Agglomerationsräume im Kontext mit der Gesamtregion

Ein Wirtschaftsraum orientiert sich an dem ihm innewohnenden Beziehungsgeflecht. Administrativ gesteckte Grenzen spielen im Vergleich hierzu eine eher weniger bedeutsame Rolle. Die räumliche Nähe von Firmen und Einwohnern vernetzt über Kooperationen und persönliche Kontakte die Pendlerräume. In einem solchen Agglomerationsraum können Teilregionen nicht mehr isoliert, sondern müssen im Kontext mit der Gesamtregion betrachtet werden. Bei Erfolgsfaktoren dichter Wirtschaftsräume spricht man u.a. von know-ledge spillovers (Austausch von Ideen und Wissen) oder urbanization economics (Agglomeration von Firmen aus verschiedenen Industrien). 

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Über die gemeinsame Nutzung der speziellen Ressourcen einer Metropolregion können Kostenvorteile erzeugt werden und diese wiederum innerhalb des Clusters weitergegeben werden. Während man lange Zeit dachte, in der Internetära werde Geografie zu einer vernachlässigbaren Größe, zeigt sich, dass die großen Zentren durch das Internet sogar noch gestärkt werden. Im Sinne einer „Agglomerations-Ökonomie“ werden Metropolen deshalb interessanter, weil sie schon aufgrund ihrer Größe vieles haben, was Unternehmen brauchen (z.B. dichtes Netz unternehmensnaher Dienstleister, internationalen Flughaben, viele Forschungseinrichtungen, abwechslungsreiches Kulturangebot). 

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Der technologische Umbruch durch Digitalisierung, Vernetzung und beschleunigte Kommunikation beeinflusst direkt auch die Gesellschaft, das Zusammenleben, die Kommunikation und die Arbeit. Etablierte Lebens-, Arbeits- und Denkweisen sind innerhalb nur weniger Jahre teilweise obsolet geworden. Mobilität hat zwei grundsätzliche Aspekte: zum einen die räumliche Beweglichkeit und zum anderen die soziale Mobilität. Die Informationstechnik versetzt Firmen in die Lage, ihre Arbeit über Zeitzonen und geografische Grenzen hinweg zu verteilen. Immer mehr Unternehmen schließen sich daher in Geschäftsnetzen zusammen, in denen jeder seine Stärken einbringt, um gemeinsam schneller neue Produkte und Prozesse zu entwickeln. 

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Indem Unternehmen ihre Fähigkeiten mit fremden Kompetenzen verbinden, entstehen Business Networks mit neuen Alleinstellungsmerkmalen.  Diese multilaterale Vernetzung von Ressourcen, Prozessen und intellektuellen Fähigkeiten hat nicht zuletzt auch Auswirkungen auf Standortentscheidungen. Im beinharten Wettbewerb um den besten Standort, die besten Fach- und Führungskräfte, die beste Infrastruktur und erfolgversprechende Innovationen können nur Standorte bestehen, die in der Lage sind, alle Kräfte zu bündeln, ein klares Profil zu entwickeln und auch die Stärken nach außen kommunizieren. Wenn also ein Unternehmen vor der Frage steht, ob es an einen bestimmten Standort zieht, stellt sich ihm immer auch die Frage, was sich an Informationen anbietet, um einen Standort angemessen zu beurteilen, wenn man über die Presseberichterstattung hinausgehen möchte. 

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Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandsorientierter Businessoptionen auf der Basis von Personalbilanzen und Standortbilanzen, Jörg Becker, Friedrichsdorf

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