Bürgermeister, Standortakteure - Instrument „Urbanes Gebiet“

 Die Gebäude sollen zu einem erheblichen Anteil nicht nur dem Wohnen dienen, Handel, Restaurants (Kneipen), Hotels, Gewerbe, Kultur und Sport sollen hinzukommen. Der erwartete Vorteil: auch im innerstädtischen Bereich werden Baumöglichkeiten ausgenutzt ohne auch die letzten Parks und Spielplätze zu bebauen. In einer nutzungsgemischten Stadt der kurzen Wege werden weniger neue Flächen versiegelt, wird weniger mit dem Auto gependelt.

 

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Vor dem Hintergrund sich stark verändernder Immobilienmärkte muss sich der Standort insbesondere um das Thema Stadtentwicklung/Immobilie kümmern: auch inhaltlich müssen neue Akzente gesetzt werden, um die neuen Herausforderungen durch demographische Entwicklungen und gesellschaftliche Strukturveränderungen bewältigen zu können. 

 

Grundsätzliche Ausrichtung im Change Management: der Schlüsselfaktor ist die Bereitschaft zur Veränderung von Spielregeln. Dazu kommt die Qualität der Umsetzung durch eine gezielte Entwicklung der inneren Schlagkraft des Standortes und abgeleitet daraus in Strukturen, Systeme und Prozesse. Innerhalb der Hierarchie von organisatorischen Prozessen müssen aufgrund der kritischen Erfolgsfaktoren entsprechende Prioritäten abgeleitet werden. Es müssen diejenigen Prozesse ermittelt werden, für die jeweils die höchsten Verbesserungspotenziale zu erwarten sind. Es genügt eben nicht, nur besser zu sein: vielmehr müssen die Grundrichtungen „Konzept“ und „Verwirklichung“ mit dem festen Willen zur positiven Veränderung (nicht nur Verbesserung!) gezielt verfolgt und mit gestalterischem Denken genutzt werden. 

 

Die Spanne für eine Veränderung der Organisations- und Informationsstrukturen mit der Optimierung von Leistungs-, Wertschöpfungs- und Informationsketten reicht dabei von eher reaktiv orientierten, bis hin zu radikal proaktiv orientieren Vorgehensweisen. Standorte konkurrieren um Gebildete. Und Gebildete richten sich bei ihrer Wohnwortwahl zumindest teilweise nach den vor Ort anzutreffenden Kulturangeboten. Da eine Stadtverwaltung die Arbeitsbedingungen an ihrem Standort oder die ebenfalls wichtigen persönliche Beziehungen nur schwer und die umgebende Landschaft auch nur wenig beeinflussen kann, konzentriert sie ihre Wettbewerbsstärken auf ein weiteres Auswahlkriterium der Gebildeten: die Vielfalt des Kulturangebotes. Die Überlegungen hierbei: Gebildete sind mobiler als der Durchschnitt der Bevölkerung und wechseln ihren Wohnort häufiger: man muss also versuchen, sie durch attraktive Angebote an sich zu binden.

 

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Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandsorientierter Businessoptionen auf der Basis von Personalbilanzen und Standortbilanzen, Jörg Becker, Friedrichsdorf

J. Becker Denkstudio