Kulturelle Zwischennutzung von Liegenschaften

Immobilienmarkt Liegenschaften: Flächen werden beispielsweise deshalb nicht auf dem Markt angeboten, um höhere Renditen durch Abriss und Neubau zu erzielen. Nur wenige Eigentümer haben ideelle Ansprüche an die Nutzung ihrer Objekte oder wollen sich auf ungewöhnliche Ideen einlassen. Zielsetzung der Eigentümer ist meist eine Wertsteigerung der Liegenschaft durch möglichst werthaltige Vermietung (haben oft keine besondere Bindung an den Standort). Eigentümer verzichten beispielsweise lieber auf eine Nutzung, als sich auf einen eventuellen Risiko-Mieter einzulassen (unregelmäßige Mietzahlungen, Beschwerden der Nachbarschaft, Beschädigungen durch Gebrauch der Objekte). Eigentümer müssen davon überzeugt werden, dass eine kulturelle Zwischennutzung für sie einen Mehrwert (Deckung der Betriebskosten) bringen kann. Angst, dass sich Zwischen- zu Dauernutzungen entwickeln könnten. Bei der Nutzung leer stehender Gebäude oder Flächen erscheinen die hierbei zu beachtenden behördlichen Vorschriften und Auflagen oft als zunächst unüberwindbare Hürde. Nicht selten müssen potentielle Zwischennutzer eingedenk ihrer meist nur geringen finanziellen Ressourcen befürchten, die Kosten für die Erfüllung behördlicher Auflagen könnten ihre Projekte und Ideen vielleicht scheitern lassen bevor sie überhaupt eine Chance zur Umsetzung gehabt haben. Die strikte Anwendung gesetzlicher Regelungen kann leicht zu einem KO-Kriterium für Zwischen-Nutzungen werden. Da es dabei keine Privilegierung geben kann, ist eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit den zuständigen Ämtern angebracht. Besonders bei Nutzungsänderungen (Funktion der bisher zulässigen Verwendung ändert sich) sollten eventuell vorhandene Genehmigungsspielräume und -voraussetzungen rechtzeitig ausgelotet werden. Hierbei maßgebliche Stichworte wären u.a. Versicherungen, Unfallschutz, Brandschutz, Anforderungen bei Veranstaltungen.

Über die Standortökonomie weicher Faktoren können auch dynamische Wirkungszusammenhänge erfasst werden:

dabei geht es um die dynamischen Zusammenhänge der immateriellen Ressourcen

Mit einer Wirkungsanalyse können Wirkungszusammenhänge innerhalb der Standortfaktoren erkannt werden: es können Aussagen zur Steuerbarkeit einzelner Faktoren und zu zeitlichen Verzögerungen bei den Wirkungszusammenhängen getroffen werden.

 

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Diplomkaufmann Jörg Becker

Executive Coaching

Autor zahlreicher Business-Publikationen

Langjähriger Senior Manager in internationalen Management Beratungen

Inhaber Denkstudio für strategisches Wissensmanagement

 

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Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandsorientierter Businessoptionen auf der Basis von Personalbilanzen und Standortbilanzen, Jörg Becker, Friedrichsdorf

J. Becker Denkstudio