Das Schachspiel lebt vom ständigen Durchrechnen verschiedener Varianten. Dabei gibt es oft derart komplizierte Stellungen, dass es nahezu unmöglich ist, alle möglichen Varianten auf Erfolg oder Risiko hin durchzurechnen. Manchmal entscheidet sich ein Spieler für das Lavieren, d.h. das Suchen nach Zügen, mit denen man erst einmal nichts an Stellungen verändert, sondern abwartet. Wer Schachspiele erfolgreich bestehen will, muss vorausschauen und einschätzen, was der jeweilige Gegenspieler wohl denken und wie er vielleicht handeln mag.
https://www.beckinfo.de/business-intelligence-decision-support/
Nervenstärke ist erforderlich, wenn das Risiko groß ist, in einem unübersichtlichen Schlagabtausch unterzugehen. Der ehemalige Flieger war ein Stettiner in jener Pionierzeit, in der sich (aus heutiger Sicht) wagemutige Piloten völlig auf sich allein gestellt und nur auf ihr Fluggerät, ihren Motor und ihr fliegerisches Können vertrauend auf die Reise durch die Lüfte machten. Er lebte den Traum, dass der Mensch die Luft unterjochen und sich über sie wird erheben können, wenn er gegen den Widerstand der Luft nach einem Auftrieb auch im Luftmeer sucht, um in diesem schweben, fliegen zu können. Es geht um: Zeitgeist und Atemlosigkeit, Technik und Menschsein, Starts und Landungen im nassen Element, Nachdenken über sich selbst und die Welt, nicht glatt und fein sondern kernig. Mit vielen Gedankenflügen nicht nur zur eigenen, sondern auch zu anderen noch ungewiss hinter dem Horizont scheinenden Lebenslinien: ist es ein Wunder, dass Menschen sich danach sehnten, ihren Körper von der Erdenschwere zu lösen, dass sie nach Flügeln suchten, die sie nach den freien und unbetretenen Gefilden der Höhe tragen sollten? Der pommersche Flieger Becker schrieb: bist Du Amboss, sei geduldig, bist Du Hammer, schlage zu! Nur die Sache ist verloren, die man aufgibt! Wenn Du geliebt sein willst – so liebe! Auch die Wüste hat ihre Brunnen. Trau dem nicht, der Dir schmeichelt. Wer viel von sich hält, hält viele von sich. Alles verstehen heißt alles verzeihen. Misstraue der Menschheit, doch nie dem Menschen!