Lohnt sich immer das Wagnis des Neuen, oder sollte man manchmal doch lieber auf Bewährtes setzen?

Entscheidungsunterstützung bietet die Lindy-Regel: je länger ein System oder Prinzip bereits existiert und funktioniert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es auch in Zukunft noch existieren und funktionieren wird (wie das Fliegen, Malen, Fotografieren, Studieren, Beraten, Analysieren, Durchdenken, Hinterfragen oder Schreiben).

 

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Denn wenn auch jede Gesellschaft dringend Innovationen und Erfindungen braucht, Vieles, was als neu und innovativ angepriesen wird, ist manchmal realiter eher ein alter Wein in neuen Schläuchen. Auch ist ein Studium nicht immer nur Einkommensmaximierung und Arbeitslosigkeitsminimierung, sondern verbessert neben Selbstwertgefühlen auch Orientierungsmöglichkeiten für selbstbestimmtes Handeln. Oft ist es auch so, dass selbst wirkungsstarke Bildungsfaktoren von personenbezogenen Eigenschaften und Verhaltensweisen überdeckt werden: die exponentiell steigenden Möglichkeiten und Gelegenheiten des Wissenserwerbs bedürfen Maßstab und Orientierung. Allzu lange war man dem Irrglauben verfallen, der einzige Heilsweg sei ein Abitur mit anschließender Hochschulausbildung. 

 

Ohne gestern gibt es kein heute und ohne heute kein morgen. Wer also zumindest bemüht ist, das Heute zu verstehen, um wenigstens zu erahnen, was das Morgen sein könnte, wird nicht umhinkommen, auch das Gestern zu verstehen. Allerdings muss man dazu wissen, was das Gestern überhaupt war. Viele, die im Heute leben und aufwachsen, wird das Gestern vermutlich wenig interessieren. Egal, die schon im Gestern dabei waren, für die ist es nicht nur Erinnerung, sondern ein realer Anker ihrer Identität. Ohne dieses Gestern wären sie nicht das, was sie heute sind. Schulzeiten waren gestern, sind heute und werden morgen immer ein Kern des Gestern sein. Schulzeiten sind quasi der Hefeteig, aus dem alles Später entsteht und folgt.

 

Ein modernes Paradox: Informationswachstum kann Wissensarmut erzeugen. Nicht jede Information wird zu Wissen. Dafür braucht es Selektion und Interpretation

 

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Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandsorientierter Businessoptionen auf der Basis von Personalbilanzen und Standortbilanzen, Jörg Becker, Friedrichsdorf

J. Becker Denkstudio