Selbstvergewisserung und Abgrenzung auf dem Radar der Generationenerfinder: die Konstruktion von Generationen ist ein allseits geübtes Spiel. So zählt man zur sogenannten Nachkriegsgeneration vor allem jene, die sich unbelastet von Nazi-Zeiten fühlen durften: sprich die Gnade der Spätgeborenen erfahren haben. Für viele Konservative mit negativem Beigeschmack belegt ist dann die sogenannte 68-er-Generation. Derartige Schlagworte dienen eher der Selbstvergewisserung und Abgrenzung. Denn die Zeiten sind unsicher und Altes gilt nur noch wenig.
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Angemaßte Propheten und Sterndeuter maßen sich an, über künstlich definierte Generationenbegriffe angebliche Gemeinsamkeiten zu identifizieren. Wer schreibt, der bleibt. Ein Rest an dichterischer Freiheit bleibt immer. Dies muss so sein, dies wird so sein. Das rechte Maß der Mittel: erzählt man Schulzeiten mit Geschichten zu einer Schule im Hanauer Land nun in Worten oder in Bildern? Welches der beiden Mittel ist näher an der Wirklichkeit? Mit den heutigen Mitteln der Fotografie ließen sich die Seiten einer Geschichte rasch digital auffüllen. Wozu dann noch die Mühe, dies alles noch mit Worten beschreiben zu wollen? Bilder scheinen wirklichkeitsgetreuer, näher an der Wirklichkeit zu sein. Sie sind so etwas wie der Urknall eines bestimmten Augenblicks. Damit sind sie immer, nicht mehr und nicht weniger, ein bestimmter Moment aus jenen Schulzeiten. Eine Aneinandereihung von Momenten, ist dies auch eine erzählte Geschichte? Oder verlangt diese nicht doch auch nach verbindenden, beschreibenden und manchmal vielleicht auch (er)klärenden Worten? Schul- wie Bildungszeiten sind heute in Zeiten des Internets unabhängig von Ort und Zeit. Die Verfügbarkeit von Informationen ist nahezu unbegrenzt, die Informationsflut kaum noch zu bremsen. Die Gefahr einer Informationsverschmutzung ist nicht mehr von der Hand zu weisen. In dem Gestern war dies noch anders. Bildung war weitaus mehr als heute noch eine Holschuld. Es gab weder Laptop noch Datenbanken, mit denen sich jedermann fast beliebig Zugang zu Wissen verschaffen konnte