Strategiemonitoring Informationspyramide

Im Rahmen pyramidenhaft aufgebauter Informationssysteme ist die Wahrscheinlichkeit größer, bedrohliche Entwicklungen im unteren Teil der Pyramide, d.h. in weniger aggregierten Daten- früher zu erkennen als direkt an der Spitze eines Kennzahlenbündels. Ein pyramidenförmig aufgebautes Informationssystem (unten viele Detaildaten, oben stark verdichtete Kennzahlen) hat eine eingebaute Eigenschaft: Aggregation glättet und verzögert Signale. 

 

Warum frühe Warnsignale eher unten sichtbar sind 

Im unteren Bereich der Informationspyramide liegen Rohdaten oder fein granulare Informationen: 

  • einzelne Transaktionen
  • Kundenverhalten
  • Prozessabweichungen
  • Fehlermeldungen

Hier zeigen sich Veränderungen oft früh, aber schwach und unstrukturiert. 

Wenn diese Daten nach oben verdichtet werden: 

  • werden Ausreißer „weg-gemittelt“
  • kompensieren sich positive und negative Effekte
  • erscheinen Trends erst, wenn sie schon stärker ausgeprägt sind 

Das ist ein klassischer Effekt aus der Signal Detection Theory:
Schwache Signale gehen im Rauschen unter oder werden durch Aggregation unsichtbar.
 

Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandsorientierter Businessoptionen auf der Basis von Personalbilanzen und Standortbilanzen, Jörg Becker, Friedrichsdorf

J. Becker Denkstudio