahmen in diesen Einflussfaktoren sind besonders wirkungsvoll. 

 

Werden Hinweise für Handlungsempfehlungen generiert? 

Man erhält damit Anhaltspunkte, was die einzelnen Faktoren für die angestrebten Veränderungen bedeuten und wie über die Wirkungszusammenhänge der Standortfaktoren der Erfolg beeinflusst werden kann. Statt positiver können zusätzlich auch negative Wirkungen untersucht werden, d.h. Verschlechterungen innerhalb der Standortressourcen: was kann unter den gegebenen Umständen mit dem jeweiligen Einflussfaktor im negativen Fall passieren? Ergebnis: es werden zusätzliche Erkenntnisse über interne Standortrisiken erlangt. 

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Mo

29

Mai

2017

Standortanalyse über administrative Grenzen hinweg

 

Im Vorfeld einer nachhaltig angelegten Standortanalyse sind u.a. folgende Fragen zu klären: Welche Chancen und Risiken beeinflussen das Geschehen am Standort? Welche aktuellen Entwicklungen im Geschäftsumfeld (z.B. neue Wettbewerber, neue Technologien, neue Gesetze) gibt es? Kein Standort ist für sich eine Insel. Mit der Beschreibung des Geschäftsumfeldes wird der Blick daher über Standortgrenzen hinaus gelenkt. Was dort vorgeht, beeinflusst die Entwicklungsmöglichkeiten und -chancen des eigenen Standortes mindestens ebenso stark wie alles, was innerhalb der Standortgrenzen selbst geschieht. Aufgrund hoch entwickelter Logistiksysteme ist eine Bindung des Standortes an Rohstoffquellen nicht mehr zwingend notwendig. In der heutigen Dienstleistungsgesellschaft geht es vor allem um Faktoren wie Qualifikation, Kompetenz, Verkehrs- und Infrastruktur. Wie ist die Arbeitsmarktsituation des Standortes? Über welches Fachkräftepotential verfügt der Standort? Wie ist die Wettbewerbssituation im Vergleich mit anderen Standorten? Wie sind die technologischen Rahmenbedingungen? Gibt es politische Rahmenbedingungen, die beachtet werden müssen?

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Mi

24

Mai

2017

Ein Standort mit seinen Einflussgrößen

 

Haben sich die Akteure erst einmal zu einer abgestimmten Strategie für die Entwicklung ihres Standortes durchgerungen, stehen sie vor der komplexen Aufgabe, dass zwar trotz formulierter Zielvorstellung dazu noch keine entsprechende Zielevaluation vorhanden ist. Die Einflussfaktoren werden deshalb mit Indikatoren belegt. Mit Hilfe der Indikatoren bleibt die Bewertungsgrundlage über Jahre hinweg transparent und kann jederzeit mit aktuellen Auswertungen verglichen werden. Indikatorbündel haben die Aufgabe, die Spitzenkennzahlen des Systems analytisch bezüglich der sie dimensionierenden Einflussgrößen zu erklären. Indikatorsysteme sind somit vor allem Mittel-Zweck-Beziehungen, die aus dem Planungssystem des Standortes abzuleiten sind. Das wichtigste Element des Indikators aber bleibt sein Informationscharakter, um auch komplizierte Tatbestände in konzentrierter Form quantifizieren und in Relation zu dynamischen Vernetzungen setzen zu können.

 

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So

21

Mai

2017

Der Standort als Qualitäts- und Markenprodukt

 

Tourismuswirtschaft als Teil der Regionalpolitik: mit dem Ziel, strukturschwachen Regionen durch Ausgleich ihrer Standortnachteile Anschluss an die allgemeine Wirtschaftsentwicklung zu ermöglichen. Die Schwächen eines Standortes liegen nicht immer nur bei seinen harten unveränderlichen Standortfaktoren. Nicht selten sind es auch Schwächen beim Management der weichen, immateriellen Standortfaktoren. D.h. bei der Vermarktung des Standortes u.a. als Qualitäts- und Markenprodukt. Für die Tourismuswirtschaft geht es um die Schaffung von nachhaltig wettbewerbsfähigen Arbeitsplätzen zur grundsätzlich gebotenen Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse. Über die Standortökonomie weicher Faktoren können auch dynamische Wirkungszusammenhänge erfasst werden: dabei geht es um die dynamischen Zusammenhänge der immateriellen Ressourcen. Es geht um Steigerung des Bekanntheitsgrades und der Attraktivität des Standortes durch Imageförderung bei den touristischen Zielgruppen. Mit einer Wirkungsanalyse können Wirkungszusammenhänge innerhalb der Standortfaktoren erkannt werden: es können Aussagen zur Steuerbarkeit einzelner Faktoren und zu zeitlichen Verzögerungen bei den Wirkungszusammenhängen getroffen werden.

 

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Mi

17

Mai

2017

Die Standortfrage ist eine Existenzfrage

 

Jedes Unternehmen muss genau prüfen: ob die ihm zur Verfügung gestellten Informationen auch wirklich alle erfolgsrelevanten Aspekte und Faktoren des Standortes abdecken, welche Informationslücken gegebenenfalls mit eigenen Aktivitäten zu schließen sind, ob es Hinweise gibt, die diesen Standort zwar grundsätzlich geeignet, im Vergleich dazu andere Standorte aber als noch besser geeignet erscheinen lassen. Hierbei spielt eine wesentliche Rolle, welche besonderen Geschäftsprozesse und Sachverhalte von Einzelfall zu Einzelfall die individuellen Standortanforderungen des Unternehmens bestimmen. Es reicht somit nicht aus, Standortbewertungen nur von anderen anfertigen zu lassen oder ausschließlich auf Standortinformationen und Monitore der hierfür zuständigen Stellen bzw. der Kommunalverwaltung zu schauen. Die Frage des Standortes ist zu wichtig, als dass ein Unternehmen auf eigene Bewertungen und Vermessungen der Standortfaktoren verzichten dürfte oder könnte. Letztlich entscheidet immer nur das eigene Urteil mit den hierfür detailliert und umfassend zugrunde gelegten Vermessungsdaten des Standortes. Dabei ist die Standortbilanz eine zentrale Studie, die eine ganzheitlich ausgerichtete Positionsbestimmung erlaubt. Nicht alles was gemessen wird, muss dabei auch von Bedeutung sein; nicht alles was wichtig ist, muss dabei auch zu messen sein.

 

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Sa

13

Mai

2017

Cluster für die Potenzialausschöpfung

 

MIK = Medien + IT + Kreativbranchen: Audiovisuelle Medien, Print Medien, IT/Internet, Werbung, Telekommunikation, Design. Je vollständiger und lückenloser die Wertschöpfungskette aufgebaut werden kann desto erfolgreicher ist wahrscheinlich eine Clusterstrategie. Grundsätzlich besehen bietet sich eine unternehmensübergreifende Zusammenarbeit immer dort an, wo singuläre, individuelle Lösungsansätze möglicherweise zu Nachteilen im Wettbewerb führen können. Eine Cluster-Bildung schöpft Potentiale aus, da von diesen alle Nutzer profitieren und trotz aller Konkurrenz am Ausbau dieser Stärken interessiert sind. Ein intensiver Austausch von Wissen trägt zur Bildung eines innovativen Milieus bei. Dieses wiederum begünstigt einen höheren Anteil junger Industrien, die meist innovativer agieren als reife Industrien. In den MIK-Branchen liegt das Schwergewicht auf mittelständischen Betriebsformen

 

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Mi

10

Mai

2017

Standort als Objekt von Vergleich und Entscheidung

 

Das Standortmarketing muss weit über den eigenen Tellerrand hinausschauen und jegliches Kirchturm-Denken vermeiden. Es kommt auch darauf an, dem Geheimnis erfolgreich agierender Standorte auf die Spur zu kommen. Greift ein Standort auch auf Fremdeinschätzungen zurück, so wird er quasi automatisch dazu gezwungen, sich nicht ständig immer nur von innen, sondern verstärkt durch die Brille des Marktes (von potenziellen Ansiedlern, Investoren u.a.) zu betrachten. Die an Entscheidungsprozessen beteiligten Schlüsselpersonen des Standortes gewinnen damit Kernindikatoren und Maßstäbe, die ihnen wertvolle Hinweise liefern können, was intern zu machen ist, um den Erwartungen des Marktes zu genügen. Hat man die wesentlichen Standortfaktoren vergleichbar zu den Bilanzpositionen eines Unternehmens strukturiert, ist eine Grundlage geschaffen, um diese Komponenten der wirtschaftlichen Standortentwicklung auch für Dritte nachprüfbar bewerten und messen zu können. Eine Aufgabe der Standortökonomie besteht u.a. darin, dazu beizutragen, den Einfluss von „weichen“ Faktoren auf die Standortentwicklung als Hebelkraft zu nutzen. D.h. Methoden und Instrumente zur systematischen Steuerung der wichtigsten immateriellen Standortressourcen werden zunehmend unverzichtbar.

 

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So

07

Mai

2017

Das Leitbild eines Standortes in einer Bilanz gebündelt

 

Bei einer Standortbilanz geht es um Dinge wie den erfolgskritischen Umgang mit „weichen“ Ressourcen des Standortkapitals, mehr Transparenz für eine komplizierte Standortumwelt, einfache und gewichtete Standortanalyse, Eigenbild- und Fremdbildanalyse des Standortes, welcher Bereich des Standortes soll bilanziert werden?, wie sehen die Ausgangslage und das Geschäftsumfeld aus? welche Vision, welches Leitbild hat der Standort für sich entwickelt?, mit welchen Strategien soll das Leitbild umgesetzt werden? Eine Standortbilanz stellt Instrumente bereit, die eine ganzheitlich ausgerichtete Standortbestimmung auf lokaler und regionaler Ebene und damit die im Wettbewerb notwendige Schärfung des individuellen Standort-Profils unterstützen. Aus den Analysen und Ergebnisse einer Standortbilanz können potentialorientiert Maßnahmen- und Handlungsempfehlungen entwickelt werden. Bei unterschiedlichen Entscheidungsebenen, Zuständigkeiten, Raumbezügen, Datenbeständen und Planungskompetenzen fördern Standortbilanzen aufgrund einheitlicher Analyse- und Bewertungsmethoden die Kommunikationsfähigkeit  zwischen allen Beteiligten an Standortprozessen.

 

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Do

04

Mai

2017

Standort mit kreativem Potenzial und immateriellem Vermögen

 

Voraussetzung für Standortentscheidungen, die für alle Beteiligten, d.h. sowohl für den nachfragenden Investor als auch für den sich anbietenden Standort, zu einem guten und nachhaltig wirtschaftlichen Ergebnis führen ist, dass ein Standortprofil möglichst genau auch das individuelle Anforderungsprofil des Unternehmens abdecken kann. Soll dabei für eine Standortanalyse der Standort als Ganzes oder nur in einzelnen Bereichen oder Prozessen betrachtet werden? In jedem Fall müssen alle Faktoren des Standortes so vollständig und umfassend wie möglich/nötig identifiziert, erfasst, bewertet, quantitativ gemessen und bilanziert werden. Als alles entscheidende Frage steht daher im Raum: wie, wem und mit welchen Instrumenten gelingt es, das kreative Potenzial, immaterielle Vermögen/Kapital des Standortes (quantitativ nachprüfbar, mit allen Wirkungsbeziehungen) offen darzulegen?

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Di

18

Apr

2017

Standortwissen Umwelt und Wasser

 

In vielen Köpfen ist auch heute noch die Meinung weit verbreitet, wir hätten fließendes Wasser doch im Überfluss. Mit diesem Denkfehler wird Wasser weltweit trotz sinkender Vorräte immer noch vergeudet, d.h. wir lassen hochwertiges Trinkwasser in die Badewanne laufen, spülen damit die Toilette oder waschen damit das Auto. Eine schleichende Folge ist, dass der Grundwasserspiegel in der industrialisierten Welt seit Jahren weiter absinkt, dass Grundwasser in Zukunft immer aufwendiger gefiltert werden muss, weil es mit chemischen Stoffen belastet ist. Obwohl sich der Verbrauch von Wasser höchst unregelmäßig verteilt (am Tag wird zehnmal mehr als nachts verbraucht) wollen wir Wasser gleichmäßig immer und überall haben. Die Wasserwerke müssen somit praktisch Chaosforschung betreiben, den Wasserkonsum ständig beobachten und die Wassermenge in den Tanks, Rohren, Pumpen und Brunnen hoch- und runterregulieren. Die Zukunft lässt sich nur durch ein ausgeklügeltes Wassermanagement sichern. Es ist durchaus keine Utopie mehr, dass Trinkwasser eines Tages in Bilanzen, in Überweisungen und im Austauschkreislauf genauso schnell und sorgsam verwaltet werden wird, analog wie es heute Banken bereits mit unserem Geld handhaben.

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Mo

17

Apr

2017

Standortwissen Leitbild und Analysetools

 

Eine Standortbilanz stellt Instrumente bereit, die eine ganzheitlich ausgerichtete Standortbestimmung auf lokaler und regionaler Ebene und damit die im Wettbewerb notwendige Schärfung des individuellen Standort-Profils unterstützen. Die Standortbilanz arbeitet als 360-Grad-Radarschirm für vielseitige Analysen und Beobachtungszwecke, mit dem insbesondere auch „weiche“ Standortfaktoren in einem übersichtlichen Gesamtrahmen identifiziert, gemessen und abgebildet werden können. Ausführung und Inhalt werden einzig und allein durch Informationsanforderungen des Wirtschaftsförderers und Standortentscheiders bestimmt. Wenn also Anwendungsinteresse an dem in diesem Buch vorgestellten Modell und seiner Vorgehenssystematik besteht, muss jede Kommune, jeder Standort und jeder Investor  eigene Wege gemäß den individuell anzutreffenden Gegebenheiten finden. Es geht um den erfolgskritischen Umgang mit „weichen“ Ressourcen des Standortkapitals, mehr Transparenz für eine komplizierte Standortumwelt, einfache und gewichtete Standortanalyse, Eigenbild- und Fremdbildanalyse des Standortes, welcher Bereich des Standortes soll bilanziert werden ?, wie sehen die Ausgangslage und das Geschäftsumfeld aus ? welche Vision, welches Leitbild hat der Standort für sich entwickelt ? mit welchen Strategien soll das Leitbild umgesetzt werden ? Aus den Analysen und Ergebnisse der Standortbilanz können potentialorientiert Maßnahmen- und Handlungsempfehlungen entwickelt werden. Die Transparenz von Standortentscheidungen erhöht sich durch nachvollziehbare Bewertungen.

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So

16

Apr

2017

Standortwissen Bestandspflege Stadtstruktur

 

Ziel der Stadtplaner: das gesellschaftliche Leben in einer zunehmend komplexen Welt zu vereinfachen. Eine große Rolle spielt hierbei auch die Mobilität, die in der Zukunft sicherlich anders als heute aussehen wird. Grundlage sind Weiterentwicklungen der urbanen Infrastrukturen. „Mit aktuellen Innovationen im Zuge der Digitalisierung und dem Wandel der Mobilität werden sich die Städte deutlich schneller verändern“, intelligente Fahrzeuge und Mobilitätssysteme (Planungs- und Einrichtungszeiten für Stadtstrukturen sind eher träge) werden Stadträume effektiver nutzen. Damit könnten in verdichteten Städten zusätzliche Potenzialflächen für andere Nutzungen, wie beispielsweise Grünflächen, öffentliche Plätze oder Innenentwicklungen, entstehen. 

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So

02

Apr

2017

Standortbeobachtung einer Migration von Gewalt

 

Nur wer über alle erfolgsrelevanten Standortfaktoren, -prozesse Bescheid weiß, sie nachvollziehbar bewerten, messen und in ihrer Relation einordnen kann, weiß wo er eingreifen muss und dabei Prioritäten steuern und in ein nachhaltig abgesichertes Verhältnis zueinander bringen kann. Insbesondere der richtige Umgang mit dem verfügbaren Standortkapital als Ressource wird für die Zukunft immer mehr zum entscheidenden Erfolgsfaktor. An sich gibt es keine guten oder schlechten Standorte, sondern nur geeignete oder ungeeignete Standorte. Für jene kleine Gruppe versprengter Scholaren aus dem vorigen Jahrhundert war die Stadt ihrer ehemaligen Schule für ihre alljährlichen, mittlerweile über fünfzig Klassentreffen lange Jahre nicht nur ein geeigneter, sondern auch ein guter Standort. Die Note „gut“ muss unter dem Eindruck einer Migration von Gewalt mit immer mehr Fragezeichen versehen werden. Viele Jahre war das Stadtzentrum für Jahrestreffen der Ehemaligen ein Wohlfühlort. Ein Gefühl, dass mit zunehmenden Gewaltausbrüchen immer mehr abhandenkommt. Wenn Jugendliche mit türkischen Wurzeln vermeintliche „Gebietsansprüche“ gegenüber jungen Flüchtlingen aus afghanischen Kriegsgebieten durchsetzen wollen. Wenn dabei Unbeteiligten schwerste Verletzungen zugefügt werden. Wenn politische Entscheidungsträger des Standortes offen einräumen, dass es aufgrund demografischer Veränderungen auch in Zukunft immer wieder Gewaltausbrüche geben wird (sprich, dass man sich damit abfinden muss). An diesem Standort wie auch anderenorts. Obwohl vielleicht geeignet, wäre dies dann wohl ein schlechter Standort.

 

 

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Di

28

Mär

2017

Die Wirtschaftsförderung braucht für Akquisition und Bestandspflege geeignete Standortberichte

Standortberichte können ohne verbindlichen Vorgaben erstellt werden. Ausführung und Inhalt werden einzig und allein durch Informationsanforderungen des Wirtschaftsförderers und Standortentscheiders bestimmt. Daher muss jede Kommune, jeder Standort und jeder Investor  eigene Wege gemäß den individuell anzutreffenden Gegebenheiten finden. Es geht um: erfolgskritischen Umgang mit „weichen“ Ressourcen des Standortkapitals, mehr Transparenz für eine komplizierte Standortumwelt, einfache und gewichtete Standortanalyse, Eigenbild- und Fremdbildanalyse des Standortes, welcher Bereich des Standortes soll bilanziert werden ? Wie sehen die Ausgangslage und das Geschäftsumfeld aus? Welche Vision, welches Leitbild hat der Standort für sich entwickelt? Mit welchen Strategien soll das Leitbild umgesetzt werden? Eine Standortbilanz stellt für die Wirtschaftsförderung Instrumente bereit, die eine ganzheitlich ausgerichtete Standortbestimmung auf lokaler und regionaler Ebene und damit die im Wettbewerb notwendige Schärfung des individuellen Standort-Profils unterstützen. Bei unterschiedlichen Entscheidungsebenen, Zuständigkeiten, Raumbezügen, Datenbeständen und Kompetenzen fördern Standortbilanzen aufgrund einheitlicher Analyse- und Bewertungsmethoden die Kommunikationsfähigkeit  zwischen allen Beteiligten an Standortprozessen.

 

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Mo

27

Mär

2017

Mittelstand identifiziert Gefährdungspotenzial

 

Die Insolvenzgefährdung eines Unternehmens wird durch verschiedene Faktoren bestimmt. Zwar lassen sich Insolvenzen nur sehr selten auf eine Ursache zurückführen, dennoch ist ein maßgeblicher Faktor auf die Insolvenzentwicklung die Ertragslage und ihre Veränderung. Insolvenzen stellen immer einen Ausnahmetatbestand dar. Vor allem kleine Unternehmen scheiden durch eine stille Liquidation ohne Insolvenzverfahren aus dem Markt aus. Die absoluten Insolvenzahlen können dabei nur einen sehr groben Anhaltspunkt für die Insolvenzgefährdung geben: um das Gefährdungspotential näher zu quantifizieren, müssen die absoluten Zahlen auf die Gesamtzahl der Unternehmen bezogen werden. Unternehmensrisiken entstehen nicht über Nacht: vielmehr kündigen sie sich mit mehr oder weniger zahlreichen und zum Teil nicht direkt sichtbaren Symptomen an. Wer Risiken und strategische Fehler bereits im Vorfeld erkennt, kann Krisen bereits im Vorfeld meistern und so nicht zuletzt auch den Absturz in eine „worst-case“-Insolvenz vermeiden. Für die Früherkennung erlangen sog. „weiche Faktoren“ -beispielsweise Auftragseingang der Branche, Inflationsrate, Kundenzufriedenheits-Index, Cash Flow, innerbetriebliche Krankheits- und Fluktuationsquote- eine zunehmende Bedeutung. Bilanz und BWA liefern nur vergangenheitsbezogene Daten. Daraus nicht ableiten lassen sich u.a. Trends und Innovationen, die sich nicht im Produkt- oder Dienstleistungsangebot des Unternehmens wiederfinden und damit wichtige Signale einer aufziehenden Krise sein können. 

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Mo

27

Mär

2017

Zufriedenheit und Wünsche von Kunden erfassen und messen

 

Zufriedene Kunden handeln oft sehr unterschiedlich, d.h. die Kundenbindung kann davon abhängen, welchem Typ der Kunde zuzurechnen ist. Die Bindung fordernd Zufriedener kann dadurch gefährdet sein, wenn die Leistungen nicht ständig verbessert werden. D.h. die Kundenbedürfnisse müssen permanent ermittelt und überwacht werden. Der resignativ Zufriedene wechselt u.U. dann, wenn ihm ein Wettbewerber eine bessere Erfüllung seiner Erwartungen verspricht. Diese Erwartungen müssen erforscht und die eigenen Produktaussagen ggf. darauf abgestellt werden. Der Prozess des Messens: Kundenzufriedenheit ist keine einheitliche Maßgröße mit eigener Dimension, sondern setzt sich aus einer Vielzahl von Einflussfaktoren zusammen. Der Prozess des Messens von Kundenzufriedenheit ist ebenso wichtig wie die hieraus abgeleiteten Ergebnisse. Grundsätzlich gibt es zwei Vorgehensweisen: die direkte Messung der Kundenzufriedenheit ohne Erhebung der Kundenerwartung im Zusammenhang mit dem Kauf- bzw. Konsumerlebnis. Oder: die indirekte Messung mit separater Erhebung der Erwartungs- und erlebten Erfüllungskomponenten. Die indirekte Ermittlung der Kundenzufriedenheit basiert auf Befragungen von Mitarbeitern mit häufigem Kundenkontakt, auf der Analyse von unternehmensintern zu erfassenden Meßgrößen, auf Kundenstruktur- und Auftragsverlustanalysen. „Den“ Kunden gibt es nicht. Jeder Kunde hat als Einzelperson ein individuelles, sehr subjektiv geprägtes Anspruchs- und Erwartungsniveau. Was für einen Kunden ausreichend ist, muß einen anderen Kunden noch lange nicht zufriedenstellen. D.h. Kundenzufriedenheit ist keine allgemeingültige Maßzahl, sondern ist stets kundenspezifisch. Die Heterogenität der Kunden erschwert die Zusammenfassung zu einer einheitlichen Maßzahl, insbesondere wenn positive und negative Bewertungen der verschiedenen Kriterien aggregiert werden müssen. Kunden, die ihren Lieferanten nicht wechseln, sind nicht automatisch ein Indiz für Kundenzufriedenheit. Durch Macht der Gewohnheit oder Angst vor noch größeren Problemen führen oft erst schwerwiegende Mängel zu Konsequenzen. Identifizierte Negativkunden bilden daher nur die Spitze eines oft unerkannten Eisberges bzw. Risikopotenzials.

 

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So

26

Mär

2017

Nur zufriedene Kunden sind auch profitable Kunden

Analyse der Kundenzufriedenheit als Risiko-Frühwarnindikator: Kundenzufriedenheit allein ist noch kein Garant für Risikoausschluss: Je geringer die Unterscheidungsmerkmale eines Produktes im Markt sind, desto mehr verlagert sich der Kaufentscheid des Kunden auf die mit dem Produkt und der Betreuung nach dem Kauf gemachten Erfahrungen. Nur zufriedene Kunden sind auch profitable Kunden. Gerade in den für einen nachhaltigen Markterfolg wichtigen Nachkaufphasen durch Ausbau-, Zusatz- oder Wiederverkäufe spielt der Faktor Kundenzufriedenheit die entscheidende Rolle. Kunden geben dabei meist nicht gerne einen „Feedback“ über den Grad ihrer Zufriedenheit, denn das bedeutet Arbeit. Ihr Unmut äußert sich auch nicht meist sofort, sondern eher „schleichend“. Auch angeblich verschwommene Meinungen des Kunden sind für ein Unternehmen, das kundenorientiertes Verhalten auch in der praktischen Vertriebsarbeit mit Leben erfüllen will, immer zugleich auch harte Fakten. Kundenzufriedenheit ist ein Gradmesser und Maßstab für die Erfüllung leistungsspezifischer Markterwartungen. Wenn sich der Kunde dann schließlich erst einmal der Konkurrenz zuwendet, ist es für korrigierende Maßnahmen seitens des Anbieters bereits zu spät. Es kommt also darauf an, möglichst frühzeitig und genau den Grund der Zufriedenheit wie auch der Unzufriedenheit erfassen zu können.

 

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Do

23

Mär

2017

Mittelstand Entscheidungsunterstützung - informationsverdichtete Managementwerkzeuge

 

Frühwarnindikatoren sind ein Instrument, um sich Zeit einkaufen zu können. Dabei lassen sich für Vorlaufzeiten, d.h. die Zeitspanne , in der aus einem schwachen Signale ein „hard fact“ wird i.d.R. nur grobe Anhaltspunkte finden. Erfolgversprechend sind insbesondere integrative Ansätze, die quantitative Verfahren wie Korrelationsanalysen, Trendextrapolation, Glättungsverfahren mit qualitativen Methoden wie Portfoliotechnik , Szenariotechnik, Expertenbefragung verknüpfen und integrieren. Spezifische Schwächen einzelner Verfahren und Methoden können durch einen kombinierten Einsatz vermieden oder durch Stärken anderer Verfahren jeweils ausgeglichen werden. Zu den Komponenten zählen: es werden Frühwarninformationen entweder durch Zeitvergleich von Kennzahlen oder innerjährliche Hochrechnungen von Über- und/oder Unterschreitungen bestehender Planungen ermittelt, es werden Frühwarnindikatoren, die mit zeitlichem Vorlauf Informationen über latente, mit den herkömmlichen Instrumentarien nicht oder erst zu spät wahrnehmbare Entwicklungen, ermittelt. im Rahmen pyramidenhaft aufgebauter  Informationssysteme ist dabei die Wahrscheinlichkeit größer, bedrohliche Entwicklungen im unteren Teil der Pyramide -d.h. in weniger aggregierten Daten- früher zu erkennen als direkt an der Spitze eines Kennzahlenbündels.

 

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Mo

20

Mär

2017

Wissensmanagement kann auch Personalbilanz

 

Wissensmanagement ist entscheidend für zukünftige Markterfolge: Wissen manifestiert sich sowohl in internen Kommunikationsnetzwerken, dem „Unternehmensgedächtnis“, als auch im Verbund mit externen Kooperationspartnern. Gegenüber dem Management klassischer Produktionsfaktoren hat das Management des Wissens seine Zukunft noch vor sich. Wissen ist die einzige Ressource, die sich durch Gebrauch vermehren lässt. Zwischen Informationsproduzenten und -konsumenten werden innerhalb unternehmensweiter Datenmodelle neue Interaktionsformen realisiert. Es geht um Fragen: wie können Unternehmen mit der Dynamik des sie umgebenden Umfeldes mithalten? aus welchen individuellen und kollektiven Wissensbeständen setzt sich die Wissensbasis zusammen, auf die ein Unternehmen zur Lösung seiner Aufgaben zurückgreifen kann? besitzen die Mitarbeiter die notwendigen Fähigkeiten, um das vorhandene Informationsangebot produktiv nutzen zu können? Das Personalcontrolling muss Umweltveränderungen im Personalbereich frühzeitig erkennen und hierfür geeignete Anpassungsstrategien entwickeln. Dazu müssen Instrumente erarbeitet werden, die eine Abschätzung der Wirkungen der Personalarbeit auf die Erreichung der Erfolgsziele ermöglichen.

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Do

16

Mär

2017

Wirtschaftswissen und Standortindikatoren

 

Eine Standortanalyse soll ein möglichst zeit- und wirklichkeitsnahes Abbild zu vielfältigen und komplexen Sachverhalten abgeben. Dieses Abbild soll möglichst transparent und nachvollziehbar sein, um als breite Kommunikations- und Diskussionsplattform die Vorbereitung von oft kontroversen Standortentscheidungen unterstützen zu können, es soll die Basis für Vergleiche mit anderen Standorten bereitstellen, es soll Entscheidungs- und Informationshilfe für Ansiedlungsinteressierte gleichzeitig sein, es soll potentielle Investoren aufmerksam machen und für den Standort einnehmen. Im Vordergrund stehen dabei folgenden Aspekte: grundsätzliche Verfügbarkeit von Indikatoren, wie aktuelle und zeitnah sind die jeweils verfügbaren Indikatoren, lassen sich die verfügbaren Indikatoren lückenlos zu Zeitreihen verknüpfen, um gegebenenfalls Entwicklungen ablesen zu können, in welchen Form können Einzelfaktoren zu besser verarbeitbaren Übersichts- und Gesamtindikatoren gebündelt werden, in welcher Form sind für den Standort Deutschland verfügbare Indikatoren auf die Ebene von Bundesländern, Regionen, Kreisen, Großstädte, Kommunen, Stadtteile oder einzelne Wirtschaftszweige übertragbar, an welchen Stellen sollte auf einer niedrigeren Stufe der Aggregation Sondererhebungen durchgeführt werden, gibt es für Indikatoren Normierungsverfahren, um eine Vergleichbarkeit von Standorten zu gewährleisten, wie wird eine Gewichtung von Faktoren sichergestellt, welche Verfahren zur Berücksichtigung von individuellen Gewichtungsanforderungen sollten angewendet werden, mit welchem System können Indikatoren in ihrer Relation zueinander einheitlich gehandhabt werden. Und wenn der Standort-Bildschirm zielgenau auf bestimmte Einzelaspekte ausgerichtet und „gezoomt“ werden soll, muss dabei trotzdem  zu jeder Zeit der systematische Gesamtzusammenhang gewahrt bleiben. D.h. alle Standortfaktoren sollten durchgängig in ihren Bewertungen, Messungen, Wirkungsbeziehungen und Auswertungen abstimmfähig gehalten werden. Das wichtigste Element eines Indikators bleibt dessen Informationscharakter, um auch komplizierte Tatbestände in konzentrierter Form quantifizieren und in Relation zu dynamischen Vernetzungen setzen zu können.

 

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Di

14

Mär

2017

Mittelstand und Kundenmanagement

 Das Referenz- und Stammkundenpotenzial eines Unternehmens korreliert direkt mit der Kundenzufriedenheit: beispielsweise ermittelt der Deutsche Marketingverband Kundenzufriedenheits- und Kundenbindungsdaten zu Anbietern von Waren und Dienstleistungen aus verschiedenen Branchen. Dabei wird Kundenzufriedenheit auf zwei Ebenen gemessen: zum einen auf der Ebene der Globalzufriedenheit = generelle Zufriedenheit der Kunden mit einem Leistungsbereich bzw. dem Unternehmen insgesamt. Zum anderen zu Parametern der zukünftigen Kundenbeziehung = Wiederkauf-, Cross-Buying-, Weiterempfehlungsverhalten, der zukünftig hauptsächlich genutzte Anbieter, die Dauer der Kundenbeziehung, die Nutzungs- und Kontakthäufigkeit, die Beschwerdehäufigkeit, die Zufriedenheit mit der Beschwerdeabwicklung. Ach die Kundenbindungs- und Beschwerde-Reaktionswerte korrelieren: die Kundenzufriedenheitswerte erhöht und die Kundenbindung verstärkt. D.h. hohe Beschwerdezufriedenheit kann eine überdurchschnittlich hohe Kundenloyalität generieren. Um eine größere Trennschärfe zu erreichen, können die Beschwerde-Reaktionswerte zusätzlich regional- und/oder zielgruppenspezifisch differenziert werden. So berücksichtigt der Vergleich über die Ortsgröße zusätzlich unterschiedlich hohe Erwartungsniveaus hinsichtlich einer schnellen Beschwerdereaktion. Untersuchungen haben ergeben, dass in einer hohen Kundenzufriedenheit der Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit und zum wirtschaftlichen Erfolg liegt. Danach weisen die wachstumsstarken Unternehmen einen besonders hohen Grad bezügl. der Umsetzung von Kundenzufriedenheit auf, d.h. Unkenntnis der Kundenzufriedenheit wirkt sich als Wachstumsbremse aus. Branchenübergreifend wurde festgestellt, dass viele Unternehmen ihre Werte für Kundenzufriedenheit im erheblichen Maß überschätzen: im Durchschnitt beträgt die Diskrepanz zwischen dem in der Realität gemessen Wert auf einer Skala von 0-100 bei über 30 Punkten.

 

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Do

09

Mär

2017

Beruf und Karriere

 

Grundlage einer fast jeden Bewerbung ist der Rohstoff „Wissen“, der nach wie vor einzige Rohstoff, der sich durch Gebrauch vermehren lässt. Es ist dieser Kapitalstock des Bewerbers, was die Sache ausmacht.  Die charakteristischen Merkmale eines Bewerbers werden in seinem Intellektuellen Kapital abgebildet. Der kernige Marketingsatz des „Change Knowledge into Cash“ findet hier seine Berechtigung. Mit diesem strategischen Gut „Wissen“ muss der Bewerber, will er Erfolg haben, zielgerichtet umgehen. Im Vergleich zu gut strukturierten Daten in den IT-Systemen werden Wissen und Erfahrungen von Personen in der Regel nicht explizit dargestellt. Genau diese Informationen sind aber für den Personalentscheider von Bedeutung. Ein lückenhaftes Faktoren-Tableau als Grundlage für alle darauf aufbauenden Entscheidungen kann immer nur ein lückenhaftes Abbild erzeugen. Blindstellen im Spiegel eines Bewerbungsprofils sind eine Gefahr dafür, dass etwas übersehen oder sogar irreführend und falsch interpretiert werden kann. Insbesondere im Bereich hochqualifizierter Fachkräfte folgt der Stellenmarkt seinen eigenen Regeln, für die vermehrt Kreativität, Professionalität und stellen- bzw. unternehmensspezifische Bewertungsstrategien gefordert sind. Eine Personalbilanz kann hierbei als breite Kommunikationsplattform für persönliche Entwicklungsmaßnahmen von Bewerbern eingesetzt werden. Nichts wirkt so überzeugend wie eine Anschaulichkeit, wie sie in Form von Portfolio-, Ampeldiagramm- und Wirkungsnetz-Darstellungen geboten wird. Nicht zuletzt werden so ganzheitliche, strategische Denkweisen gefördert. Es gibt eine Reihe gewichtiger Gründe für eine so ausführliche Beschäftigung mit einer möglichst vollständigen Liste der Bewerberfaktoren, deren detaillierter Beschreibung und Gewichtung. Einer dieser Gründe ist darin zu sehen, dass sich heutzutage niemand mehr sicher sein kann, seine einmal erreichte Stellung  auch für alle Zukunft  weiter zu behalten. Sowohl ein Stelleninhaber als auch ein Bewerber stehen im stetig härter und komplexer werdenden Wettbewerb. Vor dem Hintergrund eines auch immer enger und anspruchsvoller werdenden Stellemarktes liefert eine Personenbilanz die Instrumente, die Bewerbern und Unternehmern gleichermaßen eine ganzheitlich ausgerichtete Standortbestimmung erlauben

 

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Mi

08

Mär

2017

Wirtschaftswissen und Mittelstand

 

Lifecycle-Finanzströme von Geschäftsbeziehungen: Der Aufbau von Kundenbeziehungen lässt sich ebenso als Investition auffassen, die analog wie diese Kosten verursacht und Erlöse erzielt. Auch hierin demonstriert das Balanced Scorecard-Konzept durch die Verbindung von Finanz- und Kundenperspektive seine Stärke. Das Lifecycle-Konzept zur Berechnung des Kapitalwertes einer Geschäftsbeziehung basiert auf der Erfahrung, dass die Kunden-Geschäftsbeziehung über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu Kosten und Erlösen führt: diese lassen sich entsprechend diesem Lebenszyklus zuordnen. Dieses Verfahren ist besonders für Branchen erwägenswert, die über ausreichend kundenspezifische Daten zur Kaufhistorie verfügen: beispielsweise im Versandhandel oder bei Banken, Versicherungen und anderen Finanzdienstleistern. Bereits die Zuordnung dieser Daten auf bestimmte Geschäftsbeziehungen kann Informationswerte bezüglich der Rentabilität einzelner Kunden schaffen. Im investitionsorientierten Ansatz des Lifecycle Costing wird anstatt mit Kosten und Erlöse mit Auszahlungen bzw. Einzahlungen gerechnet. Beispielsweise umfasst die Aufbauphase der betreffenden Geschäftsbeziehung die Perioden 1 bis 3. In diesem Zyklus fallen nur Auszahlungen -z.B. für Pre-Sales-Akquisitionen, Mailings, Außendienstbesuche, Werbung, Angebote, Verwaltung- an.

 

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Di

07

Mär

2017

Wirtschaftswissen und Mittelstand

Der Architekturmarkt in Deutschland ist der größte in Europa, aber sehr kleinteilig strukturiert, d.h. größere Büros mit mehr als zehn Mitarbeitern machen in diesem Markt gerade mal einen Anteil von etwa vier Prozent aus, nur fünfzehn Prozent der Büros erwirtschaften einen Umsatz von über zweihundertfünfzigtausend Euro pro Jahr. Aber ein Drittel aller Büros liegt mit ihrem Jahresumsatz unter sechzigtausend Euro. Diese kleinteilige Struktur bewirkt eine strukturelle Gewinnschwäche. Trotz starker Konjunkturabhängigkeit der Branche ist diese von der reinen Anzahl der Kreativen her überbesetzt und hat mit einer auch verdeckten Arbeitslosigkeit zu kämpfen. Die Effizienz des Personaleinsatzes ist auch aufgrund der kleinteiligen Struktur nicht immer die beste und wird auch durch einen manchmal festzustellenden Mangel an betriebswirtschaftlichem Knowhow und Monitoring nicht besser. Marktuntersuchungen haben gezeigt, dass der Tendenz nach Architekturbüros umso erfolgreicher sind, je größer sie sind und je älter, d.h. je länger sie auf dem Markt sind. Denn je kleiner das Büro, desto höher ist auch der Mitarbeiteranteil ohne Projektbezug und es gibt mehr Personen, die abweichend oder entgegen ihren Qualifikationen eingesetzt werden. Auch scheinen die Architekten erfolgreicher zu agieren, wenn sie einen Schwerpunkt im Neubau oder HOAI-geregelten Leistungen haben.

 

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Do

03

Mär

2016

Regionalmarketing - Innenentwicklung gegen Flächenzersiedlung ISBN 9783734785685

 

Ausschöpfung Innenentwicklungspotentiale - Umwandlungsbremse für landwirtschaftliche Flächen und Wald - Maß baulicher Nutzung. Immobilienwirtschaft ist zum einen der Boden, der auf dem alles steht, wächst und gedeiht und der als endliche Größe vorgegeben und mengenmäßig nicht beliebig veränder- oder vermehrbar ist. D.h. es kommt darauf an, sparsam mit dem Flächenverbrauch umzugehen. Zum anderen Gebäude, deren Menge und Qualität sich zwar an veränderte Rahmenbedingungen anpassen lassen, deren Anpassungen aber immer nur mit zeitlicher Verzögerung zu bewerkstelligen sind, d.h. die erst den sie bewirkenden Veränderungen in einem zeitlichen Abstand nachfolgen. Positive Wanderungsbewegungen belegen die Anziehungskraft von Städten

 

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Mo

29

Feb

2016

Wirtschaftsförderung im Akquisitionsmodus ISBN 9783734785685

 

Akquisitionsschiene der Wirtschaftsförderung: bei der Wirtschaftsförderung hinsichtlich Gewinnung neuer "Kunden" (Investoren, Wirtschaftsansiedlungen) bewegt sich die Kommune in einem zunehmend härter werdenden Wettbewerbsumfeld. Bei einer Gewerbeansiedlung ist das Interesse meist nicht von Beginn an auf einen speziellen Standort eingeschränkt oder festgelegt, d.h. die Akquisitionsschiene der Wirtschaftsförderung muss versuchen, ihr spezifisches Angebot aus einer Vielzahl konkurrierender Angebote herausragen zu lassen. Zu überregionalen Themen wie z.B. Wirtschaftsförderungsprogramme sollten für interessierte Unternehmen als Service entsprechende Links zur Verfügung gestellt werden. In einem branchenorientierten Ansatz sollten Unternehmen gezielt unter Herausstellung der für die spezielle Branche wichtigen Standortfaktoren angesprochen werden.

 

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Mo

22

Feb

2016

Clustermanagement - Wirtschaftsförderung Technik von morgen ISBN 9783734785685

 

Es ist eine herausragende Aufgabe der Wirtschaftsförderung, Faktoren abzubauen, die das Innovationsgeschehen hemmen, und Bedingungen zu schaffen, die es begünstigen. Beim Erkennen von Innovationen muss Technik von morgen bewertet werden. Die Fraunhofer-Gesellschaft versteht unter Leit-Innovationen nicht einzelne revolutionäre Erfindungen, sondern wichtige Zukunftsfelder. Das sind meist sehr junge Forschungsgebiete, in denen sich -ausgelöst von technologischen Durchbrüchen- vielfältige Produkt- und Verfahrensinnovationen anbahnen. Für den Standort Deutschland bedeutsam werden genannt: Ambient Intelligence - elektronische Assistenz, Polytronik - Displays und Chips aus Kunststoff, Digitale Medizin, Beschleunigte Medikamententwicklung, Intuitive Mensch-Maschine Kooperation, Integrative Produktion - Schneller zum Produkt, Erfolgsfaktor Logistik, Adaptive Strukturen, Prozesse und Produkte rechnen, Universelles Werkzeug der Photonik.

 

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So

14

Feb

2016

Wirtschaftsförderung - unsichtbare Kraftlinien zwischen Standortakteuren ISBN 9783739218533

 

Der Wirtschaftsförderer denkt sich: lange bevor eine Standortentscheidung getroffen wird, gibt es unsichtbare Kraftlinien zwischen Standortakteuren des suchenden Unternehmens sowie den auf eine Ansiedlung hoffenden Standorten. Kommunikationsunterstützung für komplexe Zusammenhänge: die Kommune steht in einem scharfen Wettbewerb, in dem sie langfristig nur durch einen gezielten Einsatz sämtlicher Instrumente und Kompetenzen bestehen kann. Ein professioneller Einsatz der Standortökonomie kann somit zunehmend zu einem kritischen Faktor für den Erfolg werden. Die von ihm ins Auge gefassten Verfahren können neben direkten Unterstützungs- und Marketingmaßnahmen auch zur Verbesserung der Leistungs- und Kommunikationsfähigkeit der kommunalen Verwaltung eingesetzt werden. Denn Standortfaktoren können nicht beliebig verbessert werden. Er ist sich bewusst: jeder Standort muss deshalb für sich herausfinden, auf welchen Feldern und Einflussfaktoren er relativ am meisten Gestaltungsspielraum hat. Das Medium einer Standortbilanz, von der er gehört hat, steigert seine Servicequalität und stellt für ihn einen weiteren Kommunikationskanal dar, um die Ressourcen und qualitativen Vorteile des Standortes nach außen zu tragen.

 

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Sa

13

Feb

2016

Regionalmarketing - Kommunikationsunterstützung des Standortes ISBN 9783734785685

 

Die Kommune steht in einem scharfen Standortwettbewerb, in dem sie langfristig nur durch einen gezielten Einsatz sämtlicher Instrumente und Kompetenzen bestehen kann. Ein professioneller Einsatz der Standortökonomie kann somit zunehmend zu einem kritischen Faktor für den Erfolg werden. Die hier angesprochenen Standortbilanz-Instrumente können neben direkten Unterstützungs- und Marketingmaßnahmen auch zur Verbesserung der Leistungs- und Kommunikationsfähigkeit der kommunalen Verwaltung eingesetzt werden. Standortfaktoren können nicht beliebig verbessert werden. Jeder Standort muss deshalb für sich herausfinden, auf welchen Feldern und Einflussfaktoren er relativ am meisten Gestaltungsspielraum hat. Das Medium Standortbilanz steigert die Servicequalität der Kommune und stellt für sie einen weiteren Kommunikationskanal dar, um die Ressourcen und qualitativen Vorteile des Standortes nach außen zu tragen.

 

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Mi

10

Feb

2016

Wirtschaftsförderung mit Standortanalyse ISBN 9783738656565 

 

Die Wirtschaftsförderung muss den Spagat zwischen Unternehmensnutzen und Standortnutzen schaffen. „Dazu zählen Fragen der Standortbewertung und –revitalisierung, Boden- und Flächeninformationen, Instrumente des Flächenmanagements, Szenarien und Modelle der Flächeninanspruchnahme, Ansätze der ökonomischen Steuerung und der Folgekostenabschätzung, Aspekte der Steuerung und des Managements auf Seiten der Flächenakteure sowie verschiedene Facetten der Kommunikation rund um die Flächeninanspruchnahme.“ Cluster- und Netzwerkinitiativen können mit Standortbilanzen für eine Kommunikationsplattform geeignete Instrumente einsetzen, die auch einen Blick auf erfolgskritische immaterielle Aspekte erlauben.

 

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Mo

08

Feb

2016

Standortbilanz Romantiklabor Rhein-Main ISBN 9783738656565

 

In Hessen gibt es viele Orte, die in der Zeit der Romantik und für die Romantik von Bedeutung waren. Die Region Rhein-Main war auch schon damals ein kultureller Knotenpunkt. Impulse durch Maler, Dichter, Musiker und Gartenarchitekten wirken bis heute. Rhein-Main, eine Region, die experimentierfreudig durch künstlerischen Austausch Synergien freizusetzen versteht. Das Potential der Romantik erschließt Bildende Kunst, Landschaftsgärten, Musik und Literatur. Wenn auch die Region Rhein-Main nicht  –wie etwa Heidelberg oder Jena - die Wiege der Romantik war, war sie doch so etwas wie ihr Labor.

 

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bei Xinxii:

https://www.xinxii.com/index.php?route=product/author/books&manid=17558

 

weitere Informationen :

www.beckinfo.de

www.rheinmaingeschichten.de

 

Linkedin: Jörg Becker

Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandsorientierter Businessoptionen auf der Basis von Personalbilanzen und Standortbilanzen, Jörg Becker, Friedrichsdorf

Ein Beobachterstatus setzt voraus, dass man in der Lage ist, sich mittels eigener Beobachtungen direkt vor Ort ein Bild vom Geschehen zu machen. Das wichtigste Kapital eines Standortbeobachters ist seine absolute Unabhängigkeit. 

Eine Volkswirtschaft ist ein sich ständig veränderndes und entwickelndes System, abhängig von den sich wandelnden ökonomischen und gesellschaftlichen Systemen, in die es eingebettet ist. Will man die zahllosen Wirkungsbeziehungen verstehen, braucht man ein selbst wandlungsfähiges Gedankengebäude, das sich zeitnah neuen Situationen anpassen kann.

Es geht um eine Bewertung des „Unbewertbaren“, d.h. die

 

Bewertung von (nach manchen Auffassungen) nicht bilanzierbaren Standortwerten. Eine Die Standortbilanz macht Zusammenhänge zwischen Zielen, Geschäftsprozessen, Standortressourcen und Geschäftserfolg transparenter: die Verwendung der Standortressourcen wird dokumentiert und Zielerreichungen hieraus werden bilanziert. Durch das Hinterfragen komplexer Prozesse wird die Basis für zukünftige Verbesserungsmöglichkeiten gelegt.

Es geht um: Erfolgskritischen Umgang mit „weichen“ Ressourcen des Standortkapitals, mehr Transparenz für eine komplizierte Standortumwelt, einfache und gewichtete Standortanalyse, Eigenbild- und Fremdbildanalyse des Standortes, welcher Bereich des Standortes soll bilanziert werden? Welche Vision, welches Leitbild hat der Standort für sich entwickelt? Mit welchen Strategien soll das Leitbild umgesetzt werden?

Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit und ökonomischen Erfolgschancen sind insbesondere die Standortfaktoren Bildung, Innovationsfähigkeit, Internationalität, Erreichbarkeit Agglomerationen, Qualifikation Arbeitskräfte, Bildungsniveau, zukunftsträchtige Branchen, städtische Lebensqualität, Diversität, kulturelle Offenheit. Von großer Bedeutung ist in jedem Fall die jeweilige Ausprägung wissensintensiver Wirtschaftszweige, da von diesen die größten Beschäftigungsimpulse ausgehen

Es ist bereits ein schwieriges Unterfangen, einen Standort mit allen Facetten und Dimensionen seiner Standortfaktoren möglichst wirklichkeitsnah abbilden zu wollen. Zu komplex sind manche der Standortfaktoren, zu wenig transparent sind manche dynamische Wirkungsbeziehungen untereinander und zu vieles spielt sich unter der Oberfläche oder hinter den Fassaden des Standortes ab. Wenn schon die Bewertung dieses  Jetzt und Heute nicht so einfach ist wie es manchmal scheint, um wie vieles schwieriger dürfte daher eine genaue Analyse des Morgen und Übermorgen sein.

Erfolgsfaktoren der Standortentwicklung: stark vernetztes Wirtschaftssystem, Nutzung Clusterpotentiale, gute demografische Ausgangsbedingungen, positive Übertragungseffekte aus Hochschul- und Forschungseinrichtungen, Fokussierung auf technologieorientierte und wissensintensive Wirtschaft

Wenn der Standortwettbewerb immer weniger über Faktoren wie Gewerbesteuern bestritten werden kann, muss nach anderen, tiefer liegenden, bisher noch ungenutzten Faktoren gesucht werden. Das Geschäftsumfeld wird dem Standort mit seinen Akteuren immer mehr eine positive Grundhaltung auch zu aufwendigen Analysen abverlangen. Es wird sich dann schnell herausstellen, wer Probleme lösen kann und wer nicht. Schwierigkeiten ergeben sich dadurch, wenn es darum geht etwas zu bewerten, das man nicht mit dem Millimetermaß des Kämmerers angehen kann.

Nicht alles was gemessen wird, muss deshalb auch von Bedeutung sein; nicht alles was wichtig ist, muss deshalb auch zu messen sein. Die wichtige Frage lautet somit: ist ein Standort überhaupt messbar? Die Antwort ist: Ja, denn auch Bewertungen hierzu sind fassbare, erfragbare Realitäten. Wer Transparenz scheut, hat meist nur geringes Vertrauen in sein eigenes Beurteilungsvermögen und hat in einer immer mehr wissensorientierten Wirtschaftswelt immer weniger Chancen. Ein Potential-Bild macht deutlich, wie der Standort in seinem Inneren mit allen seinen mehr oder weniger versteckten Wirkungsbeziehungen funktioniert, gemeinsame Zielsetzungen können damit besser aufeinander abgestimmt werden.

Szenarien bieten uns eine Grundlage für die Bewertung potenzieller Resultate in der Zukunft, die im Gegenzug mit darüber bestimmen, welche Entscheidungen wir treffen. Für die Entwicklung von Szenarien verwendete Einflussfaktoren werden von unterschiedlichen Personen(Entscheidern) meistens auch unterschiedlich gewichtet. Im Einzelfall hängt dies wesentlich davon ab, für wie wahrscheinlich man das Eintreffen eines bestimmten Ereignisses hält. Wer nur ein einziges Szenario entwirft, betreibt kein Risikomanagement. Da er seinen gesamten Einsatz auf ein einziges Ergebnis wettet. Und meint, für ihn gäbe es keine Alternativen. Und er mit Sicherheit zu wissen glaubt, was die Zukunft bringen wird.