Rohmaterialien, Produktions-, Geschäfts- und Vermarktungsprozesse sind ggf. auch für alternative Standorte verfügbar. Was im Gegensatz hierzu nicht schnell verfügbar gemacht werden kann, sind Wissen, Fähigkeiten, Qualifikationen, Erfahrungen, Motivation u.a. von Personen. Neue Geschäftsmodelle umfassen nicht nur digitale, sondern auch reale Menschen, verändern Lebensweisen und entziehen sich gewohnten geistigen Modellen und rationalen Erwartungen.
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Eine sehr heterogene Bevölkerung und unterschiedliche Lebenslagen prägen die Ansprüche der Menschen an die regionale Siedlungsstruktur. Unterschiedliche Lebensstile und –lagen bewirken vielfältige Anforderungen an Arbeit, Wohnen, Freizeit, Mobilität und Infrastruktur. Ein umfassendes Verständnis der Standortentwicklung schließt auch die Betrachtung sozialer Fragen und sozialräumlicher Entwicklungen ein. Soziale Aspekte prägen den Standort u.a. in den Bereichen Wohnen, Verkehr, Bildung und Kultur. Den Wettbewerb um kreative Köpfe gewinnt der Standort mit großem Chancenpotential (Kreative bevorzugen Citys, weil sie dort mehr Optionen haben: die technologisch kreativen Innovatoren, die ökonomisch kreativen Entrepreneure und die künstlerisch/kulturell kreativen Künstler schätzen es, dass sie Nachbarn am gleichen Standort sind). Bei der Wahl des Arbeitsortes lassen sich Kreative nicht nur allein von der Attraktivität des Arbeitsmarktes leiten, ebenso wichtig ist für sie die Vielfalt des kulturellen Angebots, ein großzügiges Toleranzklima sowie ein ausgeprägtes Anregungsumfeld aus Bildung und Wissenschaft.
D.h. das Zusammenspiel zwischen Technologie, Talent und Toleranz ist entscheidend für die kreative Attraktivität eines Standortes. Für Unternehmen mit wissensintensiven Dienstleistungen geht es in erster Linie um Büroflächen, Betriebe aus dem verarbeitenden Gewerbe haben darüber hinaus meist auch Flächenbedarf für Produktionsmittel. Neben den Kosten für die notwendigen Flächen kommt es vor allem auf die Beschaffenheit (z.B. gute Verkehrsanbindung, Gewährleistung 24-Stunden-Betrieb, unter Umständen vorgeschriebene Nutzung) der Grundstücke an. Ansatzpunkt und Basis für ein strategisches Nutzungs- und Vermarktungsmanagement von Gewerbeflächen ist eine schwerpunktmäßige Zuordnung des Standortes zu einem bestimmten Typus. Vorteile Standorttypologie sind u.a. Informationen für eine Standortentwicklung als verträgliche Kombination aus Wohnen, Freizeit, Erholung, Arbeit, Gewerbe), Basis für gezielte Neuakquisition in ausgesuchten Clusterbereichen.