Wir leben in einer Welt, in der auf altbekannte und (bewährte) Zusammenhänge kein Verlass mehr zu sein scheint, für die es kein beschreibendes Lehrbuch gibt. In politischer Sicht wird die Welt unruhiger und viele wissen nicht, was auf sie zukommt. Wobei man zwischen Unsicherheit und Risiko unterscheiden sollte. „Mit Risiko ist eine Sicht der Welt gemeint, in der die Menschen die Zukunft nicht kennen, aber davon ausgehen, dass sie den denkbaren künftigen Entwicklungen einigermaßen zuverlässig Eintrittswahrscheinlichkeiten zuordnen können, die sie häufig aus vergangenen Erfahrungen ableiten.“
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Eine Welt der Unsicherheit weicht von dieser Sicht ab, denn in ihr gibt es keine verlässlichen Aussagen über die Wahrscheinlichkeiten von Ereignissen. Man hat keine Erfahrungen mit ihr und keine Muster, die als Orientierungshilfe dienen könnten. Kaum etwas anderes konnte den ehemaligen Flugpionier damals so eng mit der Natur verbinden, so stark die Erfüllung des uralten Menschheitstraumes empfinden lassen wie das königliche Spiel mit den unsichtbaren Gewalten des Luftraumes. In seiner inneren Freiheit war der ehemalige Flieger so ganz allein in seinem strahlend, dunklen, grenzenlosen Raum und konnte unter allen Sternen wählen. Dieses Gefühl grenzenloser Möglichkeiten war wohl für ihn tröstlich. Ob er wohl glaubt, dass es im Leben ein Zentrum gibt? Malen, fotografieren und viel mehr: wären die Manager dieser Welt auch solche Flieger und Maler gewesen: das Unheil mancher Krise wäre dieser Welt erspart geblieben. Wir Menschen steuern sowohl nach innen als auch nach außen: nach außen, weil es viel zu tun gibt, damit wir für den Alltag zurechtkommen; und nach innen: wo der Alltag auch einmal zu sich selbst finden darf, auftankt, Inspirationen sucht und Gefühle findet. Nach innen geht es um den abgeschirmten Zustand des Privaten, in welchem man fühlen darf, was andere nichts angehen sollte. Schon in den Frühzeiten höherer Kulturen gab es dafür die geschlossene Tür, die das Ende der Zudringlichkeit sein sollte, wie sie „jedes öffentlich gewordene Leben durch Forderungen, Recherchen, sogenannte allgemeine Interessen ständig alimentiert“.