Wirtschaftsförderung kommuniziert Standorteigenschaften - Indikatoren und Sensoren

101 Bücher über Vorteile und Nutzen einer ganzheitlichen und strategischen Standortvermessung

B. Bruni
B. Bruni

  

 

Es geht um ein Konzept, das beschreibt/vorgibt, wie sich der Standort anhand der ihn aus-/ kennzeichnenden (immateriellen) Faktoren positionieren will.

   

Die Standortbilanz ist in diesem Zusammenhang ein Instrument, mit dessen Hilfe der Standort eine Schärfung seines Profils (sowohl in der Breite als auch in der Tiefe der Darstellung) im Wettbewerb um Investoren und Unternehmen bewirken kann.

  

Die Standortbilanz funktioniert als 360-Grad-Radarschirm für verschiedene Beobachtungszwecke und -ebenen, mit dem insbesondere auch „weiche“ Standortfaktoren umfassend identifiziert, differenziert abgebildet sowie systematisch bewertet werden können.

    

Eine solche Standortbilanz könnte nicht zuletzt auch als breite Kommunikationsplattform für individuelle Entwicklungsmaßnahmen des Standortes eingesetzt werden.

  

Digitaler und disruptiver Wandel im Blickfeld von Standortanalysen: Changemanagement der Dynamik

 

Aufgrund der zunehmenden Mobilität von Unternehmen, Arbeitnehmern und Konsumenten enden die funktionalen Verflechtungsbeziehungen nicht an politisch administrativen Gemeinde- oder Kreisgrenzen. Die Mobilitätsbereitschaft und räumlichen Verflechtungsbeziehungen variieren innerhalb Gruppen wie der der Pendler, Studierenden oder Konsumenten. Metropolregionen sind Knotenpunkte innerhalb vernetzter Güter- und Personenströme. Die große Ausstrahlung derartiger Knotenpunkte macht sich in Form intensiver Stadt-Umland-Beziehungen und Pendlerströme bemerkbar.

 

Eine Standortbilanz kann den Informationsaustausch/-abgleich zwischen verschiedenen politischen Ebenen und Funktionsträgern des Standortes (interne Abstimmungsprozesse mit meist unterschiedlichem Kenntnisstand) erleichtern und beschleunigen. Dabei werden auch ganzheitliche, strategische Denkweisen gefördert. Die Systematik und logische Strukturierung der Standortbilanz erzwingt eine Vorgehensweise, mit der Bruchstellen und Widersprüchlichkeiten in der Bewertung und Steuerung von Standortfaktoren vermieden werden können.

Eine der besten und zudem noch kostengünstigen Förderungen für den schrittweisen Auf- und Ausbau eines Clusters liegt im Abbau bürokratischer Hürden. Die Wirtschaftsförderung befasst sich, möglichst in gestaltender Weise, mit Standortfaktoren. Wirtschaftsförderung zählt aber selbst zu einem der erfolgsrelevanten Standortfaktoren. Wirtschaftsförderung ist somit eng mit dem Blutkreislauf des Standortes verbunden. Man hat es mit einem Geflecht aus dynamischen, sich gegenseitig beeinflussenden Wirkungsbeziehungen zu tun. Jedoch wäre diese komplexe Struktur kein Entlastungsgrund für plan- und zielloses Handeln. Der Standort wäre also gut beraten, sich ein umfassendes Rahmengerüst zu schaffen, innerhalb dessen zukünftige Entwicklungen auf einer einheitlichen Kommunikationsplattform mit einer durchgängig bruchfreien Systematik diskutiert, abstimmfähig gemacht und dann auch entschieden werden könnten. Eine Möglichkeit hierzu bietet die ebenso umfassende wie transparente Vorgehensweise mit Hilfe einer Standortbilanz.

Eingefahrene Geleise verlassen. Planungsinstrument, das zuerst immer auch für den Standort selbst einen Zuwachs an Erkenntnis und fundierten. Entscheidungsgrundlagen garantieren kann. Der zu einer Standortbilanz als detailliertes Arbeitsprogramm mit ca. 500 Einzelschritten aufgezeigte Weg ist nicht immer nur einfach, sondern kann an manchen Stellen durchaus auch steil und steinig sein. Wird er konsequent beschritten, führt er jedoch mit hoher Erfolgssicherheit zu einem wertvollen Kommunikations-, Berichts- und Planungsinstrument. Auch wenn man sich im Gewohnten häuslich eingerichtet hat und sich scheut, das (scheinbare) Risiko von Neuem einzugehen: Wenn sich die Standorte, einschließlich der miteinander konkurrierenden, in ihren verbalen Darstellungen und Internet-Auftritten immer mehr angleichen, verlieren sie damit gleichzeitig Möglichkeiten und Optionen, sich im Markt und Wettbewerb als Standortmarke mit hohem Wiedererkennungswert und großer Anziehungskraft zu positionieren. Im Sinne einer zeitgemäßen, d.h. zukunftsbezogenen und strategiebewussten Standortentwicklung gilt es Mittel und Wege zu finden, um aus diesem bereits vom Ansatz her engen Korsett auszubrechen. Dafür müssen auch einmal eingefahrene (möglicherweise als bequem empfundene) Gleise verlassen werden.

 

Unter den Zielen des Städtebaus erhält die Innenentwicklung eine Vorrangstellung. Anstatt einer Umwandlung von landwirtschaftlichen Flächen oder Wald sollen zuerst alle verfügbaren Innenentwicklungspotentiale überprüft und ausgeschöpft werden. Über Bebauungspläne hinaus kann ein Darstellung zentraler Versorgungsbereiche im Flächennutzungsplan erfolgen. Im Bebauungsplan können Vergnügungsstätten wie beispielsweise Spielhallen ausgeschlossen und nach Art oder Lage kontingentiert werden. Eigentümer von verwahrlosten, nicht mehr wirtschaftlich nutzbare Gebäuden müssen über die Duldung des Abrisses durch die Gemeinde bis zur Höhe der durch die Beseitigung entstehenden Vorteile die entstandenen Kosten tragen. In Bebauungsplänen festgelegte Obergrenzen für das Maß einer baulichen Nutzung können aus städtebaulichen Gründen unter bestimmten Bedingungen überschritten werden, die Auswirkungen der Überschreitungen sind auszugleichen.

 

 Das Zahlenkleid eines Standortes muss vielen Anforderungen und Wünschen gerecht werden, es soll ein möglichst zeit- und wirklichkeitsnahes Abbild zu vielfältigen und komplexen Sachverhalten abgeben. Es soll möglichst transparent und nachvollziehbar sein, um als breite Kommunikations- und Diskussionsplattform die Vorbereitung von oft kontroversen Standortentscheidungen unterstützen zu können. Mit einem Wort: es geht für den Standort um die richtige Justierung seines Navigationssystems.

Abi63 - Prioritäten Standortbeurteilung - wer schmiedet Glück
Abi63 - Prioritäten Standortbeurteilung - wer schmiedet Glück

 Der Zustand der politischen und individuellen Freiheit wird in einer Zahl, dem Freiheitsindex abgebildet. Favorit bei den hierzu Befragten ist der 

 

„betreuende“

 

„sich kümmernde“

  

Staat, der im Unterschied zum 

„liberalen“ 

Staat als  

gerechter

 

wohlhabender

 

menschlicher

 

lebenswürdiger

  

angesehen wird.   

Monika Frings-Becker Friedrichsdorf
Monika Frings-Becker Friedrichsdorf

Standorte unterscheiden sich durch ihre Altersstruktur, die Fertilitätsraten oder auch Wanderungssalden. D.h. die Einwohnerzahl steigt, wenn die Summe aus natürlicher Bevölkerungsentwicklung (Geburten minus Sterbefälle) und Wanderungsbewegungen (Zuwanderung minus Abwanderung) positiv ist. Für viele Standorte in Deutschland ist zu erwarten, dass das erforderliche Niveau, damit eine Elterngeneration ihre Müttergeneration ersetzt, unterschritten wird. Für die demografische Entwicklung im Einzelfall ist entscheidend, wie viele Menschen jeweils zu- bzw. abwandern. Es werden vor allem für größere Städte Wanderungsgewinne erwartet. Die Zuwanderung ist damit ebenfalls ein wichtiger Indikator sowohl für die Ausstattung mit Arbeitskräften als auch für die Stadt- und Standortentwicklung insgesamt. Standortanalysen und -vergleiche sollten daher auch immer prognostizierte regionale demografische Trends berücksichtigen. Hierunter fällt mit dem Altersaufbau gleichzeitig die Besetzung der jeweiligen Altersklassen. Der demografische Wandel ist somit ein wichtiger Indikator für potenzielle Standortunterschiede. Erhebliche Effekte gehen von der Entwicklung der Bevölkerung unter 20 Jahren aus: deren Umfang ist u.a. relevant für den Bedarf an Kinderbetreuungs- und Bildungsinfrastruktur, d.h. beeinflusst   

Vielfalt im schulischen und vorschulischen Bereich 

Qualität der Bildungsinstitutionen 

Leistungsfähigkeit des Bildungssystems 

Freizeitangebote (Kultur, Sport) für Jugendliche 

Klassische, weitaus mehr im Blickfeld der Öffentlichkeit stehende Industriezweige wie die Autoproduktion oder der Maschinenbau bringen gegenüber der Immobilienwirtschaft nur ein geringeres Gewicht auf die volkswirtschaftliche Waage. Die Branche ist breit gefächert (Architekten, Ingenieure, Mieter, Vermieter, Vermittler, Verwalter, Bauaufseher, Stadtplaner u.a.) und kleinteilig strukturiert. In dieser Branche spielen informelle Gegebenheiten eine größere Rolle als in anderen Branchen, d.h. im Vordergrund stehen persönliche Beziehungen. Viele Transaktionen werden als mehr oder weniger geheime Verschlusssache gehandhabt. Da ein Großteil der Geschäfte auf informeller und persönlicher Basis stattfindet: sind im Vergleich zu anderen Branchen Marktdaten und Transparenz eher gering sind die Markteintrittsbarrieren relativ hoch bestehen Gefahren von Korruptionsanfälligkeit.

Ernst Becker Hanau
Ernst Becker Hanau

Kleinstunternehmen der Kreativschaffenden suchen bevorzugt Standorte, an denen sie in einem ihnen gemäßem Umfeld agieren können. Die Standorte von Kreativschaffenden sind nicht beliebig. Um von Impulsen und möglichen Zwischennutzungen dieser Gruppe profitieren zu können, sollten Standorte sich darum bemühen, diese bevorzugten Räume zu identifizieren: Räume in einem Übergangsstadium zwischen aufgegebener Nutzung und neuer Planung (z.B. ehemalige Industrieareale, Baulücken, aufgegebene Bahn- und Flughafenflächen, ungenutzte oder brach liegende Gewerbeliegenschaften) Räume, an denen Investoren wegen mangelnder Nachfrage oder fehlenden Verwertungsmöglichkeiten nicht interessiert sind Möglichkeitsräume (ungeplant neue Aktivitäten entfalten können) Freiräume (Alternativ-, Jugend-, Popkultur) Erprobungsflächen (Nutzung von Freizeit und Sport sowie für soziale Initiativen) Großflächen (Transformationsflächen mit heterogenem Baubestand) Akteure der Kreativwirtschaft agieren als „Raumpioniere“ oder „Kreativsiedler“. Beispielsweise werden leerstehende Ladenlokale oder Brachflächen mit kreativen Aktivitäten zu neuem Leben erweckt.

Abi63 - Planung und Wachstum
Abi63 - Planung und Wachstum

In den meisten, wenn nicht gar allen Fällen dürfte für einen Standort der strategische und gezielte Aufbau eines als besonders geeignet angesehen Clusters in einer engen Beziehung zur Immobilienwirtschaft des Standortes im Allgemeinen sowie zu einzelnen Immobilien im Besonderen stehen. Zwischen den beiden zentralen Zielen „Erhöhung der Zentralität“ einerseits sowie „weitgehender Erhalt und behutsame Weiterentwicklung des bestehenden Einzelhandels“ können erhebliche Zielkonflikte auftreten. Mit Hilfe einer Transparenz schaffenden Standortbilanz können Entscheidungen zu deren Lösungen vorbereitet werden. Zentrifugalen Standortprozessen auf der einen Seite steht auf der anderen Seite die neue Attraktivität und Renaissance der Innenstadtlagen gegenüber. Standortentwicklungen lassen sich nicht punktgenau vorhersagen. Deshalb sind fundierte Analysen und Methodenkompetenz erfolgsentscheidend. Für einen besseren Überblick können Handlungsansätze wie Standortbilanzen von Nutzen sein.

Jeder Standort muss für sich individuell diejenigen Indikatoren finden und bestimmen, die ihm für die Steuerung und Messung von Geschäftsprozessen als am besten geeignet erscheinen. Dies hängt nicht zuletzt davon ab, welche Einflussfaktoren (d.h. Prozess-, Erfolgs-, Human, Struktur- und Beziehungsfaktoren) zuvor als Ausgangsbasis und Grundlage definiert wurden sowie welche Maßnahmenpotenziale hierauf aufbauend und sich beziehend ebenfalls zuvor identifiziert wurden. Alles was Menschen tun, kann von Menschen evaluiert, also auch gemessen werden ! Wer Transparenz scheut, hat meist nur geringes Vertrauen in sein Intellektuelles Kapital und hat in einer immer mehr wissensorientierten Wirtschaftswelt immer weniger Chancen. Die Indikator-Zahlen untermauern gegebenenfalls bereits vorgenommene qualitative Bewertungen und machen auch Selbstbewertungen für Externe überprüfbarer. 

Was macht eine Standortinspektion anders als andere Instrumente ? Was muss gemacht werden, um für den Standort eine eigene und individuelle Standortinspektion zu erstellen ? Es geht um Antworten auf die Frage, welche besonderen Merkmale eine Standortinspektion auszeichnen, welche konkreten Arbeitsschritte hierfür zu erledigen sind sowie welche besonderen Vorteile erwartet werden können. Eine Standortinspektion zeichnet sich durch folgende besonderen Merkmale aus: Bildung Standortfaktoren-Cluster

Mehrere Standortbewertung-Dimensionen

Gewichtete Standortfaktoren

Verknüpfung der Standortfaktoren

Standort-Handlungsempfehlungen

Eigen- und Fremdbild des Standortes

Eine Standortinspektion zeichnet sich durch folgende besonderen Darstellungsoptionen aus: Standortprofil-Diagramm

Standortportfolio nach Dimension

Standortampel-Diagramm

Standortfaktor-Wirkungsnetz

Standortpotenzial-Portfolio

Direkt zum Wirtschaftswissen: 

 https://www.beckinfo.de/wirtschaftswissen/

   

Direkt zum Beruf:

https://www.rheinmaingeschichten.de/beruf/

  

Direkt zum Katalog der

Deutschen Nationalbibliothek

https://portal.dnb.de/opac.htm?query=Becker+Lesebogen&method=simpleSearch 

Abi63 - ultamontaner Anfang
Abi63 - ultamontaner Anfang

 Es zeigt sich, dass die Standortökonomie weicher Faktoren kein exotisches Thema ist, sondern in den planenden Verwaltungen erhebliche Aktivitäten unterstützen kann. Obwohl manche wichtigen Standortfaktoren nicht direkt greifbar sind, sind sie für die weitere Entwicklung des Standortes von entscheidender Bedeutung, d.h. die systematische Steuerung solcher "weichen" Erfolgsfaktoren rückt immer stärker in den Vordergrund. An sich bekannte Prozesse können unter völlig neuen Gesichtspunkten durchleuchtet werden.

Demographic Change Data: umfassen neben Angaben zur Entwicklung der Regionen auch Prognosen zur durchschnittlichen Alterung der Bevölkerung und zu ihrem Wachstum oder ihrer Abnahme bis 2030, für die am stärksten wachsenden Regionen wird mit einer Zunahme bis zu 50 % gerechnet. Auf der anderen Seite wird für mache Regionen ein Rückgang um bis zu 36 % erwartet. Die Extremwerte beider Seiten können sogar in eng benachbarten Regionen auftreten, d.h. während der eine Standort mit Alterung zu kämpfen hat, verjüngt sich ein Standort in direkter Nachbarschaft.

Wirtschaftsförderung - Beziehung und Vertrauen
Wirtschaftsförderung - Beziehung und Vertrauen

  Der Büroimmobilienmarkt gewinnt an Bedeutung für Fragen der Stadt- und Raumentwicklung ist abhängig von der Nachfrage nach Büroflächen ist abhängig von der Struktur des Flächenbestandes ist abhängig vom Mietniveau sowie alternativen Investitionsmöglichkeiten Portfolio- und Asset-Management. Zyklische Überangebote werden mit steigender Nachfrage abgebaut, für den Abbau von strukturellen Leerständen sind Kreativität, Professionalität und objektspezifische Vermietungsstrategien notwendig.

 Die Ressourcen und Erfolgspotenziale eines Standortes lassen sich im Hinblick a) auf die Schlüsselanforderungen des Marktes und b) im Vergleich zur Konkurrenz, zunächst allgemein mit der Methode der Stärken-/ Schwächenanalyse bewerten. Auf dieser Basis geht es für Standorte vor allem darum, wie sie ihre Potenziale m Rahmen einer kommunalen Industriepolitik gezielt fördern können. In die kommunale Industriepolitik sind eine Vielzahl unterschiedlicher Behörden und Institutionen einbezogen, wie beispielsweise Wirtschaftsförderung, Stadtplanung, Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften, Kammern.

Abi63 - Kontakt und Zweck
Abi63 - Kontakt und Zweck

Indikatorbündel haben die Aufgabe, die Spitzenkennzahlen des Systems analytisch bezüglich der sie dimensionierenden Einflussgrößen zu erklären. Indikatorsysteme sind somit vor allem Mittel-Zweck-Beziehungen, die aus dem Planungssystem des Standortes abzuleiten sind. Das wichtigste Element des Indikators aber bleibt sein Informationscharakter, um auch komplizierte Tatbestände in konzentrierter Form quantifizieren und in Relation zu dynamischen Vernetzungen setzen zu können. 

Anhand der Indikatoren können auch Externe nachvollziehen, nach welchen Kriterien die einzelnen Kapitalarten des Standortes bewertet wurden.

  

 

Die Kommune handelt nicht nur als Eigentümer ihrer Liegenschaften, sondern gleichzeitig auch immer im gesamtstädtischen Auftrag. Deshalb spielt die Kommune bei der befristeten Entwicklung geeigneter Liegenschaften durch kulturwirtschaftliche Nutzungen eine große Rolle. So hat die kommunale Seite mit ihren Vorschlägen und Initiativen zur Mobilisierung von Raumpotentialen eine wichtige Funktion. Als Eigentümer verfügen Kommunen zudem bereits über weitreichende Erfahrungen mit Zwischennutzungen. Die Zwischennutzung von Liegenschaften und ungeplante Flächenbesiedlung erfolgt gleichzeitig mit einer Netzwerkbildung der Kulturschaffenden. Zusätzlich werden Standortgemeinschaften mit unternehmensnahen Dienstleistern (z.B. Steuerberater, Rechtsanwälte, spezielle Handwerker) ergänzt.

 

Die ehrgeizigen politischen Vorgaben für die Nutzung von Windkraft könnten Gefahr laufen, dass für Erreichung der Ziele nicht genügend Gebiete ausgewiesen werden. Außerhalb der festgelegten Vorranggebiete ist die Errichtung von Windkraftanlagen künftig ausgeschlossen. Hierzu zählen Schutzwälder, Bannwälder, Nationalparks, Naturschutzgebiete, Kernzonen der Welterbestätten. In Südhessen könnten zudem Funkfeuer und Radaranlagen der Deutschen Flugsicherung potentielle Windradstandorte obsolet werden lassen.

 

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Jörg Becker Gesamtsortiment 

 

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 Die Verfügbarkeit von Gewerbeflächen ist ein zentraler Standortfaktor. Für die Standortentwicklung müssen Aspekte für typische Gewerbeflächen der Industrie-, Gewerbe-, Dienstleistungs- oder Logistikunternehmen berücksichtigt werden. Bei der Flächennutzung entstehen Konflikte zwischen Wohnen und Arbeit, Preissteigerung der Gewerbeflächen erhöhen das private Flächenangebot und die Intensität der Nutzung. Bevor Altstandorte, beispielsweise aufgrund Verlagerung oder Aufgabe von Unternehmen, brachfallen, werden diese meist erst auf dem Gebrauchtmarkt platziert. Der Markt der gebrauchten Grundstücke hat eine wichtige Ventilfunktion

 

 

Die technische Infrastruktur ist ein wichtiger Impulsgeber für die Leistungsfähigkeit von Standorten. Zur technischen Infrastruktur zählen u.a. die Verbreitung und Ausstattung mit Hardware, Mobiltelefonen, Smartphones, Verbreitung von Internet und Breitband, Kapazitäten für Down- und Upload, Cloud-Computing, mobile Datendienste. Glasfaserverbindungen. Neben den rechtlichen Rahmenbedingungen (Urheberrecht, Datenschutz) sind auch Aus- und Weiterbildung von Fachkräften (fundierte und praxisnahe MINT-Ausbildung) wichtig für die Infrastruktur-Performance von Standorten. Besonders Firmengründungen der Internetwirtschaft versprechen ein hohes Wachstumspotential, d.h. die Wirtschaftsförderung vor Ort sollte ihr besonderes Augenmerk auch auf Start-Ups und Anregung zur Clusterbildung richten

 

 

Eine Standortbilanz macht Zusammenhänge zwischen Zielen, Geschäftsprozessen, Standortressourcen und Geschäftserfolg transparenter. Durch das Hinterfragen komplexer Prozesse wird die Basis für zukünftige Verbesserungsmöglichkeiten gelegt. Da sich die Standorte nach Größe, wirtschaftlichem und sozialem Umfeld und nicht zuletzt auch hinsichtlich politischer Zielsetzungen unterscheiden, muss jede Kommune eine eigene Lösung entwickeln, die ihrem individuellem Profil am besten entspricht und zur Differenzierung von anderen Standorten die Stärken überzeugend herausstellt, gleichzeitig aber mögliche Schwachpunkte nicht verschweigt. Ein ambitioniertes Planungsverständnis sollte dafür sorgen, dass das detaillierte Bild der immateriellen Standortfaktoren nicht länger unschärfer ist als beispielsweise das Wissen über Topografie, Flächennutzung, Landschaft und Umwelt.

 

Die Stadtentwicklung schafft Rahmenbedingungen für die Mobilität. Räumliche Mobilität ihrerseits verändert im Gegenzug wiederum die Stadt. Eine Renaissance der städtischen Kerne führt zur Abnahme der PKW-Verkehrsnachfrage. Ein gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr erübrigt Parkplatzsuche und Stehen im Stau. Wichtige Bezugspunkte im Raum bestimmen wesentlich das Handlungsfeld für Standortentscheidungen. Die Alltagsmobilität unterliegt tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen. Es geht um unterschiedliche Entwicklungen u.a. bei Regionalisierungs- und Reurbanisierungsprozessen. Wenn es um die Wechselbeziehungen zwischen Mobilitäts- und Standortfaktoren geht, stehen ältere Menschen und Jugendliche besonders im Fokus

 

 

Metropolregionen sind Knotenpunkte innerhalb vernetzter Güter- und Personenströme. Die Ausstrahlung von Knotenpunkten macht sich in Form intensiver Stadt-Umland-Beziehungen und Pendlerströme bemerkbar. Aufgrund der zunehmenden Mobilität enden die funktionalen Verflechtungsbeziehungen nicht an politisch administrativen Gemeinde- oder Kreisgrenzen. Die Mobilitätsbereitschaft und räumlichen Verflechtungsbeziehungen variieren bei Pendlern, Studierenden oder Konsumenten.

 

 

Zwischen Stadtentwicklung und räumlicher Mobilität bestehen komplexe Wechselbeziehungen. Die Stadtentwicklung schafft Rahmenbedingungen für die Mobilität. Räumliche Mobilität ihrerseits verändert im Gegenzug wiederum die Stadt. Renaissance der städtischen Kerne führt zur Abnahme der PKW-Verkehrsnachfrage. Ein gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr erübrigt Parkplatzsuche und Stehen im Stau. Standortentscheidungen –sowohl der Haushalte als auch der Unternehmen- stehen in dynamischen Wirkungsbeziehungen zu Entwicklungen von räumlichen Strukturen. Wichtige Bezugspunkte im Raum bestimmen wesentlich das Handlungsfeld für Standortentscheidungen

 

 

Der Einsatz erneuerbarer Energien führt zu einer Verlagerung der Energieerzeugung in ländliche Räume. Kommunale und regionale Gebietskörperschaften, Regionalverbände erhalten mit der Energiewende neue Gestaltungsaufgaben. Im Spannungsfeld er energiepolitische Problematik verändern sich räumliche Konstellationen, Institutionen oder Akteursstrukturen. Großflächige Installationen von Windkraftanlagen oder Photovoltaik-Feldern verändert massiv das vorhandene Landschaftsbild. In urbanen Räumen steht die Nutzung von Solarenergie im Konflikt u.a. mit Denkmalschutz. In ländlichen  Regionen spielt die räumliche Dimensionierung von Verteilnetzen eine wichtige Rolle

 

 

Da eine Stadtverwaltung die Arbeitsbedingungen an ihrem Standort oder die ebenfalls wichtigen persönliche Beziehungen nur schwer und die umgebende Landschaft auch nur wenig beeinflussen kann, konzentriert sie ihre Wettbewerbsstärken auf ein weiteres Auswahlkriterium der Gebildeten: die Vielfalt des Kulturangebotes. Die Überlegungen hierbei: Gebildete sind mobiler als der Durchschnitt der Bevölkerung und wechseln ihren Wohnort häufiger: man muss also versuchen, sie durch attraktive Angebote an sich zu binden. In Regionen mit einem hohen Anteil von Gebildeten entstehen meist auch zusätzliche Arbeitsplätze für weniger gebildete. Gebildete haben bessere Verdienstchancen und verbessern somit die Kaufkraft des Standortes

 

 

Flüsse prägen und begründen die Strukturen einer Stadt und bilden häufig sogar den Ursprung ihrer Entwicklung (die Furt am Main). Eine Flusslage ist für viele Bürger einer Stadt nicht zuletzt auch identitätsstiftend (Kölle am Rin). Eine attraktive Wasserkulisse ist Treibstoff für die Stadtentwicklung. Stadtentwicklungen müssen Flussräume als eine grundlegende regionale und urbane Komponente neu überdenken. Es geht um neue Formen multifunktionaler Wasserlandschaften. lüsse und ihre Uferbereiche haben wichtige Funktionen als urbane Freiräume. Flüsse sind räumlich stark begrenzte, wasserwirtschaftliche Infrastrukturen mit eigendynamischen Prozessen. Urbane Gewässerlandschaften stehen im komplexen Zusammenspiel von Naturprozessen, Nutzungsanforderungen, Stadt- und Freiraumgestaltung.

 

 

Eine Standortbilanz macht Zusammenhänge zwischen Zielen, Geschäftsprozessen, Standortressourcen und Geschäftserfolg transparenter. Durch das Hinterfragen komplexer Prozesse wird die Basis für zukünftige Verbesserungsmöglichkeiten gelegt. Da sich die Standorte nach Größe, wirtschaftlichem und sozialem Umfeld und nicht zuletzt auch hinsichtlich politischer Zielsetzungen unterscheiden, muss jede Kommune eine eigene Lösung entwickeln, die ihrem individuellem Profil am besten entspricht und zur Differenzierung von anderen Standorten die Stärken überzeugend herausstellt, gleichzeitig aber mögliche Schwachpunkte nicht verschweigt.

 

Direkt zum Wirtschaftswissen: 

 https://www.beckinfo.de/wirtschaftswissen/

   

Direkt zum Beruf:

https://www.rheinmaingeschichten.de/beruf/

  

Direkt zum Katalog der

Deutschen Nationalbibliothek

https://portal.dnb.de/opac.htm?query=Becker+Lesebogen&method=simpleSearch 

 

Direkt zum

Jörg Becker Gesamtsortiment

 

bei BoD:

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bei Xinxii:

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