Ein Standortbeobachter und seine Tool-Box - Entscheidungsunterstützer der Wirtschaftsförderung (Kindle Shop)

Entscheidungsprozesse ruhen auf einem komplizierten und manchmal schwer durchschaubaren Gerüst von Standortfaktoren. Neben messbaren Standortfaktoren gibt es viele andere, sogenannte „weiche“ Faktoren, die für den Erfolg einer Entscheidung ausschlaggebend sein können. Ein Standortfaktor ist nicht schon allein deshalb wichtig, nur weil er gemessen werden kann. Umgekehrt ist ein Standortfaktor nicht schon deshalb weniger bedeutsam, weil über ihn keine exakten Bestimmungen vorliegen. In einem zunehmend dynamischer und wettbewerbsintensiver agierenden Umfeld nimmt die relative Bedeutung der „weichen“ Faktoren gegenüber den üblicherweise gemessenen harten Faktoren weiter zu. Es geht um: Bedarfsanalyse Standortbewertung, am Anfang von allem – unabhängige Standortbeobachtung, Prinzip GAP, Prinzip Szenario, Leitbild Check, Management und Messung Standortindikatoren, Wertebereich und Interpretationsrahmen, Grenzlinien zwischen „hart“ und „weich“, Reduktion auf das Wesentliche, auf einen Blick – Ampelwerte, Dreifach-Bewertung hält besser. Prinzip Bedarfsanalyse Standortbewertung: es gibt keine guten und keine schlechten Standorte. Es gibt immer nur geeignete oder ungeeignete Standorte. Jeder Standort hat sein ganz individuelles Profil und erfordert ein darauf genau zugeschnittenes Konzept für seine Entwicklung und Vermarktung. In diesem Zusammenhang stellen sich immer wieder Fragen wie beispielsweise: Wie dringend oder geeignet wäre eine systematische Standortanalyse und -bewertung? Haben die politisch und fachlich Verantwortlichen des Standortes alle erfolgsrelevanten Qualitäts-/ Erfolgsfaktoren und Prozesse des Standortes vollständig/lückenlos und transparent nachvollziehbar (z. B. mit einer auch für Finanzleute vertrauten Darstellungsweise) identifiziert und dokumentiert? Gibt es intern aus der Eigensicht des Standortes heraus eine fundierte Meinung darüber, welches/e Gewicht/Priorität jedem Standortfaktor im Einzelfall beizumessen ist (Standort-Eigenbildanalyse)? Haben die politisch und fachlich Verantwortlichen des Standortes fundierte Kenntnis davon, welche Gewichtung extern aus der Sicht Dritter (z.B. ortsansässige Firmen, ansiedlungsinteressierte Investoren u.a.) bestimmten Standortfaktoren zugeordnet wird (Standort-Fremdbildanalyse)? 

Standortanalyse - ein ständiges Fließen von Wandel und Prüfen von Umgestaltung - Ganzheitliches contra selektives Denken (Kindle Edition, J. Becker, Friedrichsdorf))