Wenn Regeln scheinbar „über Nacht“ kippen

Wenn Regeln scheinbar „über Nacht“ kippen, wirkt jede Strategie zunächst sinnlos. Aber genau dann zeigt sich, was Strategie wirklich ist.

Strategien sind nicht dazu da, starre Regeln zu befolgen.
Sie sind dazu da, unter Unsicherheit handlungsfähig zu bleiben.
 

 

Regeln geben Stabilität – solange die Welt stabil ist. 

Strategien geben Orientierung – gerade wenn sie es nicht ist.

 

Wenn Regeln plötzlich wegfallen oder sich ändern (politisch, wirtschaftlich, technologisch), dann verschiebt sich der Fokus:Von festen Plänen zu flexiblen Prinzipien

 

Eine starre Strategie („Wenn A, dann B“) bricht zusammen.
Eine gute Strategie besteht eher aus Leitgedanken:
 

  • Diversifikation statt Einbahnstraße
  • Optionen offenhalten
  • Frühwarnsignale ernst nehmen 

Von Vorhersage zu Vorbereitung 

Man kann die Zukunft nicht mehr zuverlässig prognostizieren.
Aber man kann sich vorbereiten auf:
 

  • mehrere Szenarien
  • unerwartete Brüche („Schwarze Schwäne“) 

Von Kontrolle zu Anpassungsfähigkeit 

Früher: „Ich plane, also kontrolliere ich.“
Heute: „Ich beobachte, lerne und passe mich an.“
 

Strategie wird damit fast etwas Lebendiges: 

  • beobachten
  • interpretieren
  • reagieren
  • neu justieren 

Ein paradoxes Fazit: 

Gerade wenn Regeln unzuverlässig werden, braucht man mehr Strategie – aber eine andere Art von Strategie. 

Nicht mehr: 

„So wird es laufen.“ 

Sondern: 

„Egal wie es läuft – ich bleibe handlungsfähig.“ 

Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandsorientierter Businessoptionen auf der Basis von Personalbilanzen und Standortbilanzen, Jörg Becker, Friedrichsdorf

J. Becker Denkstudio