Analysespektrum für individuelle Standortbilanzen

SALVE,

Nichts ist mehr so wie es war………………..

 

Die erste Säule im Gesamtsystem des Standort Reporting beginnt mit einem Bewertung Check mit  folgenden Meilensteinen:

Identifikation der wichtigsten Einflussfaktoren: sowohl Bewertung-, Relevanz- SWOT- und Zukunft-Check können immer nur so gut und aussagekräftig sein wie die hierfür berücksichtigten Einflussfaktoren. Werden, aus welchen Gründen auch immer, wichtige Faktoren nicht einbezogen, können auch die Ergebnisse nur lückenhaft, möglicherweise sogar irreführend sein.

Zweiter Hauptpunkt für den Bewertung-Check: Jeder der identifizierten Einflussfaktoren wird nicht nur aus einem einzigen, daher oft eingeschränkten Blickwinkel aus betrachtet. Vielmehr wird der Blickwinkel der Quantität durch weitere Analysen der Qualität und Zukunftsperspektive ergänzt.

Dritter Hauptpunkt für den Bewertung-Check: Die für einen bestimmten Einflussfaktor mit den drei jeweiligen Blickrichtungen Quantität, Qualität und Systematik jeweils erarbeiteten Bewertungen werden nach einem Ampel-System in zuvor definierte grün-, gelb- und rot-Sektoren strukturiert. Aus ansonsten leicht unübersichtlichen Bewertungszahlen wird somit ein bereits auf den ersten Blick einprägsamer Eindruck generiert.

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Die jeweilige Standortentwicklung ist das Ergebnis einer Vielzahl von Faktoren. Es geht um eine Bewertung des „Unbewertbaren“, d.h. die Bewertung von (nach manchen Auffassungen) nicht bilanzierbaren Standortwerten. Eine wichtige Grundlage dafür stellt das Instrument der Standortbilanz deswegen dar, weil sich mit seiner Hilfe eine umfassende Bestandsaufnahme und Bewertung auch von immateriellen Faktoren realisieren lässt: mit dem Konzept der Standortbilanz lässt sich zudem eine Systematik anwenden, die auch zu den (zahlenorientierten) Denkstrukturen des Finanzbereichs passt.

 

Eine Standortbilanz macht Zusammenhänge zwischen Zielen, Geschäftsprozessen, Standortressourcen und Geschäftserfolg transparenter. Durch das Hinterfragen komplexer Prozesse wird die Basis für zukünftige Verbesserungsmöglichkeiten gelegt. Da sich die Standorte nach Größe, wirtschaftlichem und sozialem Umfeld und nicht zuletzt auch hinsichtlich politischer Zielsetzungen unterscheiden, muss jede Kommune eine eigene Lösung entwickeln, die ihrem individuellen Profil am besten entspricht und zur Differenzierung von anderen Standorten die Stärken überzeugend herausstellt, gleichzeitig aber mögliche Schwachpunkte nicht verschweigt.

 

Dabei ist die Potenzialperspektive ein strategisches Kernelement. Die Schwierigkeit des Erkennens von Potenzialen liegt vor allem darin, dass sie häufig mehr in Form von Visionen als in Form von exakt mess- und kontrollierbaren Zahlenwerten fassbar gemacht werden können. Ein ambitioniertes Planungsverständnis sollte dafür sorgen, dass das detaillierte Bild der immateriellen Standortfaktoren nicht länger unschärfer ist als beispielsweise das Wissen über Topografie, Flächennutzung, Landschaft und Umwelt.

 

In der Standortbilanz interessieren alle jene Kriterien, nach denen Unternehmen ihre Entscheidungen für und gegen Neu- bzw. Erweiterungsinvestitionen treffen. Es sollte daher ein Konzept entwickelt werden, das beschreibt/vorgibt, wie sich der Standort anhand der ihn aus-/ kennzeichnenden (immateriellen) Faktoren positionieren will. Aufgrund von Untersuchungen lassen sich einige, besonders relevant erscheinende Bereiche hervorheben. Anhand dieser sowohl wachstumsbeschleunigenden als auch bremsenden Einflussfaktoren, muss jeder Standort für sich genau analysieren, ob er bisher langsamer oder schneller gewachsen ist, sich besser oder schlechter entwickelt hat, als die Standortfaktoren es ihm erlaubt hätten.

 

Die Standortbilanz ist ein betriebswirtschaftliches Analyseinstrument, das die Stärken und Schwächen eines Standorts systematisch erfasst und bewertet. Sie dient dazu, fundierte Entscheidungen über Investitionen, Schließungen oder Veränderungen am Standort zu treffen.

 

Systematische Erfassung von Standortfaktoren

  • Harte Faktoren:
    • Infrastruktur (Verkehrsanbindung, Energieversorgung)
    • Kosten (Lohnniveau, Grundstückspreise, Steuern)
    • Nähe zu Märkten und Lieferanten
  • Weiche Faktoren:
    • Lebensqualität (Wohnraum, Freizeitmöglichkeiten, Bildungsangebote)
    • Verfügbarkeit von Fachkräften
    • Image und Attraktivität des Standorts

Quantitative und qualitative Bewertung

  • Quantitativ: Kennzahlen und Daten, wie Kosten, Erreichbarkeit, oder Marktpotenziale.
  • Qualitativ: Einschätzungen zu Aspekten wie gesellschaftlichem Umfeld, kultureller Attraktivität oder politischen Rahmenbedingungen.

Vergleichende Analyse

  • Vergleich des Standorts mit Alternativen, um Vorteile und Nachteile gegenüber anderen Optionen sichtbar zu machen.

Strategische Perspektive

  • Identifikation von Entwicklungspotenzialen oder Risiken.
  • Analyse langfristiger Trends, z. B. demografische Entwicklung oder Klimawandel.

Ziele der Standortbilanz

  • Standortoptimierung: Verbesserung der Schwachstellen.
  • Entscheidungsgrundlage: Für Investitionen, Expansionen oder Verlagerungen.
  • Ressourcenzuteilung: Effektive Nutzung von Kapital, Personal und Infrastruktur.

Die Standortbilanz ist somit ein Werkzeug für strategisches Management, das fundierte Entscheidungen unterstützt und die Wettbewerbsfähigkeit eines Standorts sichert.

 

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Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandsorientierter Businessoptionen auf der Basis von Personalbilanzen und Standortbilanzen, Jörg Becker, Friedrichsdorf

J. Becker Denkstudio