Standortentwicklung nicht im Blindflug steuern

Für die komplizierte Aufgabe des Navigieren und Steuern benötigen Piloten (standortverantwortliche Entscheidungsträger) detaillierte Daten über zahlreiche Umstände des Fluges (Standortes). Sie müssen informiert sein über Treibstoff, Geschwindigkeit, Höhe, Luftdruck, Flugziel und andere Messwerte, die insgesamt ihr derzeitiges und erwartetes Umfeld beschreiben (sich nur auf ein einziges Instrument zu verlassen, kann dabei risikoreich sein). Zuvor identifizierte Standortfaktoren werden also in Form einer Punkte-Bewertung anhand von vorher festzulegenden Beurteilungskriterien beurteilt: für den Standort (und ggf. im Vergleich hierzu für weitere Standortkonkurrenten) könnten auf einer Punkteskala (beispielsweise von 0 = Standortfaktor nicht vorhanden/ erfüllt bis 12 = bestmögliche Erfüllung des Standortfaktors) entsprechende Bewertungen vergeben werden. Bei näherem Hinsehen reicht es aber nicht aus, jeden Standortfaktor nur auf einer Punkteskala zu bewerten und die sich hieraus ergebenden Punktwerte dann einfach aufzuaddieren. Für den speziellen und konkreten Einzelfall wäre die für einen Standort so errechnete Gesamt-Bewertungssumme wenig aussagekräftig. 

Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandsorientierter Businessoptionen auf der Basis von Personalbilanzen und Standortbilanzen, Jörg Becker, Friedrichsdorf

J. Becker Denkstudio