Regionale Agglomerationskräfte

Neue Wirtschaftsräume mit regionalökonomischen Verflechtungen denken: obwohl es zunächst immer nur um den Standort (z.B. Frankfurt) geht, hat man inzwischen ein Manko (z.B. gegenüber Städten wie Paris, Brüssel) zur Kenntnis nehmen müssen: diese sind u.a. auch deshalb erfolgreich, weil sie ihr Umland in das Standortmarketing einbeziehen: wenn sich z.B. ein Unternehmen in Paris niederlassen solle, sei es eine Selbstverständlichkeit (!), dass auch das weitere Einzugsgebiet (bis zu 1 1/2 Stunden vom Stadtkern oder Flughafen entfernt) einbezogen werde. Genauso muss es auch rund um Frankfurt möglich sein. Bei Erfolgsfaktoren dichter Wirtschaftsräume spricht man u.a. von knowledge spillovers (Austausch von Ideen und Wissen) oder urbanization economics (Agglomeration von Firmen aus verschiedenen Industrien). Die Agglomerationskräfte innerhalb einer Metropolregion verstärken sich gegenseitig (self reinforcing effects). Dabei entstehende Kostenvorteile werden an die im Wirtschaftsraum vernetzten Firmen weitergegeben. 

Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandsorientierter Businessoptionen auf der Basis von Personalbilanzen und Standortbilanzen, Jörg Becker, Friedrichsdorf

J. Becker Denkstudio